12Sicher fahren
Der Beifahrerairbag kann im Ausnahmefall ⇒ Seite 25 abgeschaltet wer-
den.
Einstellung des Beifahrersitzes ⇒ Seite 139.
ACHTUNG
● Eine falsche Sitzposition des Beifahrers kann zu schweren Verletzun-
gen führen.
● Stellen Sie den Beifahrersitz so ein, dass mindestens 25 cm Platz
zwischen Ihrem Brustkorb und der Instrumententafel ist. Beträgt der Ab-
stand weniger als 25 cm, kann Sie das Airbag-System nicht richtig schüt-
zen.
● Wenn Sie wegen körperlicher Gegebenheiten einen Mindestabstand
von 25 cm nicht einhalten können, setzen Sie sich mit einem Fachbetrieb
in Verbindung. Dort berät man Sie über möglicherweise erforderliche Än-
derungen.
● Halten Sie die Füße während der Fahrt immer im Fußraum – legen Sie
die Füße niemals auf die Instrumententafel, aus dem Fenster heraus oder
auf die Sitzflächen! Durch eine falsche Sitzposition setzen Sie sich im
Falle eines Bremsmanövers oder Unfalles einem erhöhten Verletzungsri-
siko aus. Bei einer Airbagauslösung können Sie sich durch eine falsche
Sitzposition lebensgefährliche Verletzungen zuziehen.
● Um die Verletzungsgefahr für den Beifahrer beim plötzlichen Brems-
manöver oder Unfall zu reduzieren, fahren Sie niemals mit stark nach hin-
ten geneigter Rückenlehne! Die optimale Schutzwirkung des Airbag-Sys-
tems und der Sicherheitsgurte wird nur erreicht, wenn sich die Rücken-
lehne in einer aufrechten Position befindet und der Beifahrer den Sicher-
heitsgurt richtig angelegt hat. Je weiter die Sitzlehne nach hinten ge-
neigt ist, desto größer ist das Verletzungsrisiko durch einen falschen
Gurtbandverlauf und eine falsche Sitzposition.
● Die Kopfstützen müssen richtig eingestellt sein, damit die optimale
Schutzwirkung erzielt wird.
Richtige Sitzposition der Insassen auf den Rücksitzen
Mitfahrer auf den Rücksitzen müssen aufrecht sitzen, die Fü-
ße im Fußraum halten, richtig angegurtet sein, und ihre
Kopfstützen müssen in Gebrauchsstellung stehen.
Um die Verletzungsgefahr im Falle eines plötzlichen Bremsmanö-
vers oder eines Unfalles zu verringern, müssen die Mitfahrer auf
der Rücksitzbank Folgendes beachten:
– Stellen Sie die Kopfstütze auf die richtige Position ein
⇒ Seite 14.
– Lassen Sie beide Füße im Fußraum vor dem Rücksitz.
– Legen Sie stets den Sicherheitsgurt vor Fahrtantritt richtig an
⇒ Seite 18.
– Benutzen Sie ein geeignetes Kinderrückhaltesystem, wenn Sie
Kinder im Fahrzeug mitnehmen ⇒ Seite 48.
ACHTUNG
● Eine falsche Sitzposition der Mitfahrer auf der Rücksitzbank kann zu
schweren Verletzungen führen.
● Die Kopfstützen müssen richtig eingestellt sein, damit die optimale
Schutzwirkung erzielt wird.
● Die optimale Schutzwirkung der Sicherheitsgurte wird nur erreicht,
wenn die Rückenlehne in einer aufrechten Position steht und die Mitfah-
rer die Sicherheitsgurte richtig angelegt haben. Sitzen die Mitfahrer auf
der Rücksitzbank nicht in einer aufrechten Position, erhöht sich die Ver-
letzungsgefahr durch einen falschen Gurtbandverlauf.
21
Sicherheitsgurte
Fahrzeuginsassen, die ihre Sicherheitsgurte nicht angelegt haben, sind also
nicht mit ihrem Fahrzeug „verbunden“. Bei einem Frontalunfall werden sich
diese Personen folglich mit der gleichen Geschwindigkeit weiterbewegen,
mit der sich das Fahrzeug vor dem Aufprall bewegt hat! Dieses Beispiel gilt
nicht nur für Frontalunfälle, sondern für alle Arten von Unfällen und Kollisio-
nen.
Was geschieht mit nicht angegurteten Insassen?
Viele Menschen glauben, dass man seinen Körper bei einem
leichten Unfall mit den Händen abstützen kann. Das ist
falsch!
Abb. 9 Der nicht ange-
gurtete Fahrer wird nach
vorne geschleudert.
Abb. 10 Der nicht ange-
gurtete Mitfahrer auf dem
Rücksitz wird nach vorne
auf den angegurteten
Fahrer geschleudert.
Schon bei geringen Aufprallgeschwindigkeiten werden am Körper Kräfte
wirksam, die nicht mehr mit den Händen kompensiert werden können. Bei
einem Frontalunfall werden nicht angegurtete Insassen nach vorn geschleu-
dert und schlagen unkontrolliert auf Teile im Fahrzeuginnenraum, wie
z. B. Lenkrad, Instrumententafel, Frontscheibe, auf ⇒ Abb. 9.
Das Airbag-System ist kein Ersatz für den Sicherheitsgurt. Ausgelöste Air-
bags bieten nur einen zusätzlichen Schutz. Alle Insassen (einschließlich des
Fahrers) müssen den Sicherheitsgurt angelegt haben und ihn während der
Fahrt richtig tragen. Dadurch wird die Gefahr von schweren Verletzungen im
Fall eines Unfalles verringert – unabhängig davon, ob ein Airbag für den
Sitzplatz vorhanden ist.
Beachten Sie, dass die Airbags nur einmal auslösen. Um die bestmögliche
Schutzwirkung zu erreichen, müssen die Sicherheitsgurte immer richtig an-
gelegt sein, damit Sie auch bei Unfällen ohne Airbagauslösung geschützt
sind.
Auch für Insassen auf den Rücksitzen ist es wichtig, sich richtig anzugurten,
da sie sonst bei einem Unfall unkontrolliert durch das Fahrzeug geschleu-
dert werden. Ein nicht angegurteter Mitfahrer auf dem Rücksitz gefährdet al-
so nicht nur sich, sondern auch den vorne sitzenden Fahrer und/oder Bei-
fahrer ⇒ Abb. 10.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
30Airbag-System
Airbag-System
Grundsätzliches
Warum den Sicherheitsgurt tragen und die richtige
Sitzposition einnehmen?
Damit die auslösenden Airbags die beste Schutzwirkung er-
zielen können, muss der Sicherheitsgurt immer richtig ge-
tragen und die richtige Sitzposition eingenommen werden. Bevor Sie losfahren, beachten Sie zu Ihrer Sicherheit und zur Si-
cherheit der Insassen Folgendes:
– Tragen Sie den Sicherheitsgurt immer richtig ⇒ Seite 18.
– Stellen Sie den Fahrersitz und das Lenkrad richtig ein ⇒ Sei-
te 10.
– Stellen Sie den Beifahrersitz richtig ein ⇒ Seite 11.
– Stellen Sie die Kopfstütze richtig ein ⇒ Seite 13.
– Benutzen Sie das richtige Kinderrückhaltesystem, um Kinder in
Ihrem Fahrzeug zu schützen ⇒ Seite 48.
Das Entfalten des Airbags erfolgt in Sekundenbruchteilen und mit hoher Ge-
schwindigkeit. Haben Sie in diesem Augenblick eine falsche Sitzposition
eingenommen, können Sie sich lebensgefährliche Verletzungen zuziehen.
Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass alle Insassen eine richtige Sitz-
position während der Fahrt beibehalten.
Starkes Bremsen kurz vor einem Unfall kann bewirken, dass ein nicht ange-
gurteter Insasse nach vorne in den Bereich des auslösenden Airbags ge- schleudert wird. In diesem Fall kann sich der Insasse durch den auslösen-
den Airbag lebensgefährliche oder tödliche Verletzungen zuziehen. Dies gilt
ganz besonders für Kinder.
Halten Sie immer den größtmöglichen Abstand zwischen Ihnen und dem
Frontairbag ein. Dadurch können sich die Frontairbags im Falle einer Auslö-
sung vollständig entfalten und somit eine maximale Schutzwirkung bieten.
Die wichtigsten Faktoren für das Auslösen der Airbags sind die Art des Un-
falls, der Aufprallwinkel und die Fahrzeuggeschwindigkeit.
Entscheidend für die Auslösung der Airbags ist der bei der Kollision auftre-
tende und vom Steuergerät erfasste Verzögerungsverlauf. Bleibt die wäh-
rend der Kollision aufgetretene und gemessene Fahrzeugverzögerung unter-
halb der im Steuergerät vorgegebenen Referenzwerte, werden die Front-,
Seiten- und/oder Kopfairbags nicht ausgelöst. Berücksichtigen Sie bitte,
dass sichtbare noch so schwere Beschädigungen am Unfallfahrzeug kein
zwingender Hinweis darauf sind, dass sich die Airbags ausgelöst haben
müssten.
ACHTUNG
● Das falsche Tragen der Sicherheitsgurte sowie jede falsche Sitzpositi-
on kann zu lebensgefährlichen oder tödlichen Verletzungen führen.
● Alle Insassen - auch Kinder -, die nicht richtig angegurtet sind, kön-
nen sich lebensgefährlich oder tödlich verletzen, wenn der Airbag aus-
löst. Transportieren Sie Kinder im Alter bis 12 Jahre stets auf dem Rück-
sitz. Nehmen Sie niemals Kinder im Fahrzeug mit, wenn diese ungesi-
chert oder nicht ihrem Gewicht entsprechend gesichert sind.
31
Airbag-System
ACHTUNG (Fortsetzung)
● Wenn Sie nicht angegurtet sind, sich seitwärts oder nach vorne leh-
nen oder eine falsche Sitzposition einnehmen, so erhöht sich die Verlet-
zungsgefahr erheblich. Diese erhöhte Verletzungsgefahr steigert sich
noch, wenn Sie in solch einem Fall vom auslösenden Airbag getroffen
werden.
● Um das Verletzungsrisiko durch einen auslösenden Airbag zu reduzie-
ren, tragen Sie den Sicherheitsgurt immer richtig ⇒ Seite 18.
● Stellen Sie die Vordersitze immer richtig ein.
Die Gefährlichkeit eines Kindersitzes auf dem Beifahrersitz
Rückwärts zur Fahrtrichtung gerichtete Kindersitze dürfen
bei aktiviertem Beifahrerairbag niemals auf dem Beifahrer-
sitz benutzt werden. Der aktive Frontairbag auf der Beifahrerseite stellt für ein Kind eine sehr gro-
ße Gefahr dar. Lebensgefährlich ist der Beifahrersitzplatz für ein Kind, wenn
Sie das Kind in einem rückwärts zur Fahrtrichtung gerichteten Kindersitz
transportieren. Transportieren Sie Kinder im Alter bis 12 Jahre stets auf dem
Rücksitz.
Ist ein rückwärtsgerichteter Kindersitz auf dem Beifahrersitz montiert, kann
der Kindersitz vom auslösenden Beifahrerairbag mit einer so großen Wucht
getroffen werden, dass lebensgefährliche oder tödliche Verletzungen die
Folge sein können.
Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen dringend, Kinder auf den Rücksit-
zen zu transportieren. Dies ist für Kinder der sicherste Platz im Fahrzeug. Al-
ternativ kann der Beifahrerairbag mit dem Schlüsselschalter deaktiviert wer-
den ⇒ Seite 46. Benutzen Sie für den Transport des Kindes einen für das
Alter und die Größe geeigneten Kindersitz ⇒ Seite 48.Bei Modellausführungen ohne Schlüsselschalter müssen Sie für die Ab-
schaltung des Airbags eine Fachwerkstatt aufsuchen.
ACHTUNG
● Wenn auf dem Beifahrersitz ein Kindersitz montiert wird, erhöht sich
im Falle eines Unfalles für das Kind das Risiko lebensgefährlicher oder
tödlicher Verletzungen.
● Installieren Sie niemals einen rückwärts gerichteten Kindersitz auf
dem Beifahrersitz, wenn der Beifahrerairbag aktiviert ist. Das Kind kann
sich lebensgefährlich oder tödlich verletzen, wenn der Beifahrerairbag
auslöst.
● Ein auslösender Beifahrerairbag kann den rückwärtsgerichteten Kin-
dersitz treffen und diesen mit voller Wucht gegen die Tür, den Dachhim-
mel oder die Rückenlehne katapultieren.
● Sollte es in Ausnahmefällen notwendig sein, ein Kind in einem rück-
wärtsgerichteten Kindersitz auf dem Beifahrersitz zu transportieren, be-
achten Sie unbedingt folgende Sicherheitsmaßnahmen:
–Schalten Sie den Beifahrerairbag ab ⇒ Seite 46, Airbags abschal-
ten.
– Der Kindersitz muss vom Kindersitzhersteller für den Gebrauch auf
dem Beifahrersitz mit Front- bzw. Seitenairbag freigegeben sein.
– Folgen Sie den Montageanweisungen des Kindersitzherstellers
und beachten Sie unbedingt die Warnhinweise in ⇒ Seite 48, Si-
cherheit von Kindern.
– Bevor Sie den Kindersitz richtig montieren, schieben Sie den Bei-
fahrersitz ganz nach hinten, damit der größtmögliche Abstand zum
Frontairbag hergestellt ist.
– Stellen Sie sicher, dass keine Gegenstände den Beifahrersitz daran
hindern, ganz nach hinten geschoben zu werden.
– Die Rückenlehne des Beifahrersitzes muss sich in einer aufrechten
Position befinden.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
32Airbag-System
Kontrollleuchte für Airbag- und Gurtstraffer-System
Die Kontrollleuchte überwacht das Airbag- und Gurtstraffer-
System.
Die Kontrollleuchte überwacht alle im Fahrzeug eingebauten Airbags und
Gurtstraffer einschließlich Steuergeräte und Kabelverbindungen.
Überwachung des Airbag- und Gurtstraffer-Systems
Die Funktionsbereitschaft des Airbag- und Gurtstraffer-Systems wird dau-
ernd elektronisch überwacht. Nach jedem Einschalten der Zündung leuchtet
die Kontrollleuchte auf, bis Sie den Sicherheitsgurt angelegt haben.
Das System muss überprüft werden, wenn die Kontrollleuchte :
● beim Einschalten der Zündung nicht aufleuchtet;
● nach dem Einschalten der Zündung erlischt und wieder aufleuchtet;
● während der Fahrt aufleuchtet oder blinkt.
Im Falle einer Störung leuchtet die Kontrollleuchte dauerhaft. Lassen Sie
das System umgehend von einem Fachbetrieb überprüfen.
Bei Abschaltung einer der Airbags durch eine Fachwerkstatt blinkt die Kon-
trollleuchte nach Durchführung der Prüfung einige Sekunden länger auf und
erlischt dann, wenn keine Störung vorliegt.
ACHTUNG
● Liegt eine Störung vor, kann das Airbag- und Gurtstraffer-System sei-
ne Schutzfunktion nicht richtig erfüllen.
● Wenn eine Störung vorliegt, sollte das System umgehend von einem
Fachbetrieb überprüft werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Air-
bags und auch die Gurtstraffer bei einem Unfall nicht aktiviert bzw. nicht
einwandfrei ausgelöst werden.
Reparatur, Pflege und Entsorgung der Airbags
Teile des Airbag-Systems sind an verschiedenen Stellen in Ihrem Fahrzeug
eingebaut. Bei allen Arbeiten am Airbag-System sowie dem Aus- und Einbau
von Systemteilen wegen anderer Reparaturarbeiten können Teile des Air-
bag-Systems beschädigt werden. Dies kann zur Folge haben, dass die Air-
bags im Falle eines Unfalles nicht richtig oder gar nicht auslösen.
Bei Verschrottung des Fahrzeugs oder von Einzelteilen des Airbag-Systems
sind unbedingt die dafür geltenden Sicherheitsvorschriften zu beachten.
Die Fachbetriebe und die Altfahrzeug-Entsorgungsbetriebe kennen diese Si-
cherheitsvorschriften.
ACHTUNG
● Eine unsachgemäße Behandlung und selbst durchgeführte Reparatu-
ren erhöhen das Risiko von schweren oder tödlichen Verletzungen, weil
dadurch die Airbags nicht oder unerwartet auslösen können.
● Die Polsterplatte des Lenkrades und die geschäumte Oberfläche des
Airbagmoduls in der Instrumententafel auf der Beifahrerseite dürfen we-
der beklebt noch überzogen oder anderweitig bearbeitet werden.
● Es dürfen keine Gegenstände, wie z.B. Getränkehalter, Telefonhalte-
rungen, auf den Abdeckungen der Airbagmodule befestigt werden.
● Zum Reinigen des Lenkrades oder der Instrumententafel verwenden
Sie einen trockenen oder mit Wasser angefeuchteten Lappen. Reinigen
Sie niemals die Instrumententafel und die Oberfläche der Airbagmodule
mit lösemittelhaltigen Reinigern. Durch lösemittelhaltige Reiniger wird
die Oberfläche porös. Bei einer Airbagauslösung kann es zu erheblichen
Verletzungen durch sich lösende Kunststoffteile kommen.
● Führen Sie niemals Reparaturen, Einstellungen sowie Ein- und Aus-
bauarbeiten von Teilen des Airbag-Systems durch.
37
Airbag-System
Sicherheitshinweise zum Frontairbag-System
Der richtige Umgang mit dem Airbag-System reduziert bei
vielen Unfallarten erheblich die Verletzungsgefahr!
ACHTUNG
● Für den Fahrer und Beifahrer ist es wichtig, einen Abstand von min-
destens 25 cm zum Lenkrad bzw. zur Instrumententafel einzuhalten.
Wenn Sie den Mindestabstand nicht einhalten, kann Sie das Airbag-Sys-
tem nicht schützen – Lebensgefahr! Außerdem müssen die Vordersitze
und die Kopfstützen immer der Körpergröße entsprechend richtig einge-
stellt sein.
● Wenn Sie nicht angegurtet sind, sich seitwärts oder nach vorne leh-
nen oder eine falsche Sitzposition einnehmen, so erhöht sich die Verlet-
zungsgefahr erheblich. Diese erhöhte Verletzungsgefahr steigert sich
noch, wenn Sie in solch einem Fall vom auslösenden Airbag getroffen
werden.
● Kinder dürfen niemals ungesichert auf dem Vordersitz des Fahrzeugs
mitgenommen werden. Wenn das Airbag-System im Falle eines Unfalles
auslöst, können Kinder durch den sich entfaltenden Airbag schwer ver-
letzt oder getötet werden ⇒ Seite 48, Sicherheit von Kindern.
● Zwischen Insassen der Vordersitze und dem Wirkungsbereich des Air-
bags dürfen sich keine weiteren Personen, Tiere oder Gegenstände befin-
den.
● Die Airbags schützen Sie nur bei einem Unfall und müssen nach einer
Auslösung ersetzt werden.
● Auch dürfen keine Gegenstände, wie z.B. Getränkehalter, Telefonhal-
terungen, auf den Abdeckungen der Airbagmodule befestigt werden.
● An den Teilen des Airbag-Systems dürfen keinerlei Veränderungen
vorgenommen werden.
Knieairbag*
Beschreibung des Knieairbags
Das Knieairbag-System bietet den korrekt gesicherten Insas-
sen auf den Vordersitzen zusätzlichen Schutz.
Abb. 22 Fahrer-Knieair-
bag
Der Fahrer-Knieairbag befindet sich an der Instrumententafel unterhalb des
Lenkrads ⇒ Abb. 22.
Ergänzend zum Sicherheitsgurt dient der Knieairbag zum Schutz der Knie
und der Ober- und Unterschenkel des Fahrers.
Wenn bei einem schweren Frontalaufprall die Frontairbags ausgelöst wer-
den, wird gleichzeitig auch der Knieairbag ausgelöst ⇒ Seite 35.
Außer ihrer angedachten Sicherheitsfunktion tragen die Sicherheitsgurte
bei einem Frontalaufprall auch dazu bei, dass der Fahrer auf seinem Platz
zurückgehalten und die Airbags damit ihre Schutzaufgabe erfüllen können.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
39
Airbag-System
Wenn bei einem schweren Frontalaufprall der Frontairbag ausgelöst wird,
wird gleichzeitig auch der Knieairbag ausgelöst.
Bei Auslösung des Systems wird der Airbag mit einem Treibgas gefüllt und
zwischen der Unterseite der Instrumententafel und dem Fahrer aufgeblasen
⇒ Abb. 23.
Auch wenn es sich nicht um ein weiches Kissen handelt, dämpfen sie den-
noch die Heftigkeit des Aufpralls ab und verringern damit die Verletzungs-
gefahr an den unteren Gliedmaßen.
Dies alles geschieht sehr plötzlich, so schnell, dass viele nicht einmal mer-
ken, dass die Airbags ausgelöst wurden. Außerdem werden sie mit hoher
Kraft aufgeblasen, weshalb es für die Sicherheit der Insassen von Bedeu-
tung ist, dass sich bei einer Auslösung nichts dazwischen befindet.
Vollständig aufgeblasene Airbags und richtig angelegte Sicherheitsgurte
verringern und begrenzen die Bewegungsfreiheit nach vorne und damit die
Verletzungsgefahr.
Wichtige Sicherheitshinweise zum Knieairbag-System
Die Airbags sind nur ein zusätzliches Sicherheitssystem
Legen Sie immer den Sicherheitsgurt richtig an und nehmen Sie eine geeig-
nete Sitzhaltung ein. Sie und Ihre Mitfahrer müssen viele Informationen
kennen und diese umsetzen, damit die Sicherheitsgurte und die Airbags
den richtigen zusätzlichen Schutz bieten.
ACHTUNG
Ein Knieairbag kann beim Aufblasen schwere Verletzungen verursachen.
Wenn die Sicherheitsgurte nicht richtig angelegt sind und die Sitzhal-
tung ungeeignet ist, besteht bei der Benutzung des Fahrzeugs ein erhöh-
tes Risiko für schwere Verletzungen - sogar mit Todesfolge.
● Das Airbag-System kann Sie nicht richtig schützen, wenn Sie zu nahe
an der Einbaustelle eines der Airbags sitzen. Bei der Einstellung der Sitz-
positionen müssen Oberkörper und Knie des Fahrers die folgenden mini-
malen Sicherheitsabstände einhalten:
–25 cm zwischen Oberkörper und Lenkrad/Instrumententafel.
– 10 cm zwischen den Knien und der Unterseite der Instrumententa-
fel.
● Wenn Sie sich nach vorne oder zur Seite neigen, wenn der Sitz falsch
eingestellt ist und der Sicherheitsgurt nicht angelegt ist, besteht erhöhte
Verletzungsgefahr. Dieses Risiko wird dann durch den auslösenden Air-
bag noch erhöht.
● Achten Sie immer darauf, dass sich der Knieairbag unbehindert ent-
falten kann. Gegenstände zwischen Ihnen und dem Airbag können die
Verletzungsgefahr bei einem Unfall erhöhen, wenn sie sich in der Entfal-
tungsrichtung des Airbags befinden oder bei Auslösung des Airbags in
Ihre Richtung geschleudert werden.
–Im Fußraum des Fahrers dürfen sich keine Gegenstände befinden.
Großvolumige Gegenstände wie z.B. Einkaufstaschen können die kor-
rekte Entfaltung des Airbags erschweren bzw. verhindern. Kleinere
Gegenstände können bei Auslösung des Airbags ins Fahrzeuginnere
geschleudert werden und Sie oder andere Insassen verletzen.
● Achten Sie darauf, dass der Bereich der Instrumententafel, wo sich
der Airbag befindet, keine Risse, tiefe Kratzer oder sonstigen Beschädi-
gungen aufweist.
● Wenn Kinder nicht richtig sitzen, sind sie bei einem Unfall einer er-
höhten Verletzungsgefahr ausgesetzt ⇒ Seite 48.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
44Airbag-System
Funktion der Kopfairbags
Das Verletzungsrisiko für Kopf und Oberkörper wird bei Sei-
tenkollisionen durch aufgeblasene Airbags verringert.
Abb. 27 Aufgeblasene
Kopfairbags
Bei einigen Seitenkollisionen wird der Kopfairbag an der Unfallseite des
Fahrzeugs ausgelöst ⇒ Abb. 27.
Bei besonderen Unfallsituationen können sowohl die Frontairbags wie auch
die Seiten- und Kopfairbags zusammen ausgelöst werden.
Wird das System aktiviert, füllt sich der Luftsack mit Treibgas. Dabei über-
deckt der Kopfairbag die Seitenscheiben und Türpfosten.
Das Entfalten des Airbags erfolgt in Sekundenbruchteilen und mit hoher Ge-
schwindigkeit, um bei einem Unfall den zusätzlichen Schutz bieten zu kön-
nen. Beim Entfalten des Airbags kann feiner Staub entstehen. Das ist nor-
mal und lässt nicht auf einen Brand im Fahrzeug schließen.
Beim Eintauchen in den voll entfalteten Luftsack wird die Bewegung der In-
sassen gedämpft und das Verletzungsrisiko für Kopf und Oberkörper redu-
ziert. Die besondere Konstruktion des Luftsacks erlaubt das kontrollierte Entwei-
chen des Gases, sobald der Insasse Druck auf den Luftsack ausübt. Somit
werden der Kopf und Brustbereich beim Eintauchen in den Airbag ge-
schützt.
Sicherheitshinweise zum Umgang mit dem Kopfairbag-
System
Der richtige Umgang mit dem Airbag-System kann bei vielen
Unfallarten die Verletzungsgefahr erheblich reduzieren!
ACHTUNG
● Damit die Kopfairbags ihre volle Schutzwirkung entfalten können,
muss die durch die Sicherheitsgurte vorgegebene Sitzposition während
der Fahrt immer beibehalten werden.
● Aus Sicherheitsgründen muss bei Fahrzeugen, in denen eine Innen-
raum-Trennscheibe eingebaut wird, der Kopfairbag abgeschaltet werden.
Wenden Sie sich zur Ausführung dieser Abschaltung an Ihren Fachbe-
trieb.
● Zwischen den Insassen auf den Rücksitzen und dem Austrittsbereich
der Kopfairbags dürfen sich keine weiteren Personen, Tiere oder Gegen-
stände befinden, damit sich der Kopfairbag ungehindert entfalten und
seine maximale Schutzfunktion ausüben kann. Deshalb dürfen an den
Seitenscheiben keinesfalls Sonnenrollos angebaut werden, die nicht aus-
drücklich für die Verwendung in Ihrem Fahrzeug freigegeben sind
⇒ Seite 233, Zubehör, Teileersatz und Änderungen.
● An den Kleiderhaken im Fahrzeug darf nur leichte Bekleidung aufge-
hängt werden. In den Taschen der Kleidungsstücke dürfen sich keine
schweren und scharfkantigen Gegenstände befinden. Außerdem dürfen
Sie zum Aufhängen der Kleidung keine Kleiderbügel verwenden.