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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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6
GAU24133
Rücklicht-/Bremslichtlampe aus-
wechseln 1. Die Rücklicht-/Bremslicht-Streuschei-
be abschrauben.
2. Die durchgebrannte Lampe hineindrü-
cken und gegen den Uhrzeigersinn
herausdrehen.3. Die neue Lampe in die Fassung hin-
eindrücken und dann im Uhrzeigersinn
bis zum Anschlag drehen.
4. Die Streuscheibe festschrauben.
ACHTUNG: Die Schrauben nicht
übermäßig anziehen, da sonst die
Streuscheibe brechen kann.
[GCA10681]GAU24204
Blinkerlampe auswechseln 1. Die Blinker-Streuscheibe abschrau-
ben.
2. Die durchgebrannte Lampe hineindrü-
cken und gegen den Uhrzeigersinn
herausdrehen.
3. Die neue Lampe in die Fassung hin-
eindrücken und dann im Uhrzeigersinn
bis zum Anschlag drehen.
4. Die Streuscheibe festschrauben.
ACHTUNG: Die Schraube nicht
übermäßig anziehen, da sonst die
Streuscheibe brechen kann.
[GCA11191]
1. Schraube
1. Rücklicht-/Bremslichtlampe
1. Schraube
1
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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GAU45222
Standlichtlampe auswechseln Eine durchgebrannte Standlichtlampe kann
folgendermaßen ausgewechselt werden.
1. Den Scheinwerfereinsatz abschrau-
ben. (Siehe Seite 6-29.)
2. Die Fassung des Standlichts (zusam-
men mit der Lampe) herausziehen.
3. Die durchgebrannte Lampe heraus-
ziehen.4. Eine neue Lampe in die Fassung ein-
setzen.
5. Die Fassung des Standlichts (zusam-
men mit der Lampe) hineindrücken.
6. Den Scheinwerfereinsatz festschrau-
ben.
GAU24360
Vorderrad
GAU47720
Vorderrad ausbauen
WARNUNG
GWA10821
Um Verletzungen zu vermeiden, das
Fahrzeug sicher abstützen, damit es
nicht umfallen kann.1. Das Motorrad auf den Hauptständer
stellen.
2. Die Tachowelle vom Vorderrad lösen.
3. Die Gummikappe abnehmen und da-
nach die Achsmutter und die Unterleg-
scheibe.
1. Stecker der Standlichtlampe
1
1. Standlichtlampe
1
1. Tachowelle
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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4. Die Radachse herausziehen und dann
das Rad herausnehmen. ACHTUNG:
Niemals die Bremse betätigen wenn
das Rad zusammen mit der Brems-
scheibe ausgebaut wurde, da sonst
die Bremsbeläge herausgedrückt
werden.
[GCA11071]GAU49100
Vorderrad einbauen
1. Das Tachometer-Antriebsgehäuse in
die Radnabe einsetzen. Die Tachome-
ter-Mitnehmerklauen müssen in die
entsprechenden Nuten eingreifen.
2. Das Rad zwischen die Gabelholme
heben.
HINWEISZwischen den Bremsbelägen muss ein ge-
nügend großer Spalt für die Bremsscheibe
vorhanden sein, und die Nase am Gabel-
rohr muss in die Nut am Tachometer-An-
triebsgehäuse greifen.3. Die Radachse durchstecken und dann
die Achsmutter anbringen.
4. Das Motorrad vom Hauptständer her-
unterlassen, so dass das Vorderrad
Bodenkontakt hat und dann den Sei-
tenständer herunterklappen.
5. Die Achsmutter vorschriftsmäßig fest-
ziehen und dann die Gummikappe an-
bringen, sodass sie über die Unterleg-
scheibe passt.
1. Gummikappe
2. Achsmutter
3. Unterlegscheibe
1. Radachse
1. Tachometer-Antriebsgehäuse
1
1. Haltevorrichtung des Tachometer-Antriebs-
gehäuses
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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6. Bei kräftig gezogenem Handbremshe-
bel die Gabel durch starken Druck auf
den Lenker mehrmals einfedern und
prüfen, ob sie leichtgängig ein- und
ausfedert.
7. Die Tachowelle montieren.
GAU25080
Hinterrad
GAU37182
Hinterrad ausbauen
WARNUNG
GWA10821
Um Verletzungen zu vermeiden, das
Fahrzeug sicher abstützen, damit es
nicht umfallen kann.1. Die Achsmutter und die Mutter der
Bremsankerstrebe an der Bremsan-
kerplatte lockern.
2. Die Bremsankerstrebe durch Entfer-
nen des Bremsankerstreben-Splints,
der Mutter und der Schraube von der
Bremsankerplatte lösen.3. Das Motorrad auf den Hauptständer
stellen.
4. Die Einstellmutter für das Fußbrem-
spedal-Spiel abschrauben und dann
das Bremsgestänge vom Bremswel-
lenhebel lösen.
5. Die Kontermutter des Antriebsketten-
spanners und die Einstellschraube
des Antriebskettenspiels auf beiden
Seiten der Schwinge lösen. Anzugsmoment:
Achsmutter:
59 Nm (5.9 m·kgf, 43 ft·lbf)1. Achsmutter
2. Bremsankerstrebe
3. Mutter und Schraube der Bremsankerstrebe
4. Splint der Bremsankerstrebe
13
2
4
1. Einstellmutter für das Spiel des Fußbrems-
hebels
2. Bremsgestänge
3. Bremswellenhebel
3
1
2
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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6. Die Achsmutter abschrauben und
dann die Radachse herausziehen.
7. Das Hinterrad nach vorn drücken und
dann die Antriebskette vom Kettenrad
abnehmen.HINWEISDie Antriebskette muss für den Ein- und
Ausbau des Hinterrads nicht aufgetrennt
werden.8. Das Rad herausnehmen.
GAU37193
Hinterrad einbauen
1. Die Radachse von der linken Seite her
einsetzen, und das Rad montieren.2. Die Antriebskette auf das Kettenrad
einbauen.
3. Die Achsmutter montieren.
4. Die Bremsstange an den Bremswel-
lenhebel, und dann die Einstellmutter
für das Fußbremspedal-Spiel an die
Bremsstange montieren.
5. Die Bremsankerstrebe mit deren
Schraube und Mutter an die Bremsan-
kerplatte montieren.
6. Den Durchhang der Antriebskette ein-
stellen. (Siehe Seite 6-21.)
7. Das Motorrad vom Hauptständer her-
unterlassen, so dass das Hinterrad
Bodenkontakt hat und dann den Sei-
tenständer herunterklappen.
8. Die Achsmutter und Mutter der Brem-
sankerstrebe vorschriftsmäßig festzie-
hen.
9. Einen neuen Splint einsetzen.
10. Spiel des Fußbremshebels einstellen.
(Siehe Seite 6-17.)
WARNUNG
GWA10660
Nach dem Einstellen des Fußbremshe-
bels die Funktion des Bremslichtschal-
ters prüfen.
1. Radachse
2. Kontermutter des Antriebskettenspanners
3. Einstellschraube des Antriebskettendurch-
hangs
Anzugsmomente:
Bremsankerstreben-Mutter:
19 Nm (1.9 m·kgf, 14 ft·lbf)
Achsmutter:
80 Nm (8.0 m·kgf, 58 ft·lbf)
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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GAU25851
Fehlersuche Obwohl alle Yamaha-Motorräder vor der
Auslieferung einer strengen Inspektion un-
terzogen werden, kann es im Alltag zu Stö-
rungen kommen. Zum Beispiel können De-
fekte am Kraftstoff- oder Zündsystem oder
mangelnde Kompression zu Anlassproble-
men und Leistungseinbußen führen.
Das nachfolgende Fehlersuchdiagramm
beschreibt die Vorgänge, die es Ihnen er-
möglichen, eine einfache und schnelle Kon-
trolle der einzelnen Funktionsbereiche vor-
zunehmen. Reparaturarbeiten an Ihrem
Motorrad sollten jedoch unbedingt von einer
Yamaha-Fachwerkstatt ausgeführt werden,
denn nur diese bietet das Know-how, die
Werkzeuge und die Erfahrung für eine opti-
male Wartung.
Ausschließlich Yamaha-Originalersatzteile
verwenden. Ersatzteile anderer Hersteller
mögen zwar so aussehen wie Yamaha-Tei-
le, bieten aber nur selten die gleiche Quali-
tät und Lebensdauer, was erhöhte Repara-
turkosten zur Folge hat.
WARNUNG
GWA15141
Bei Überprüfung des Kraftstoffsystems
nicht rauchen und sicherstellen, dass
sich kein offenes Feuer oder Funken-
quellen in der Nähe befinden, einschließ-lich Zündflammen für Warmwasserbe-
reiter oder Öfen. Benzin oder
Benzindämpfe können sich leicht ent-
zünden oder explodieren und dadurch
schwere Augenverletzungen oder Be-
schädigungen verursachen.U51DG0G0.book Page 36 Friday, October 30, 2009 4:50 PM
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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GAU45731
Fehlersuchdiagramm
Kraftstoffstand im
Tank prüfen.1. Kraftstoff
Es ist genügend Kraftstoff vorhanden.
Es ist kein Kraftstoff vorhanden.
Verdichtung prüfen.
Kraftstoff nachfüllen.
Der Motor startet nicht.
Verdichtung prüfen.
Den E-Starter oder den Kickstarter
betätigen.
2. Verdichtung
Verdichtung OK.
Keine Verdichtung.
Zündung prüfen.
Lassen sie das Fahrzeug von einer Yamaha-
Fachwerkstatt prüfen.
Zündkerzen herausnehmen
und Elektroden prüfen.Den E-Starter oder den
Kickstarter betätigen.3. Zündung
Mit einem trockenen Tuch abwischen und Zündkerzen-
Elektrodenabstand korrigieren, oder Zündkerzen ersetzen.
Lassen sie das Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt prüfen.
Der Motor startet nicht. Lassen sie
das Fahrzeug von einer Yamaha-
Fachwerkstatt prüfen.
Der Motor startet nicht. Batterie prüfen.
E-Starter betätigen.4. Batterie
Der Motor dreht sich zügig.
Der Motor dreht sich nur mühsam.
Der Batteriezustand ist gut.Batterieanschlüsse prüfen. Batterie,
falls nötig, laden.
TrockenFeucht
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PFLEGE UND STILLLEGUNG DES MOTORRADS
7-1
7
GAU37833
Vorsicht bei Mattfarben ACHTUNG
GCA15192
Einige Modelle sind mit mattfarbigen
Bauteilen ausgestattet. Vor der Reini-
gung des Fahrzeugs sollten Sie einen
Yamaha-Fachhändler bezüglich ver-
wendbarer Reinigungsmittel zu Rate zie-
hen. Werden Bürsten, scharfe Chemika-
lien oder Reinigungsmittel zum Säubern
dieser Bauteile benutzt, können diese
verkratzt oder beschädigt werden. Auch
Wachs sollte nicht auf mattfarbige Bau-
teile aufgetragen werden.
GAU26004
Pflege Während die offene Bauweise einerseits
die attraktive Technologie sichtbar macht,
hat sie andererseits den Nachteil, dass das
Motorrad ungeschützt ist. Obwohl nur hoch-
wertige Materialien verwendet werden, sind
die Bauteile nicht korrosionssicher. Wäh-
rend bei Automobilen beispielsweise ein
korrodierter Auspuff unbeachtet bleibt, fal-
len schon kleine Rostansätze an der Motor-
rad-Auspuffanlage unangenehm auf. Re-
gelmäßige, richtige Pflege ist nicht nur eine
Bedingung für Garantieansprüche, sondern
Ihr Motorrad wird auch besser aussehen,
länger leben und optimale Leistungen er-
bringen.
Vorbereitung für die Reinigung
1. Die Schalldämpferöffnung abkühlen
lassen und dann mit einer Plastiktüte
abdecken.
2. Sicherstellen, dass alle Kappen und
Abdeckungen, sowie alle elektrischen
Stecker und Anschlussbuchsen, ein-
schließlich des Zündkerzensteckers
fest sitzen.
3. Auf stark verschmutzte Stellen, die z.
B. durch verkrustetes Motoröl verun-
reinigt sind, einen Kaltreiniger mit dem
Pinsel auftragen, aber niemals Kaltrei-
niger auf Dichtungen, Kettenräder, die Antriebskette und Radachsen auftra-
gen! Kaltreiniger und Schmutz mit
Wasser abspülen.
Reinigung
ACHTUNG
GCA10772
Stark säurehaltige Radreiniger, be-
sonders an Speichenrädern, ver-
meiden. Werden solche Produkte
für schwer zu entfernende Ver-
schmutzungen verwendet, das Rei-
nigungsmittel nicht länger als vor-
geschrieben auf der betroffenen
Stelle lassen. Die behandelten Teile
unbedingt sehr gut mit Wasser spü-
len, sofort abtrocknen und an-
schließend mit einem Korrosions-
schutz versehen.
Unsachgemäße Reinigung kann
Plastikteile (wie Verkleidungsteile,
Abdeckungen, Windschutzschei-
ben, Streuscheiben, Instrumenten-
beleuchtung usw.) und die Schall-
dämpfer beschädigen.
Ausschließlich weiche, saubere Tü-
cher oder Schwämme mit Wasser
verwenden, um Plastikteile zu reini-
gen. Wenn sich die Plastikteile mit
Wasser allein nicht gründlich ge-
nug reinigen lassen, kann ein ver-
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