
298FahrzeugwartungNr.Stromkreis21Kombiinstrument/Diebstahl‐
warnanlage22Zündsensor23Kontrolleinheit Karosserie24Kontrolleinheit Karosserie25Lenkradheizung26–
Sicherungskasten im
Laderaum
Der Sicherungskasten befindet sich
auf der linken Seite im Laderaum hinter einer Abdeckung.
Abdeckung entfernen.
Sofern mit Reifenreparaturset ausge‐ stattet, den gesamten Kasten heraus‐nehmen.
Sicherungszuordnung

Fahrzeugwartung299Nr.Stromkreis1–2Anhängeranschluss3Einparkhilfe4Selektives katalytisches Reduk‐
tionssystem5–6–7Elektrisch verstellbarer Sitz8–9Selektives katalytisches Reduk‐
tionssystem10Stickoxid-Sensor11Anhängermodul/Anhängers‐
teckdose12Anhängermodul13Anhängeranschluss14–15–Nr.Stromkreis16Innenspiegel/Rückfahrkamera17Steckdose18–19–20–21Vordersitzheizung22–23–24Selektives katalytisches Reduk‐
tionssystem25–26–27–28–29–30–Nr.Stromkreis31–32Aktives Dämpfungssystem/
Spurverlassenswarnung

Fahrzeugwartung303
Das Menü über die Tasten am Blink‐
erhebel auswählen.
Die Seite Reifendruck unter Fahrzeug
Informationsmenü ? 3 123
auswählen.
Systemstatus und Druckwarnungen
werden mittels einer Meldung zum
betreffenden Reifen im Driver Infor‐
mation Center angezeigt.
Für die Warnmeldungen berücksich‐ tigt das System die Reifentemperatur.
Wenn niedriger Reifendruck erkannt
wird, wird dies durch die Kontroll‐
leuchte w gemeldet 3 120.
Wenn w aufleuchtet, so bald wie
möglich anhalten und Reifen auf den
empfohlenen Druck befüllen 3 340.
Wenn w 60 bis 90 Sekunden lang
blinkt und dann mit Dauerlicht
aufleuchtet, liegt ein Fehler im
System vor. Hilfe einer Werkstatt in Anspruch nehmen.
Nach dem Befüllen werden die
Reifendruckwerte im Driver Informa‐
tion Center möglicherweise erst nach
einer kurzen Fahrt aktualisiert.
Währenddessen leuchtet möglicher‐
weise w auf.
Wenn w bei niedrigeren Temperatu‐
ren aufleuchtet und während der
Fahrt nach einiger Zeit erlischt, kann
dies auf einen zunehmend nachlas‐ senden Reifendruck hindeuten.
Reifendruck prüfen.
Fahrzeugmeldungen 3 129.
Wenn der Reifendruck verringert oder
erhöht werden muss, Zündung
ausschalten.
Nur Räder mit Reifendrucksensoren
montieren. Andernfalls wird der
Reifendruck nicht korrekt angezeigt
und w leuchtet durchgehend.
Das Reserverad verfügt über keine
Drucksensoren. Für diese Räder ist
das Reifendruck-Kontrollsystem nicht
aktiv. Kontrollleuchte w leuchtet auf.
Für die übrigen drei Räder ist das
System weiterhin in Betrieb.

304FahrzeugwartungDer Gebrauch im Handel erhältlicher
flüssiger Reifenreparatursets kann zu
Funktionsstörungen des Systems
führen. Es dürfen vom Hersteller
zugelassene Reparatursätze
verwendet werden.
Durch die Verwendung von elektroni‐ schen Geräten oder die Nähe zu
Anlagen, die ähnliche Wellenfrequen‐
zen nutzen, kann das Reifendruck-
Kontrollsystem gestört werden.
Jedes Mal, wenn die Reifen ersetzt
werden, müssen die Sensoren des
Reifendruck-Kontrollsystems demon‐
tiert und gewartet werden. Beim
verschraubten Sensor den Ventilkör‐
per und den Dichtring ersetzen. Beim geclipsten Sensor den kompletten
Ventilschaft ersetzen.
Beladungszustand des
Fahrzeugs
Den Reifendruck gemäß dem Reifen‐
hinweisschild bzw. der Reifendruck‐
tabelle 3 340 an den Beladungszu‐
stand anpassen und im Menü
Reifenbelastung im Driver Informa‐
tion Center die passende Einstellungauswählen 3 123. Diese Einstellung
bildet den Bezugspunkt für die
Reifendruck-Warnungen.
Das Menü Reifenbelastung wird nur
angezeigt, wenn das Fahrzeug steht
und die Parkbremse betätigt ist. Bei
Fahrzeugen mit Automatikgetriebe
muss sich der Wählhebel in Stellung
P befinden.
Die Seite Reifenbelastung unter
Fahrzeug Informationsmenü ? im
Driver Information Center anwählen
3 123 auswählen.
Auswählen:
● Leicht für Komfort-Reifendruck
mit bis zu 3 Insassen.
● Eco für Eco-Reifendruck mit bis
zu 3 Insassen.
● Max bei voller Beladung.
Anpassung der
Reifendrucksensoren
Jeder Reifendrucksensor hat einen
einmaligen Identifizierungscode.
Nach dem Umsetzen der Räder, dem
Austausch des kompletten Radsat‐
zes oder einzelner oder mehrerer
Reifendrucksensoren muss der Iden‐
tifizierungscode an die neue Radpo‐
sition angepasst werden. Die Reifen‐
drucksensor-Anpassung ist auch
nach dem Ersetzen eines Reserve‐
rades durch ein Laufrad mit Reifen‐ drucksensor durchzuführen.
Die Störungsanzeige w und die
Warnmeldung oder der Code sollten
beim nächsten Zündzyklus erlö‐
schen. Die Sensoren werden mit
einem Anlernwerkzeug in dieser
Reifenfolge an die Radpositionen

Fahrzeugwartung305angepasst: linkes Vorderrad, rechtes
Vorderrad, rechtes Hinterrad, linkes
Hinterrad. Der Blinker an der jeweils
aktiven Position leuchtet auf, bis der Sensor neu abgestimmt ist.
Fragen Sie in Ihrer Werkstatt zwecks
Service nach. Die Abstimmung der ersten Radposition dauert zwei Minu‐
ten, die Abstimmung aller vier Radpo‐
sitionen insgesamt fünf Minuten.
Wenn der Vorgang länger dauert,
wird die Abstimmung abgebrochen
und Sie müssen wieder von vorne
beginnen.
Zum Anpassen der Reifendrucksen‐
soren gehören:
1. Die Parkbremse anziehen.
2. Zündung einschalten.
3. Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe den Wählhebel in Stellung
P bringen.
Bei Fahrzeugen mit Schaltge‐
triebe: Leerlauf einlegen.
4. Durch Drücken von MENU am
Blinkerhebel das Fahrzeug Infor‐
mationsmenü ? im Driver Infor‐
mation Center auswählen.5. Blättern Sie mit dem Daumenrad zum Reifendruckmenü.
6. Auf SET/CLR drücken, um den
Sensorabgleich zu starten. Eine
Meldung muss eingeblendet
werden, die eine Bestätigung des
Vorgangs anfordert.
7. Erneut auf SET/CLR drücken, um
die Auswahl zu bestätigen. Zwei
Huptöne zeigen an, dass sich der Empfänger im Anlernmodus
befindet.
8. Mit dem linken Vorderrad begin‐ nen.
9. Das Anlernwerkzeug in der Nähe des Ventilschafts gegen die
Reifenflanke halten. Dann den
Knopf drücken, um den Reifen‐
drucksensor zu aktivieren. Ein
Hupsignalton bestätigt, dass der
Identifizierungscode des Sensors
auf diese Radposition abgestimmt wurde.
10. Zum rechten Vorderrad gehen und den Vorgang in Schritt 9wiederholen.
11. Zum rechten Hinterrad gehen und
den Vorgang in Schritt 9 wieder‐
holen.
12. Zum linken Hinterrad gehen und den Vorgang in Schritt 9 wieder‐
holen. Zwei Huptöne zeigen an,
dass der Identifizierungscode mit
dem linken Hinterreifen abge‐
stimmt und die Abstimmung der
Reifendrucksensoren abge‐
schlossen wurde.
13. Zündung ausschalten.
14. Alle vier Reifen mit dem empfoh‐ lenen Reifendruck gemäß Aufkle‐ber aufpumpen.
15. Sicherstellen, dass der Status der
Beladung dem ausgewähltem
Druck entspricht 3 123.

Kundeninformation343Roemerring 1, 31137 Hildesheim,
Germany
Betriebsfrequenz: nicht zutreffend
Maximalleistung: nicht zutreffend
OnStar-Modul
LG Electronics
European Shared Service center
B.V., Krijgsman 1, 1186 DM Amstel‐
veen, The NetherlandsBetriebsfrequenz
(MHz)Maximalleistung
(dBm)2402 - 248042412 - 246218880 - 915331710 - 1785241850 - 1910241920 - 1980242500 - 257023
Frontradarmodul
Delphi Deutschland GmbH
Delphiplatz 1, 42119 Wuppertal,
Germany
Betriebsfrequenz: 76-77 GHz
Maximalleistung: 55 EIRP dBm
Wegfahrsperre
Continental Automotive GmbH
Siemensstrasse 12, 93055 Regens‐
burg, Germany
Betriebsfrequenz: 125 kHz
Maximalleistung:
5,1 dBuA/m bei 10 m
Funkfernbedienungsempfänger
Continental Automotive GmbH
Siemensstrasse 12, 93055 Regens‐
burg, Germany
Betriebsfrequenz: k.A.
Maximalleistung: nicht zutreffend
Funkfernbedienungssender
Continental Automotive GmbH
Siemensstrasse 12, 93055 Regens‐
burg, Germany
Betriebsfrequenz: 433,92 MHz
Maximalleistung: -5,7 dBm
Reifendrucksensoren
Schrader Electronics Ltd.11 Technology Park, Belfast Road,
Antrim BT41 1QS, Northern Ireland,
United Kingdom
Betriebsfrequenz: 433,92 MHz
Maximalleistung: 10 dBm
Fernsteuerungsempfänger
Standheizung
Webasto Thermo & Comfort SE
Friedrichshafener Str. 9, 82205
Gilching, Germany
Betriebsfrequenz: nicht zutreffend
Maximalleistung: nicht zutreffend
Fernsteuerungssender
Standheizung
Webasto Thermo & Comfort SE
Friedrichshafener Str. 9, 82205
Gilching, Germany
Betriebsfrequenz: 869 MHz
Maximalleistung: 14 dBm
Radarsysteme
Länderspezifische Konformitätser‐
klärungen für Radarsysteme finden
Sie auf der folgenden Seite:

350KundeninformationAufzeichnung und
Datenschutz der
Fahrzeugdaten
Ereignisdatenschreiber
In Ihrem Fahrzeug sind elektronische
Steuergeräte verbaut. Steuergeräte
verarbeiten Daten, die sie zum
Beispiel von Fahrzeug-Sensoren
empfangen, selbst generieren oder
untereinander austauschen. Einige
Steuergeräte sind für das sichere
Funktionieren Ihres Fahrzeugs erfor‐
derlich, weitere unterstützen Sie beim Fahren (Fahrerassistenzsysteme),
andere ermöglichen Komfort- oder
Infotainment-Funktionen.
Personenbezug Jedes Fahrzeug ist mit einer eindeu‐
tigen Fahrgestellnummer gekenn‐
zeichnet. Diese Fahrzeugidentifizie‐
rungsnummer ist in Deutschland über
eine Auskunft beim Kraftfahrtbundes‐ amt auf den gegenwärtigen und
ehemalige Halter des Fahrzeugs
rückführbar. Es gibt auch weitere
Möglichkeiten, aus dem Fahrzeugerhobene Daten auf den Halter oder
Fahrer zurückzuführen, z. B. über das Kfz-Kennzeichen.
Die von Steuergeräten generierten
oder verarbeiteten Daten können
daher personenbezogen sein oder
unter bestimmten Voraussetzungen
personenbezogen werden. Je nach‐
dem, welche Fahrzeugdaten vorlie‐
gen, sind gegebenenfalls Rück‐
schlüsse z. B. auf Ihr Fahrverhalten,
Ihren Standort oder Ihre Fahrtroute bzw. auf das Nutzungsverhalten (z.B.
Nutzung des Sitzgurtes, gewählte
Sitzeinstellung) möglich.
Ihre Rechte im Hinblick auf den
Datenschutz
Gemäß geltendem Datenschutzrecht
haben Sie bestimmte Rechte gegen‐ über solchen Unternehmen, die Ihre
personenbezogenen Daten verarbei‐
ten. Ihnen steht daher ein unentgelt‐
licher Auskunftsanspruch gegenüber
dem Hersteller oder auch Dritten
(z. B. beauftragte Pannendienste
oder Werkstätten, Anbieter vonOnline-Diensten im Fahrzeug) zu,
sofern diese personenbezogene Daten von Ihnen gespeichert haben.
Weitere Informationen zu Ihren
gesetzlichen Rechten gegenüber
dem Hersteller (beispielweise Ihr
Recht auf Löschung) finden Sie in den jeweils anwendbaren Daten‐
schutzhinweisen auf der Web-Site
des Herstellers (inklusive Kontaktda‐
ten des Herstellers und seines Daten‐
schutzbeauftragten). Daten, die nur
lokal im Fahrzeug gespeichert sind,
können Sie mit fachkundiger Unter‐
stützung z.B. in einer Werkstatt
gegen ein Entgelt über den OBD-
Anschluss auslesen lassen.

Kundeninformation351Gesetzliche Anforderungen zur
Offenlegung von Daten
Hersteller sind grundsätzlich dazu
verpflichtet, auf Anfragen von staatli‐
chen Stellen unter Einhaltung gesetz‐
licher Vorschriften beim Hersteller
gespeicherte Daten im Einzelfall
herauszugeben (z. B. bei der Aufklä‐ rung einer Straftat). Staatliche Stellen
sind im Rahmen des geltenden
Rechts auch dazu befugt, selbst Daten aus Fahrzeugen auszulesen.Z.B. können aus dem Airbag-Steuer‐
gerät im Falle eines Unfalls Informa‐
tionen ausgelesen werden, die helfen können, diesen aufzuklären.
Betriebsdaten im Fahrzeug
Zum Betrieb des Fahrzeuges verar‐
beiten Steuergeräte Daten.
Dazu gehören zum Beispiel: ● Fahrzeugstatus-Informationen (z. B. Radumdrehungszahl,
Geschwindigkeit, Bewegungs‐verzögerung, Querbeschleuni‐
gung, Anzeige geschlossener
Sicherheitsgurte),
● Umgebungszustände (z. B. Temperatur, Regensensor,
Abstandssensor).
Der Großteil dieser Daten ist flüchtig und wird nicht über die Betriebszeit
hinaus und nur im Fahrzeug selbst
verarbeitet.
Viele Steuergeräte enthalten zudem
Datenspeicher (unter anderem auch
der Fahrzeugschlüssel). Diese
werden eingesetzt, um Informationen
über Fahrzeugzustand, Bauteilbean‐
spruchung, Wartungsbedarfe sowie
technische Ereignisse und Fehler
temporär oder dauerhaft dokumentie‐
ren zu können.
Gespeichert werden beispielsweise: ● Betriebszustände von System‐ komponenten (z. B. Füllstände,
Reifendruck, Batteriestatus),
● Ladezustand der Hochvoltbatte‐ rie, geschätzte Reichweite (bei
Elektrofahrzeugen),● Störungen und Defekte in wichti‐ gen Systemkomponenten (z. B.
Licht, Bremsen),
● Reaktionen der Systeme in speziellen Fahrsituationen (z. B.
Auslösen eines Airbags, Einset‐ zen der Stabilitätsregelungssys‐
teme),
● Informationen zu fahrzeugschä‐ digenden Ereignissen.
In besonderen Fällen (z. B. wenn das Fahrzeug eine Fehlfunktion erkannt
hat) kann es erforderlich sein, Daten
zu speichern, die eigentlich nur flüch‐
tig wären.
Wenn Sie Serviceleistungen in
Anspruch nehmen, können, wenn
nötig, die gespeicherten Betriebsda‐
ten zusammen mit der Fahrzeugiden‐ tifikationsnummer ausgelesen und
genutzt werden. Das Auslesen kann durch Mitarbeiter des Servicenetzes
(z. B. Werkstätten, Hersteller) oder
Dritte (z. B. Pannendienste) aus dem
Fahrzeug erfolgen. Serviceleistun‐
gen sind z.B. Reparaturleistungen,
Wartungsprozesse, Garantiefälle und Qualitätssicherungsmaßnahmen.