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FRONT- UND
SEITEN-AIRBAGS
FRONT-AIRBAG (Abb. 85)
Beschreibung und Arbeitsweise
Der Front-Airbag (serienmäßig für
Fahrer und auf Wunsch für den Bei-
fahrer) ist eine bei Frontalaufprall
ansprechende Sicherheitseinrich-
tung.
Diese Einrichtung besteht aus ei-
nem sich sofort füllenden Luftsack in
einer eigens dazu bestimmten Auf-
nahme:
– in der Lenkradmitte für den Fah-
rer;
– im Armaturenbrett, mit Kissen mit
größerem Volumen, für den Beifah-
rer.
Der Front-Airbag (Fahrer- und Bei-
fahrerseite) ist eine Einrichtung zum
Schutz bei mäßigem oder heftigem
Frontalaufprall durch das Dazwi-
schenfügen des Luftsacks zwischen
Passagier und Lenkrad oder Armatu-
renbrett. ZUR BEACHTUNGMit ABS aus-
gerüstete Fahrzeuge dürfen nur die
vom Hersteller freigegebenen Marken
und Typen der Felgen, Reifen und
Bremsbeläge einbauen.
Die Anlage wird durch den EDB
(Electronic Brake Distributor) ge-
nannten Bremsverteiler ergänzt., wel-
cher mittels des Steuergerätes und
den Sensoren des ABS-Systems, die
Leistungen der Bremsanlage weiter
verbessert.
Das Fahrzeug ist mit ei-
nem elektronischen Brems-
verteiler (EDB) ausgerüstet.
Das gleichzeitige Aufleuchten der
Kontrollleuchtenxund>bei lau-
fendem Motor weist auf eine Störung
des EDB-Systems hin; in diesem
Falle kann es bei starkem Bremsen
zu einem vorzeitigen Blockieren der
Hinterräder und damit zu einem
Ausbrechen kommen. Fahren Sie
mit größtmöglicher Vorsicht zum
nächstliegenden Service des LAN-
CIA-Kundendienstnetzes, um die
Anlage überprüfen zu lassen.
Das Aufleuchten der
Kontrollleuchte>bei lau-
fendem Motor weist nor-
malerweise nur auf einem Fehler
des ABS-Systems hin. In diesem
Falle behält die Bremsanlage ihre
volle Kraft bei, wohl aber unter
Verzicht auf das Funktionieren des
Antiblockiersystems. Unter diesen
Umständen könnte auch das Funk-
tionieren des EDB-Systems in
Frage gestellt sein. Auch in diesem
Falle ist es ratsam sofort zum
nächstliegenden Service des LAN-
CIA-Kundendienstnetzes zu fah-
ren, um die Anlage überprüfen zu
lassen, wobei brüskes Bremsen zu
vermeiden ist.
Falls die Kontrollleuchte
xfür min. Bremsflüssig-
keitsstand aufleuchtet, so-
fort anhalten und sich an die
nächste LANCIA-Kundendienst-
stelle wenden. Ein eventueller Ver-
lust an Flüssigkeit aus der hy-
draulischen Anlage, sowohl der
konventionellen Art, als auch mit
Antiblockiersystem der Räder, be-
einträchtigt die Wirkung der
Bremsanlage.
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HANDBREMSE
Der Handbremshebel befindet sich
zwischen den Vordersitzen.
Beim Betätigen der Handbremse, den
Hebel vollständig nach oben ziehen,
bis das Fahrzeug vollständig blockiert
ist. Auf ebenem Boden genügen meist
drei oder vier Rasten des Hebels; auf
abschüssigem Boden und beladenem
Fahrzeug können auch sieben oder
acht Rasten erforderlich sein.
ZUR BEACHTUNG Anderenfalls
sich für die Einstellung an das LAN-
CIA-Kundendienstnetzwenden.
Bei gezogener Handbremse und
Zündschlüssel auf MARbrennt an
der Instrumententafel die Kontroll-
leuchtex.Zum Lösen der Handbremse:
1)Hebel etwas hochziehen und
KnopfA (Abb. 1)drücken.
2)Hebel bei gedrücktem Knopf
nach unten schieben. Die Kontroll-
leuchtexerlischt.
3)Um unvorhergesehene Bewegun-
gen des Fahrzeugs zu verhindern, ist
die Bedienung bei gedrücktem Brems-
pedal vorzunehmen.Berücksichtigen Sie, dass bei ste-
hendem Motor die Brems- und
Lenkhilfe nicht funktionieren;
deshalb ist am Bremspedal und
am Lenkrad bedeutend mehr
Kraft aufzuwenden.
ABSTELLEN DES
MOTORS
Den Zündschlüssel bei mit
Leerlaufdrehzahl drehendem Motor in
die Stellung STOPdrehen.
Abb. 1
P4C00113
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FAHRWEISE
AUF BERGSTRASSEN
– Auf Gefällen, durch Einlegen nied-
rigerer Gänge, den Motor als Bremse
verwenden, um die Bremsen nicht zu
überhitzen.
– Beim Befahren von Gefällen abso-
lut nicht den Motor abstellen oder in
den Leerlauf schalten, und schon gar
nicht den Zündschlüssel abziehen.
– Mit mäßiger Geschwindigkeit fah-
ren und vermeiden die Kurven zu
“schneiden”.
– Nicht vergessen, dass das Überho-
len auf Steigungen langsamer erfolgt
und folglich eine längere freie Strecke
erfordert. Auf Steigungen das Über-
holmanöver anderer Verkehrsteilneh-
mer erleichtern.FAHRWEISE AUF
SCHNEEBEDECKTEN
UND VEREISTEN STRASSEN
Hier einige Ratschläge für das Fah-
ren unter diesen Umständen.
– Vor dem Losfahren, sich verge-
wissern, dass die Wischerblätter nicht
an der Windschutzscheibe festgefro-
ren sind.
– Den Schnee vor dem Lufteinlass
der Klimaanlage wegräumen.
– Mit äußerst mäßiger Geschwin-
digkeit fahren.
– Bei schneebedeckter Straße die
Schneeketten oder die Winterreifen
verwenden: siehe die entsprechenden
Abschnitte in diesem Kapitel.
– Halten Sie bei hohem Schnee nicht
für längere Zeit mit eingeschaltetem
Motor an: Der Schnee könnte die Aus-
puffgase ins Wageninnere leiten.– Vorwiegend den Motor als Bremse
benutzen und plötzliches Bremsen
vermeiden.
– Beim Bremsen mit einem Fahrzeug
ohne ABS, durch Regeln der Brems-
pedal-Betätigungskraft die Räder
nicht blockieren.
– Schnelles Beschleunigen und plötz-
liche Richtungsänderungen vermei-
den.
– Während der Winterzeit können
auch die anscheinend trockenen
Straßen vereiste Stellen aufweisen.
Vorsicht folglich beim Befahren von
den wenig von der Sonne beschiene-
nen und von Bäumen und Felsen ge-
säumten Straßenstellen, auf denen
noch Eis vorhanden sein könnte.
– Einen größeren Sicherheitsabstand
zu den vorausfahrenden Fahrzeugen
halten.
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FAHRWEISE MIT DEM ABS
Das Fahrzeug kann mit dem An-
tiblockiersystem (ABS) und dem elek-
tronischen Bremskraftregler (EBD)
ausgerüstet sein.
Das ABS ist eine Ausrüstung der
Bremsanlage, die hauptsächlich 2
Vorteile bringt:
1)Es verhindert das Blockieren der
Räder bei Notbremsungen und vor al-
len Dingen bei niedriger Haftreibung.
2)Es gestattet das Bremsen und das
gleichzeitige Lenken um evtl. plötz-
lich auftretenden Hindernissen aus-
zuweichen oder um das Fahrzeug in
die gewünschte Richtung zu lenken;
dies natürlich in Abhängigkeit der
physischen Grenzen des gesamten
Haftreibungswertes des Reifens.Zur besten Ausnutzung des ABS:
– Bei Notbremsungen oder bei
Bremsungen mit wenig Haftreibung
vernimmt man geringe Pulsationen
am Bremspedal: Das bedeutet, dass
das ABS angesprochen hat. Das
Bremspedal nicht loslassen, sondern
es weiterhin betätigen, um die Brems-
aktion fortzusetzen.
– Das ABS verhindert das Blockie-
ren der Räder, ohne die Haftreibwerte
zwischen Reifen und Straßenbelag zu
erhöhen. Deshalb auch bei mit ABS
ausgerüstetem Fahrzeug die Sicher-
heitsabstände zu den vorausfahren-
den Fahrzeugen einhalten und die Ge-
schwindigkeit vor dem Befahren der
Kurven mäßigen.
– Das ABS dient dazu, um die Be-
herrschbarkeit des Fahrzeugs zu ver-
bessern, nicht aber um schneller zu
fahren.Das Aufleuchten der Kon-
trollleuchte>bei laufen-
dem Motor weist normaler-
weise nur auf einem Fehler im ABS
hin. In diesem Falle behält die
Bremsanlage ihre volle Wirksamkeit
bei, allerdings ohne Ansprechen des
Antiblockiersystems. Unter diesen
Umständen könnte auch das Funk-
tionieren des EBD-Systems in Frage
gestellt sein. Auch in diesem Falle ist
es ratsam sofort zum nächstliegen-
den Service des LANCIA-Kunden-
dienstnetzes zu fahren, um die An-
lage überprüfen zu lassen, wobei
brüskes Bremsen zu vermeiden ist.
Das Fahrzeug ist mit ei-
nem elektronischen Brems-
kraftregler (EBD) ausgerü-
stet. Das gleichzeitige Aufleuchten
der Kontrollleuchten >undxbei
laufendem Motor weist auf eine
Störung des EDB-Systems hin; in
diesem Falle kann es bei starkem
Bremsen zu einem vorzeitigen
Blockieren der Hinterräder und da-
mit zu einem Ausbrechen kommen.
Extrem vorsichtig bis zum nächst-
liegenden Service des LANCIA-
Kundendienstnetzes fahren, um die
Anlage überprüfen zu lassen.
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Die Verwendung von gleichzeitig
zwei oder mehreren Noträdern ist
nicht gestattet.
Das Gewinde der Schrauben vor
dem Einschrauben nicht schmie-
ren: Sie könnten sich von selbst
lockern.
Der Wagenheber dient für den
Radwechsel des betreffenden
Fahrzeugs oder für Fahrzeuge des-
selben Modells. Absolut nicht ge-
stattet ist ein anderer Einsatz, wie
zum Beispiel das Anheben der
Fahrzeuge anderer Modelle. Ihn
auf keinen Fall für Reparaturen
unter dem Fahrzeug verwenden.
Bei nicht korrekt positioniertem
Wagenheber kann das angehobene
Fahrzeug herunterfallen.Den Wagenheber nicht für La-
sten verwenden, die größer sind
als die Last, die auf dem Wagen-
heberschild angegeben ist.
Niemals das Fahrzeug anlassen,
wenn es auf dem Wagenheber auf-
gebockt ist. Bei Fahrten mit An-
hänger ist dieser zuvor abzuhän-
gen.
Das Notrad darf nicht mit
Schneeketten versehen werden.
Bei einer Panne an einem Vorder-
rad (Antriebsrad), das Notrad an
einem Hinterrad montieren und
dieses an der Vorderachse anbrin-
gen. Da somit vorn wieder zwei
normale Räder montiert sind, dür-
fen die Schneeketten verwendet
werden, womit eine Notsituation
gelöst wird.
Abb. 3
P4C00401
Abb. 2
P4C00400
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2. ENTNEHMEN
VON WERKZEUGEN,
WAGENHEBER UND NOTRAD
Sie befinden sich im Gepäckraum.
– Gepäckraum-Bodenmatte anheben.
– Befestigung A (Abb. 2)abschrau-
ben und den Träger samt Werkzeu-
gen herausnehmen.
Die Halterung enthält:
B- den Abschleppring;
C- die Wagenheber-Kurbel;
D- den Schlüssel für Radbefesti-
gungsschrauben;
E- den Schraubendreher;
F- die Verlängerung zum Einschrau-
ben der Radbefestigungsschrauben
und der Ventilkappe;
G- Wagenheber.– Die Werkzeuge befreien und das
Notrad entnehmen.
ZUR BEACHTUNG Die korrekte
Verwendung des Wagenhebers und des
Notrades erfordert die Beachtung eini-
ger Vorsichtsmaßnahmen. Sie befinden
sich auf den nachfolgenden Seiten.
Es wird bestätigt, dass:
– die Masse des Wagenhebers 1,85 kg
beträgt;
– der Wagenheber keiner Einstel-
lung bedarf;
– der Wagenheber nicht reparierbar
ist; er ist folglich bei Defekt durch ei-
nen originalen zu ersetzen;
– kein Werkzeug außer der in die-
sem Kapitel dargestellten Betäti-
gungskurbel am Wagenheber mon-
tierbar ist.3. RADWECHSEL
1)Die Radkappe mit dem Schrau-
bendreher entfernen (Ausführung LS).
2)Befestigungsschrauben des aus-
zuwechselnden Rades um etwa eine
Umdrehung lockern.
3)Bei Fahrzeugen mit Leichtmetall-
felgen am Fahrzeug rüteln, um das
Loslösen der Felge von der Nabe zu
erleichtern.
4)Wagenheber durch Drehen der
KurbelCteilweise hochkurbeln.
5)Wagenheber in Übereinstimmung
mit der Marke H (Abb. 3)neben das
auszutauschende Rad und etwa
10 cm tief zur Wagenmitte hin anset-
zen (Abb. 3).
Abb. 6
P4C00161
Abb. 7
P4C00403
4C090-119 TED 11-03-2008 13:20 Pagina 98

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6)Drehen Sie die Kurbel C, so dass
sich der Wagenheber öffnet und bis
die Riefung vom Wagenheber korrekt
in die benannte Riefung im Längs-
holm der Karosserie eingreift.
7)Die evtl. anwesenden Personen
darauf aufmerksam machen, dass das
Fahrzeug angehoben wird; sie müssen
sich daher aus seiner unmittelbaren
Nähe entfernen und folglich auch dar-
auf achten, es nicht zu berühren, bis
es nicht wieder abgesenkt ist.
8)Die Kurbel des Wagenhebers dre-
hen und das Fahrzeug so weit anhe-
ben, bis das auszutauschende Rad ei-
nige Zentimeter vom Boden angeho-
ben ist. Beim Drehen der Kurbel dar-
auf achten, dass dies unbehindert und
ohne Gefahren von Abschürfungen an
der Hand durch Berührungen mit
dem Boden erfolgen kann. Auch diesich in Bewegung befindlichen Ele-
mente (Schraube und Gelenke) des
Wagenhebers können Verletzungen
verursachen: den Kontakt mit ihnen
vermeiden. Bei Kontakt mit dem
Schmierfett, sich sorgfältig reinigen.
9)Die 4 Radschrauben heraus-
schrauben und die Radkappe (Aus-
führungM N) samt Rad abnehmen.
Änderungen oder Repa-
raturen in der elektrischen
Anlage, die nicht korrekt
und ohne Berücksichtigung der
technischen Merkmale der Anlage
ausgeführt werden, können Be-
triebsstörungen und Brandgefahr
verursachen.10)Sich vergewissern, dass sich auf
den Auflageflächen des Notrades kein
Schmutz und keine Fremdkörper be-
finden, die ein anschließendes Lockern
der Befestigungsschrauben bewirken
könnten. Das Notrad ansetzen und da-
12)Wagenheber herunter-
kurbeln und ihn entfernen.
13)Die Radbefestigungs-
schrauben über Kreuz, gemäß(Abb.
5)festziehen.
14)Das defekte Rad in die Reser-
veradmulde legen.
Das Notrad ist schmaler als die nor-
malen Wagenräder und darf nur für
die Streckenlänge verwendet werden,
Abb. 8
P4C00404
4C090-119 TED 11-03-2008 13:20 Pagina 99

100
die zum Erreichen einer Ser-
vicestelle erforderlich ist, wo
das defekte Rad repariert
wird.
Je nach dem ob die vier normalen
Wagenräder mit Stahl- bzw. Leicht-
metallfelgen ausgerüstet sind, unter-
scheidet sich das Notrad (immer mit
Stahlfelge) konstruktiv, um mit den
für beide Radfelgen spezifischen Befe-
stigungsschrauben kompatibel zu sein.
Möchte man die verwendeten Räder
austauschen (Leichtmetallfelgen an-
statt Stahlfelgen oder umgekehrt), so
sind auch die vorhandenen Befesti-
gungsschrauben zu ersetzen
und ein neues spezifisches
Notrad zu verwenden.
BEIM WIEDERANMONTIEREN
DES NORMALEN WAGENRADES
1)Bei Einhaltung des vorgenannten
Arbeitsablaufes, das Fahrzeug anhe-
ben und das Notrad abmontieren.
2)Sich vergewissern, dass sich beim
normalen Wagenrad auf den Kon-
taktflächen mit der Radnabe kein
Schmutz und keine Fremdkörper be-
finden, die ein anschließendes
Lockern der Befestigungsschrauben
bewirken könnten.
3)Normales Wagenrad anmontie-
ren; dabei die erste Schraube A
(Abb. 6)in die Bohrung neben dem
ReifenventilBeinschrauben.
4)Radkappe (Ausführung 1.2
16V
M Nblau) so anbringen, daß die Aus-
nehmungC (Abb. 6)mit dem Reifen-
ventil über-einstimmt.
5)Die anderen drei Schrauben mit
Hilfe der Verlängerung F (Abb. 2)
(Ausführungen 1.2
16VM Nblau) an-
setzen.
6)Die Radschrauben mit dem vor-
gesehenen Schlüssel D (Abb. 2)hin-
eindrehen.
Abb. 9
P4C00301
7)Fahrzeug herunterkurbeln und
den Wagenheber entfernen.
8)Radbefestigungsschrauben nach
dem vorher dargestellten Schema
(Abb. 5)festziehen.
9)Bei der Montage der Radkappe
(Version LS) darauf achten, dass die
Aufnahme für das Reifenventil kor-
rekt positioniert ist. Die Radkappe mit
der Handfläche aufdrücken (nicht
schlagen) und dabei sicherstellen,
dass alle Halterungen gut in der Felge
eingerastet sind.
Nach beendeter Arbeit:
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