120Sitzen und Verstauen
Hinweis
● Neigen Sie die Rückenlehne der Sitze zum Ein- und Ausbau der hinteren
Kopfstützen leicht nach vorne.
● Führen Sie beim erneuten Einsetzen der Kopfstütze die Rohre so weit
wie möglich in die Kopfstützenführungen ein, ohne dabei den Knopf zu drü-
cken.
Vordersitze Vordersitze einstellen
Abb. 71 Bedienelemente
am linken Vordersitz
1
Sitz in Längsrichtung einstellen
– Ziehen Sie den Griff nach oben und verschieben Sie den Sitz
nach vorne oder hinten. –
Lassen Sie den Griff 1
los und schieben Sie den Sitz weiter,
bis die Sitzverriegelung einrastet.
2
Sitzhöhe einstellen
– Bewegen Sie den Hebel (ggf. mehrfach) aus der Grundstellung
nach oben oder unten. Der Sitz wird dabei schrittweise angeho-
ben oder abgesenkt.
3
Neigung der Rückenlehne einstellen
– Entlasten Sie die Lehne und drehen Sie das Handrad.
4
Sitzlehne* vor- und zurückklappen (in Fahrzeugen ohne Easy-
Entry-Funktion)
– Zum vorklappen der Lehne ziehen Sie den Hebel 4
nach oben
und klappen Sie die Lehne nach vorne.
– Zum Zurückklappen der Lehne klappen Sie die Lehne nach hin-
ten.
4
Sitzlehne vor- und zurückklappen (in Fahrzeugen mit Easy-
Entry-Funktion)
– Zum vorklappen der Lehne ziehen Sie den Hebel 4
nach oben
und klappen Sie die Lehne nach vorne. Gleichzeitig können Sie
den Sitz nach vorne verschieben, um den Einstieg in das Fahr-
zeug nach hinten zu erleichtern.
– Zum Zurückklappen der Lehne schieben Sie zuerst den Sitz
ganz nach hinten und klappen Sie die Lehne nach hinten.
Die Easy-Entry-Funktion erleichtert einen bequemen Zugang zu den Rücksit-
zen. Bevor Sie die Lehne wieder zurückklappen, schieben Sie den Sitz am
Sitzpolster in die ursprüngliche Position zurück. Der Sitz rastet ein, sobald
Sie die Sitzlehne zurückklappen.
130Sitzen und Verstauen
Hinweis
● Bei stehendem Motor und eingeschaltetem Zubehör entlädt sich die
Fahrzeugbatterie.
● Beachten Sie vor dem Kauf von Zubehörteilen die Hinweise auf
⇒ Seite 194.
Zusätzlicher Audio-Eingang (AUX)*
Abb. 87 AUX-Anschluss
an der Mittelkonsole
(ausstattungsabhängig)
– Den AUX-Deckel anheben ⇒ Abb. 87.
– Den Stecker vollständig einstecken (siehe Bedienungsanleitung
des Radios). Audio-Eingang AUX/USB*
Abb. 88 AUX/USB*-Ein-
gang (ausstattungsab-
hängig)
Weitere Informationen über die Funktion dieses Geräts erhalten Sie in der
Betriebsanleitung des Radios.
Verbandskasten, Warndreieck und
Feuerlöscher* Verbandskasten, Warndreieck, Feuerlöscher
In einigen Ländern ist die Verwendung des Warndreiecks in Notfällen vorge-
schrieben. Ebenfalls ist in einigen Ländern das Mitführen von einem Ver-
bandskasten und Ersatzlampen Vorschrift.
Der Verbandskasten und der Feuerlöscher können im Gepäckraum mit Klett-
verschluss befestigt werden.
157
Fahren
Fahren mit Automatikgetriebe
Die Vorwärtsgänge werden automatisch hoch- oder herun-
tergeschaltet.
Abb. 106 Automatikge-
triebe
Starten
– Starten Sie den Motor mit dem Wählhebel in der Stellung P oder
N.
Fahren
– Treten Sie das Bremspedal und halten Sie es betätigt.
– Halten Sie die Sperrtaste (Taste links am Wählhebel) gedrückt
und wählen Sie eine der Fahrstufen R bzw. D.
– Lassen Sie den Wählhebel los und warten Sie kurz, bis das Ge-
triebe geschaltet hat (leichter Schaltruck ist spürbar).
– Lassen Sie das Bremspedal los und geben Sie Gas ⇒
.Vorübergehend anhalten
–
Halten Sie das Fahrzeug mit der Fußbremse fest, um es am Zu-
rückrollen am Berg oder am „Kriechen“ zu hindern, z.B an der
Ampel. Der Wählhebel braucht hierbei nicht in die Position P
oder N gestellt zu werden.
– Geben Sie dabei kein Gas.
Parken
– Treten und halten Sie das Bremspedal, bis das Fahrzeug zum
Stillstand gekommen ist ⇒
.
– Ziehen Sie die Handbremse an.
– Halten Sie die Sperrtaste gedrückt, stellen Sie den Wählhebel
auf P und lassen Sie die Sperrtaste los.
Steigungen oder Gefälle befahren
– Drücken Sie den Wählhebel aus der Stellung „D“ nach rechts in
die Tiptronic-Schaltgasse.
– Tippen Sie den Wählhebel nach hinten, um herunter zu schal-
ten.
Anhalten am Berg
– Bremsen Sie das Fahrzeug immer mit dem Bremspedal, damit
es nicht „nach hinten rollen kann“ ⇒
. Versuchen Sie nicht,
das Fahrzeug bei eingelegter Fahrstufe durch Erhöhen der Mo-
tordrehzahl am „Zurückrollen“ zu hindern.
Anfahren am Berg
– Ziehen Sie die Handbremse an.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
158Fahren
–Beschleunigen Sie mit eingelegter Gangstufe leicht und lösen
Sie gleichzeitig die Handbremse.
Je steiler das Gefälle ist, desto kleiner muss der Gang gewählt werden. Da-
durch wird die Bremswirkung des Motors erhöht. Sie befahren z. B. ein sehr
abschüssiges Gefälle im 3. Gang. Wenn die Motorbremswirkung nicht aus-
reicht, wird das Fahrzeug schneller. Damit der Motor nicht überdreht, schal-
tet das Automatikgetriebe automatisch in den nächsthöheren Gang. Verrin-
gern Sie mit dem Bremspedal die Geschwindigkeit und schalten Sie mit der
Tiptronic* dann wieder in den 3. Gang herunter. ⇒
Ihr Fahrzeug ist mit einer automatischen Sperre ausgestattet, die verhin-
dert, dass der Wählhebel aus den Positionen P oder N ohne getretenes
Bremspedal in eine Position für Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt gestellt wer-
den kann.
Der Wählhebel muss sich in der Position P befinden, damit der Zündschlüs-
sel abgezogen werden kann.
Kontrollleuchte „Bremspedal betätigen“
Sobald die Kontrollleuchte am Wählhebel aufleuchtet, ist eine Betätigung
des Bremspedals erforderlich. Dies ist dann erforderlich, wenn der Wählhe-
bel bei einem Automatikgetriebe aus der Stellung P oder N herausgeschal-
tet werden soll. Zusätzlich kann am Kombiinstrument eine Meldung mit In-
formationen oder entsprechenden Hinweisen angezeigt werden.
ACHTUNG
● Der Fahrer darf sein Fahrzeug niemals bei laufendem Motor und mit
eingelegter Fahrstufe verlassen. Wenn Sie bei laufendem Motor Ihr Fahr-
zeug verlassen müssen, ziehen Sie die Parkbremse fest an und legen Sie
mit dem Wählhebel die Parksperre P ein.
● Bei laufendem Motor und eingelegter Fahrstufe (D oder R) ist es erfor-
derlich, das Fahrzeug mit der Fußbremse zu halten, weil auch bei Leer-
laufdrehzahl die Kraftübertragung nicht ganz unterbrochen wird – das
Fahrzeug kriecht.
● Geben Sie niemals Gas, während Sie den Wählhebel schalten - Unfall-
gefahr!
● Schalten Sie den Wählhebel während der Fahrt nie auf R oder P - Un-
fallgefahr!
● Bevor Sie eine steile Strecke hinunterfahren, reduzieren Sie Ihre Ge-
schwindigkeit und schalten Sie in einen niedrigeren Gang.
● Wenn Sie an Steigungen anhalten müssen, bremsen Sie das Fahrzeug
immer mit dem Bremspedal, damit es nicht nach hinten rollen kann.
● Lassen Sie die Bremse nicht schleifen oder treten Sie das Bremspedal
nicht zu oft oder zu lange. Dauerndes Bremsen führt zur Überhitzung der
Bremsen und verringert erheblich die Bremswirkung, erhöht den Brems-
weg oder führt zu einem kompletten Ausfall der Bremsanlage.
● Lassen Sie das Fahrzeug niemals in der Wählhebelstellung N oder D
Berge oder Hügel hinunterrollen, egal ob der Motor läuft oder nicht.
VORSICHT
● Wenn Sie das Fahrzeug an einer Steigung anhalten, versuchen Sie nicht,
das Fahrzeug mit eingelegter Fahrstufe und durch Gas geben am Wegrollen
zu hindern. Dadurch kann das Automatikgetriebe überhitzen und beschä-
digt werden. Ziehen Sie die Handbremse fest an oder treten Sie das Brems-
pedal durch, um ein Wegrollen des Fahrzeugs zu verhindern.
● Wenn Sie das Fahrzeug mit abgestelltem Motor und Wählhebelstellung
in Position N rollen lassen, wird das Automatikgetriebe beschädigt, da es
nicht geschmiert wird.
161
Fahren
● wenn der Frontscheibenwischer eingeschaltet ist, schaltet der Heckwi-
scher ein.
● die Park-Distanz-Kontrolle* schaltet ein.
N - Neutral (Leerlaufstellung)
In dieser Wählhebelstellung ist das Getriebe im Leerlauf; es wird keine Kraft
auf die Räder übertragen und der Bremseffekt des Motors ist nicht verfüg-
bar.
Schalten Sie den Wählhebel bei längerer Fahrt an einem Gefälle nicht auf
die Stellung N - die Motorbremse ist dann nicht in Betrieb und die Bremsan-
lage unterliegt einer hohen Belastung.
Ein Bergabfahren in der Wählhebelstellung N und bei ausgeschaltetem Mo-
tor kann das Automatikgetriebe beschädigen.
D - Dauerstellung für Vorwärtsfahrt
In dieser Stellung wird je nach Motorlast, Ihrem Fahrstil und der Fahrge-
schwindigkeit automatisch in einen höheren bzw. niedrigeren Gang ge-
schaltet. Der Bremseffekt des Motors beim Befahren von Gefällen ist hierbei
minimal. Im Display des Kombiinstruments wird zusätzlich zur Wählhebel-
stellung D auch der jeweils eingelegte Gang angezeigt.
Zum Schalten aus der Stellung N auf D muss bei einer Geschwindigkeit un-
ter 5 km/h bzw. bei stehendem Fahrzeug das Bremspedal betätigt werden.
S - Dauerstellung für Vorwärtsfahrt (Sport-Programm)
In der Wählhebelstellung S schaltet das Automatikgetriebe später in einen
höheren Gang und früher in einen niedrigeren Gang als in der Wählhebel-
stellung D. Damit werden je nach Motorlast, Ihrem individuellen Fahrstil und
der Fahrgeschwindigkeit die Leistungsreserven des Motors genutzt. Die
Bremswirkung beim Befahren von Gefällen ist hierbei minimal. Im Display
des Kombiinstruments wird zusätzlich zur Wählhebelstellung S auch der je-
weils eingelegte Gang angezeigt.
Zum Einlegen der Fahrstufe S müssen Sie die Sperrtaste im Wählhebel drü-
cken.
ACHTUNG
Ein unbeabsichtigtes Bewegen des Fahrzeugs kann zu einem Unfall und
zu schweren Verletzungen führen.
● Der Fahrer darf sein Fahrzeug niemals bei laufendem Motor und mit
eingelegter Fahrstufe verlassen. Wenn Sie bei laufendem Motor Ihr Fahr-
zeug verlassen müssen, ziehen Sie immer die Handbremse fest an und
legen Sie mit dem Wählhebel die Parksperre P ein.
● Bei laufendem Motor und den Wählhebelstellungen D oder R muss
das Fahrzeug mit dem Bremspedal gebremst werden, weil auch im Leer-
lauf die Kraftübertragung nicht ganz unterbrochen ist - der das Fahrzeug
kriecht.
● Geben Sie niemals Gas, während Sie den Wählhebel schalten - Unfall-
gefahr!
● Schalten Sie den Wählhebel während der Fahrt nie auf „R“ oder „P“ -
Unfallgefahr!
● Bevor Sie eine steile Strecke hinunterfahren, reduzieren Sie Ihre Ge-
schwindigkeit und schalten Sie in die Fahrstufe 1.
● Halten Sie das Fahrzeug in jedem Fall mit der Fußbremse fest, wenn
Sie an einer Steigung anhalten. Das Fahrzeug könnte unter Umständen
zurückrollen.
● Lassen Sie die Bremse niemals schleifen oder treten Sie das Brems-
pedal nicht zu oft oder zu lange. Dauerndes Bremsen führt zur Überhit-
zung der Bremsen und verringert erheblich die Bremswirkung, erhöht
den Bremsweg oder führt zu einem kompletten Ausfall der Bremsanlage.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
163
Fahren
Handbremse
Handbremse anziehen
Eine fest angezogene Handbremse verhindert ein unbeab-
sichtigtes Wegrollen des Fahrzeuges.
Abb. 110 Handbremse
zwischen den Vordersit-
zen
Ziehen Sie immer die Handbremse fest an, wenn Sie Ihr Fahrzeug
verlassen oder parken.
Handbremse anziehen
– Ziehen Sie den Hebel der Handbremse fest nach oben
⇒ Abb. 110.
Handbremse lösen
– Ziehen Sie den Hebel etwas nach oben, drücken Sie die Entrie-
gelungstaste in Pfeilrichtung ⇒ Abb. 110 und führen Sie den
Handbremshebel ganz nach unten ⇒
.Die Handbremse sollte stets
fest angezogen werden, damit nicht versehent-
lich mit leicht angezogener Handbremse gefahren wird ⇒
.
Bei angezogener Handbremse und eingeschalteter Zündung leuchtet die
Kontrollleuchte auf. Bei gelöster Handbremse erlischt die Kontrollleuch-
te.
ACHTUNG
● Benutzen Sie niemals die Handbremse zum Abbremsen des fahren-
den Fahrzeugs. Der Bremsweg ist um vieles länger, da nur die hinteren
Räder abgebremst werden. Unfallgefahr!
● Eine nur zum Teil gelöste Handbremse kann zum Überhitzen der hint-
eren Bremsen führen und somit die Funktion der Bremsanlage negativ
beeinflussen - Unfallgefahr! Außerdem führt dies zum vorzeitigen Ver-
schleiß der hinteren Bremsbeläge.
VORSICHT
Immer wenn Sie das Fahrzeug verlassen, sollten Sie die Handbremse fest
anziehen. Legen Sie zusätzlich den 1. Gang ein.
Parken
Beim Parken sollte immer die Handbremse fest angezogen
werden.
Wenn Sie parken, beachten Sie Folgendes:
– Halten Sie das Fahrzeug mit der Fußbremse an.
– Ziehen Sie die Handbremse an.
– Legen Sie den 1. Gang ein.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
167
Fahren
Geschwindigkeitsregelung*
(Geschwindigkeitsregelanlage - GRA) Beschreibung
Die Geschwindigkeitsregelanlage hält konstant eine einge-
stellte Geschwindigkeit ab ca. 30 km/h bis maximal 180 km/
h.
Wenn die gewünschte Geschwindigkeit erreicht und abgespeichert ist, kann
der Fuß vom Gaspedal genommen werden.
ACHTUNG
Die Geschwindigkeitsregelanlage kann gefährlich sein, wenn es nicht
möglich ist, sicher mit konstanter Geschwindigkeit zu fahren.
● Benutzen Sie die Geschwindigkeitsregelanlage nicht bei dichtem Ver-
kehr, kurvenreichen Strecken und ungünstigem Fahrbahnzustand (z.B.
Aquaplaning, Rollsplitt, Glätte, verschneite Straßen) – Unfallgefahr!
● Um ein unbeabsichtigtes Benutzen der Geschwindigkeitsregelanlage
zu verhindern, schalten Sie die Anlage nach Benutzung immer aus.
● Es ist gefährlich, die gespeicherte Geschwindigkeit wieder aufzuneh-
men, wenn die Geschwindigkeit für die gerade bestehenden Straßen-,
Verkehrs- oder Witterungsverhältnisse zu hoch ist – Unfallgefahr!
Hinweis
Bei Fahrten auf abschüssiger Fahrbahn kann die Geschwindigkeitsregelan-
lage die Fahrzeuggeschwindigkeit nicht konstant halten. Durch das Eigen-
gewicht des Fahrzeuges erhöht sich die Geschwindigkeit. Bremsen Sie das
Fahrzeug mit der Fußbremse ab. Geschwindigkeitsregelanlage ein- oder ausschalten
Abb. 111 Blinker- und
Fernlichthebel: Schalter
und Wippe für die Ge-
schwindigkeitsregelanla-
ge
Geschwindigkeitsregelanlage einschalten
– Schieben Sie den Schalter ⇒ Abb. 111 A
nach links auf
ON.
Geschwindigkeitsregelanlage ausschalten
– Schieben Sie entweder den Schalter A
nach rechts auf
OFF
oder schalten Sie bei stehendem Fahrzeug die Zündung aus.
Bei Einschalten der Geschwindigkeitsregelanlage und Speicherung der ge-
wünschten Geschwindigkeit leuchtet die Kontrollleuchte im Kombiinstru-
ment auf. 1)
Bei ausgeschalteter Geschwindigkeitsregelanlage erlöscht das Symbol .
Die Anlage wird ebenfalls vollständig ausgeschaltet, wenn der 1 Gang ein-
gelegt ist.*
1)
Modellabhängig
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten
174Intelligente Technik
Elektronisches Stabilisierungsprogramm
(ESP)*
Allgemeines
Das Elektronische Stabilisierungsprogramm erhöht die
Fahrstabilität.
Durch das Elektronische Stabilisierungsprogramm wird die Rutschgefahr
verringert.
Das Elektronische Stabilisierungsprogramm (ESP) umfasst die Systeme
ABS, EDS und ASR .
Elektronisches Stabilisierungsprogramm (ESP)*
Das ESP verringert die Rutschgefahr, indem es die Räder einzeln bremst.
Durch die Lenkbewegung und die Fahrgeschwindigkeit wird die vom Fahrer
gewünschte Fahrtrichtung bestimmt und fortlaufend mit dem tatsächlichen
Fahrzeugverhalten verglichen. Bei Abweichungen, wie z.B. beginnendes
Schleudern des Fahrzeugs, bremst das ESP das geeignete Rad automatisch
ab.
Durch die Bremswirkung auf das Rad gewinnt das Fahrzeug seine Fahrstabi-
lität zurück. Wenn das Fahrzeug zum Übersteuern neigt (Ausbrechen des
Hecks), greift das System am kurvenäußeren Vorderrad regelnd ein.
ACHTUNG
● Die Gesetze der Physik können auch durch das ESP nicht außer Kraft
gesetzt werden. Dies ist vor allem bei Fahrten auf rutschiger oder nasser
Straße oder beim Fahren mit Anhänger zu beachten.
● Die Fahrweise muss deshalb stets dem Fahrbahnzustand und der Ver-
kehrssituation angepasst werden. Die durch ESP erhöhte Fahrsicherheit
sollte nicht zu riskantem Fahrverhalten verleiten.
VORSICHT
● Um die störungsfreie Funktion des ESP zu gewährleisten, müssen an al-
len vier Rädern identische Reifen montiert sein. Eine unterschiedliche Lauf-
fläche an jedem Reifen kann zur Verringerung der Motorleistung führen.
● Änderungen am Fahrzeug (z.B. am Motor, an der Bremsanlage, am Fahr-
werk oder eine andere Räder-/Reifenkombination) können die Funktion von
ABS, EDS, ESP und ASR beeinflussen.
Antiblockiersystem (ABS)
Das Antiblockiersystem verhindert das Blockieren der Antriebsräder beim
Bremsen ⇒ Seite 172.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)*
Die Elektronische Differenzialsperre verhindert das Durch-
drehen der Antriebsräder. Durch die EDS wird selbst bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen das An-
fahren, Beschleunigen und Bergauffahren wesentlich erleichtert bzw. über-
haupt erst ermöglicht.
Das System kontrolliert über die ABS-Sensoren die Umdrehungszahl der An-
triebsräder. (Bei einer Störung der EDS leuchtet die ABS-Kontrollleuchte auf
⇒ Seite 70).
Bei einer Fahrgeschwindigkeit von nicht über 80 km/h werden die Abwei-
chungen von ca. 100 U/Min. zwischen den Antriebsrädern aufgrund einer
teilweise glatten Fahrbahn ausgeglichen, indem das durchdrehende Rad
abgebremst, und die Antriebsleistung über das Differential an das andere
Rad übertragen wird.