
Fahren mit Anhänger265
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
Fahren mit Anhänger
Einleitung
Länderspezifische Vorschriften für das Fahren mit einem Anhänger und die
Verwendung einer Anhängevorrichtung beachten.
Das Fahrzeug ist normalerweise für den Transport von Personen entwickelt
worden und kann bei entsprechender technischer Ausrüstung zum Ziehen
eines Anhängers benutzt werden. Diese zusätzliche Anhängelast hat Auswir-
kungen auf die Haltbarkeit, den Kraftstoffverbrauch und die Leistung des
Fahrzeugs und kann unter Umständen die Service-Intervalle verkürzen.
Das Fahren mit einem Anhänger ist nicht nur eine erhöhte Belastung für das
Fahrzeug, sondern erfordert auch eine höhere Konzentration des Fahrers.
Bei winterlichen Temperaturen am Fahrzeug und am Anhänger Winterreifen
montieren.
Stützlast
Die maximal zulässige Stützlast der Anhängerdeichsel auf dem Kugelkopf der
Anhängevorrichtung darf 100 kg (220 lbs.) nicht überschreiten.
Fahrzeuge mit Start-Stopp-Betrieb
Bei einer werkseitig eingebauten Anhängevorrichtung und bei einer von SEAT
nachgerüsteten Anhängevorrichtung wird der Start-Stopp-Betrieb automa-
tisch ausgeschaltet, sobald ein Anhänger angekuppelt wird. Bei Anhängevor-
richtungen, die nicht von SEAT nachgerüstet wurden, muss vor dem Anhän-
gerbetrieb der Start-Stopp-Betrieb über die Taste in der Instrumententafel
manuell ausgeschaltet werden und während des ge samten Anhängerbe-
triebs ausgeschaltet bleiben Ÿ.
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
xDiebstahlwarnanlage ŸSeite 84
xLicht ŸSeite 115
xUmweltbewusst fahren ŸSeite 260
xAnfahrassistenzsysteme (Start-Stopp-Betrieb) ŸSeite 229
xRäder und Reifen ŸSeite 336
xZubehör, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen ŸSeite 294
ACHTUNG!
Niemals Personen im Anhänger befördern: Dies ist lebensgefährlich und
kann gesetzeswidrig sein.
ACHTUNG!
Unsachgemäßer Gebrauch der Anhängevorrichtung kann Verletzungen und
Unfälle verursachen.
xAnhängevorrichtung nur benutzen, wenn sie unbeschädigt und
ordnungsgemäß befestigt ist.
xKeine Veränderungen oder Reparaturen an der Anhängevorrichtung
vornehmen.
xUm das Verletzungsrisiko bei Heckkollisionen und für Fußgänger sowie
Fahrradfahrer bei parkenden Fahrzeugen zu reduzieren, immer den Kugel-
kopf einschwenken, wenn kein Anhänger verwendet wird.
xNiemals ein „Gewichtsverteiler“ oder „Lastenverteiler“ als Anhänge-
vorrichtung montieren. Das Fahrzeug wurde für diese Arten von Anhänge-
vorrichtung nicht entworfen. Die Anhängevorrichtung kann versagen und
den Anhänger vom Fahrzeug reißen.

Prüfen und Nachfüllen
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Wenn Qualitätsbenzin mit Additiven nicht zur Verfügung steht oder Motorstö-
rungen auftreten, sind die erforderlichen Zusätze beim Tanken beizumi-
schen.
Nicht alle Benzinzusätze (Additive) haben sich als wirksam erwiesen. Das
Verwenden ungeeigneter Benzinzusätze (Additive) kann Motorschäden
verursachen. Bei den SEAT-Betrieben sind diese Zusätze sowie Informationen
über die Anwendung erhältlich.
Vorsicht!
xNur Kraftstoff nach der EN 228 mit ausreichender Oktanzahl tanken.
Andernfalls können erhebliche Schäden am Motor und am Kraftstoffsystem
auftreten. Außerdem können Leistungsminderung und der Ausfall des
Motors die Folge sein.
xDas Verwenden ungeeigneter Benzinzusätze (Additive) kann Motor-
schäden verursachen.
xWenn im Notfall Benzinkraftstoff mit zu niedriger Oktanzahl getankt
werden muss, darf der Motor nur mit mittleren Drehzahlen und mit geringer
Motorbelastung gefahren werden. Hohe Drehzahlen und starke Motorbelas-
tung vermeiden. Andernfalls kann ein Motorschaden die Folge sein! So bald
wie möglich Kraftstoff mit ausreichender Oktanzahl nachtanken.
xKraftstoffe, die an der Zapfsäule als metallhaltig gekennzeichnet sind,
dürfen nicht verwendet werden. Auch LRP-Kraftstoffe (lead replacement
petrol) enthalten metallische Additive in hohen Konzentrationen. Gefahr von
Motorschäden!
xBereits eine Tankfüllung mit bleihaltigem Kraftstoff kann zu einer
Verschlechterung der Katalysatorwirkung und zur erheblichen Beschädigung
des Katalysators führen.
Dieselkraftstoff
Dieselkraftstoff
Dieselkraftstoff muss der europäischen Norm EN 590 (in Deutschland EN 590
oder DIN 51628) entsprechen.
Bei Dieselkraftstoffen mit erhöhtem Schwefelanteil gelten kürzere Service-
Intervalle ŸHeft „Wartungsprogramm“ Ÿ. In welchen Ländern ein
erhöhter Schwefelanteil im Dieselkraftstoff enthalten ist kann bei einem
SEAT-Betrieb erfragt werden.
Kraftstoffzusätze, sogenannte Fließverbesserer, oder ähnliche Mittel dürfen
dem Dieselkraftstoff nicht beigemischt werden.
Winterdiesel
Bei der Verwendung von „Sommerdiesel“ können bei Temperaturen unter
0°C (+32°F) Betriebsstörungen auftreten, weil der Kraftstoff durch Paraffin-
Ausscheidung zu dickflüssig geworden ist. Deshalb gibt es beispielsweise in
Deutschland während der kalten Jahreszeit „Winterdiesel“, der auch unter -
20°C (-4°F) betriebssicher ist.
In Ländern mit anderen klimatischen Verhä ltnissen werden meist Dieselkraft-
stoffe angeboten, die ein anderes Temperaturverhalten zeigen. Der SEAT-
Betriebe und Tankstellen des jeweiligen Lands geben Auskunft über die
landesüblichen Dieselkraftstoffe.
Es ist normal, dass der kalte Dieselmotor bei winterlichen Temperaturen
lautere Geräusche von sich gibt als bei warmem Wetter. Zudem können die
Abgase beim Starten und in der Warmlaufphase leicht bläulich sein. Die
Abgasmenge ist abhängig von der Außentemperatur.
Filtervorwärmung
Dieselfahrzeuge sind mit einer Filter-Vorwärmanlage ausgestattet. Dadurch
wird die Kraftstoffanlage bei Verwendung von Winterdiesel, der bis -15,0°C
(+5,0°F) kältebeständig ist, sogar bis etwa -24°C (-11,2°F) betriebssicher.