223
Pflegen und Reinigen
VORSICHT
● Das Wasser darf nicht heißer als 60 °C sein, da sonst das Fahrzeug be-
schädigt werden kann.
● Um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden, muss ein ausreichender Ab-
stand zu den empfindlichen Materialien, wie z.B. Schläuche, Kunststoffteile,
Dämmmaterial etc., eingehalten werden. Dies gilt auch für die Reinigung
der Stoßfänger in Fahrzeugfarbe. Je geringer der Abstand der Spritzdüse zur
Oberfläche ist, desto stärker wird das Material beansprucht.
Fahrzeuglack konservieren
Regelmäßige Konservierung schützt den Fahrzeuglack.
Konservieren Sie den Fahrzeuglack spätestens dann, wenn auf dem saube-
ren Lack das Wasser nicht mehr deutlich abperlt.
Beim Fachbetrieb erhalten Sie ein gutes Konservierungsmittel aus Hart-
wachs.
Eine regelmäßige Konservierung schützt den Fahrzeuglack weitgehend vor
schädlichen Umwelteinflüssen ⇒ Seite 220. Sie schützt sogar vor leichten
mechanischen Einwirkungen.
Auch wenn Sie in der automatischen Waschanlage regelmäßig einen
Waschkonservierer anwenden, empfehlen wir Ihnen, den Fahrzeuglack min-
destens zweimal im Jahr mit Hartwachs zu schützen. Fahrzeuglack polieren
Durch Polieren erhält der Fahrzeuglack neuen Glanz.
Nur wenn der Lack des Fahrzeugs unansehnlich geworden ist und wenn mit
Konservierungsmitteln kein Glanz mehr erzielt werden kann, ist ein Polieren
erforderlich. Entsprechende Politur erhalten Sie im Fachbetrieb.
Wenn die verwendete Politur keine konservierenden Bestandteile enthält,
müssen Sie den Lack anschließend noch konservieren ⇒ Seite 223, Fahr-
zeuglack konservieren.
VORSICHT
Damit der Fahrzeuglack nicht beschädigt wird:
● Behandeln Sie matt lackierte Teile oder Kunststoffteile nicht mit Polier-
mitteln oder Hartwachsen.
● Polieren Sie den Fahrzeuglack nicht in sandiger oder staubiger Umge-
bung.
Kunststoffteile pflegen
Kunststoffteile dürfen nicht mit Lösungsmitteln in Berüh-
rung kommen.
Ist eine normale Fahrzeugwäsche nicht ausreichend, können Sie auch zuge-
lassene, lösungsmittelfreie Spezialprodukte für die Reinigung und Pflege
von Kunststoffen verwenden.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
225
Pflegen und Reinigen
Gummidichtungen pflegen
Gut gepflegte Gummidichtungen frieren nicht so leicht an.
1. Entfernen Sie mit einem weichen Tuch Staub und Schmutz von den Gummidichtungen.
2. Behandeln Sie die Gummidichtungen mit einem Gummipflege- mittel.
Die Gummidichtungen von Türen, Fenstern etc. bleiben geschmeidiger und
halten länger, wenn Sie sie ab und zu mit einem Gummipflegemittel (z.B.
Silikonspray) behandeln.
Durch die Gummipflege vermeiden Sie einen vorzeitigen Verschleiß der
Dichtungen. Die Türen lassen sich leichter öffnen. Gut gepflegte Gummi-
dichtungen frieren im Winter nicht so leicht an.
Türschließzylinder
Türschließzylinder können im Winter vereisen. Zur Enteisung von Türschließzylindern empfehlen wir Ihnen die Verwendung
eines Sprays mit rückfettender und antikorrosiver Wirkung.
Chromteile reinigen
1. Chromteile mit einem feuchten Tuch reinigen.
2. Polieren Sie die Chromteile mit einem weichen, trockenen Tuch. Sollte das nicht ausreichen, so verwenden Sie ein gutes
Chrompflegemittel.
Mit diesem Chrompflegemittel entfernen Sie auch Flecken oder Beläge auf
der Oberfläche.
VORSICHT
Damit die Chromflächen nicht verkratzen:
● Verwenden Sie bei der Chrompflege auf keinen Fall ein Pflegemittel mit
Schleifwirkung.
● Reinigen oder polieren Sie die Oberflächen der Chromteile nicht in san-
diger oder staubiger Umgebung.
Stahlfelgen
– Reinigen Sie die Stahlfelgen regelmäßig mit einem separaten
Schwamm.
Anhaftender Bremsabrieb kann mit einem Industriereiniger beseitigt wer-
den. Lackschäden an Stahlfelgen sind zu beseitigen, bevor sich Rost bilden
kann.
ACHTUNG
● Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen gereinigt werden. Selbst
bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen Einwirkzeit kön-
nen sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen entstehen. Es be-
steht Unfallgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeug-
wäsche abrupte und plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst
„trockengebremst“ werden ⇒ Seite 203.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
226Pflegen und Reinigen
Leichtmetallfelgen
Alle zwei Wochen
–Waschen Sie Streusalz und Bremsabrieb von den Leichtmetall-
felgen ab.
– Behandeln Sie die Felgen mit einem säurefreien Reinigungsmit-
tel.
Alle drei Monate
– Reiben Sie die Felgen gründlich mit Hartwachs ein.
Damit das dekorative Aussehen der Leichtmetallfelgen über lange Zeit er-
halten bleibt, ist eine regelmäßige Pflege erforderlich. Wenn das Streusalz
und der Bremsabrieb nicht regelmäßig abgewaschen werden, wird das Alu-
minium angegriffen.
Als Reinigungsmittel ein säurefreies Reinigungsmittel für Leichtmetallfelgen
verwenden.
Keine Lackpolitur oder andere schleifende Mittel bei der Pflege der Räder
verwenden. Falls die Schutzlackschicht, z.B. durch Steinschläge, beschädigt
ist, muss der Schaden umgehend behoben werden.
ACHTUNG
● Reifen dürfen niemals mit Rundstrahldüsen gereinigt werden. Selbst
bei relativ großem Spritzabstand und einer sehr kleinen Einwirkzeit kön-
nen sichtbare oder nicht sichtbare Schäden am Reifen entstehen. Es be-
steht Unfallgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz in der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeug-
wäsche abrupte und plötzliche Bremsmanöver. Die Bremsen müssen erst
„trockengebremst“ werden ⇒ Seite 203.
Unterbodenschutz
Die Fahrzeugunterseite ist gegen chemische und mechani-
sche Einflüsse geschützt.
Während der Fahrt sind Verletzungen der Schutzschicht möglich. Deshalb
empfehlen wir Ihnen, die Schutzschicht der Fahrzeugunterseite und des
Fahrwerks vor Beginn und am Ende der kalten Jahreszeit zu prüfen und ggf.
ausbessern zu lassen.
Wir empfehlen Ihnen, Ausbesserungsarbeiten und zusätzliche Korrosions-
schutzmaßnahmen von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen.
ACHTUNG
Verwenden Sie niemals Unterbodenschutz oder korrosionsschützende
Mittel für Auspuffrohre, Katalysatoren oder Hitzeschilde. Durch eine hei-
ße Abgasanlage oder durch heiße Motorteile entzünden sich diese Sub-
stanzen. Brandgefahr!
Motorraum reinigen
Gehen Sie bei der Reinigung des Motorraums besonders
vorsichtig vor. Korrosionsschutz
Der Motorraum und die Oberfläche des Antriebsaggregates sind im Werk
korrosionsschützend behandelt worden.
Besonders im Winter, wenn Sie häufig auf salzgestreuten Straßen fahren,
ist ein guter Korrosionsschutz sehr wichtig. Damit das Salz nicht zerstörend
wirken kann, sollte der Motorraum vor und nach der Streuperiode gründlich
gereinigt werden.
227
Pflegen und Reinigen
Fachbetriebe verfügen über die richtigen Reinigungs- und Konservierungs-
mittel und sie sind mit den erforderlichen Einrichtungen ausgestattet. Des-
halb empfehlen wir, diese Arbeiten dort durchführen zu lassen.
Wird der Motorraum einmal mit fettlösenden Mitteln gereinigt oder lässt
man eine Motorwäsche durchführen, wird der Korrosionsschutz fast immer
entfernt. Eine anschließende dauerhafte Konservierung aller Flächen, Falze,
Fugen und Aggregate im Motorraum sollte unbedingt in Auftrag gegeben
werden.
ACHTUNG
● Beachten Sie vor allen Arbeiten im Motorraum die entsprechenden
Warnhinweise ⇒ Seite 238.
● Schalten Sie den Motor aus, ziehen Sie die Handbremse fest an und
ziehen Sie in jedem Fall den Zündschlüssel ab, bevor Sie die Motorraum-
klappe öffnen.
● Lassen Sie den Motor abkühlen, bevor Sie den Motorraum reinigen.
● Schützen Sie Ihre Hände und Arme vor scharfkantigen Metallteilen,
wenn Sie beispielsweise den Unterboden, die Innenseite der Radkästen
oder die Radabdeckungen reinigen – Gefahr einer Schnittverletzung. An-
dernfalls besteht Verletzungsgefahr!
● Nässe, Eis und Streusalz an der Bremsanlage beeinträchtigen die
Bremswirkung – Unfallgefahr! Vermeiden Sie gleich nach der Fahrzeug-
wäsche abrupte und plötzliche Bremsmanöver.
● Greifen Sie niemals in den Kühlerlüfter. Er ist temperaturgesteuert
und kann sich selbstständig einschalten – auch bei abgezogenem Zünd-
schlüssel!
Umwelthinweis
Da bei einer Motorwäsche Kraftstoff-, Fett- und Ölreste abgeschwemmt wer-
den können, muss das verschmutzte Wasser durch einen Ölabscheider ge-
reinigt werden. Deshalb darf die Motorwäsche nur in einem Fachbetrieb
oder einer geeigneten Tankstelle durchgeführt werden. Fahrzeugpflege innen
Einleitung
Moderne Bekleidungsstoffe, wie z. B. dunkler Jeansstoff, besitzen teilweise
keine ausreichende Farbechtheit. Vor allem bei hellen Sitzbezügen (Stoff
oder Leder) können durch Abfärben dieser Bekleidungsstoffe deutlich sicht-
bare Verfärbungen entstehen, auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch.
Dabei handelt es sich nicht um einen Mangel am Bezugsstoff, sondern um
mangelhafte Farbechtheit bei den Bekleidungstextilien.
Je länger Flecken oder Verschmutzungen auf den Oberflächen der Fahrzeug-
teile und auf den Sitzbezügen haften bleiben, desto schwieriger ist die Rei-
nigung und Pflege. Werden Flecken oder Verschmutzungen längere Zeit
nicht entfernt, können diese möglicherweise nicht mehr gereinigt werden
werden.
ACHTUNG
Pflegemittel können giftig und gefährlich sein. Die Verwendung von un-
geeigneten Pflegemitteln oder deren unsachgemäße Anwendung können
Unfälle, schwere Verletzungen, Verbrennungen und Vergiftungen verursa-
chen.
● Pflegemittel sind in den Originalbehältern aufzubewahren.
● Lesen Sie die Hinweise des Prospekts.
● Niemals leere Lebensmitteldosen, Flaschen oder andere Behälter zum
Aufbewahren von Pflegemitteln benutzen, da Personen die enthaltenen
Pflegemittel nicht immer erkennen können.
● Bewahren Sie Pflegemittel immer außerhalb der Reichweite von Kin-
dern auf.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
229
Pflegen und Reinigen
Reinigung von Polsterstoffen, Stoffverkleidungen und
Alcantara ®
Reinigung der Bezüge bei Sitzheizung und elektrisch verstellbaren Sitzen
bzw. mit Airbagbauteilen
Im Fahrersitz, Beifahrersitz und ggf. äußeren Rücksitzen können wichtige
Teile des Airbags und elektronische Anschlüsse verbaut sein. Werden diese
Sitze und Rückenlehnen beschädigt, unsachgemäß gereinigt bzw. gehand-
habt oder durchnässt, kann die Fahrzeugelektrik beschädigt werden und
des Weiteren zu Schäden im Airbag-System führen
⇒
.
Bei den elektrisch verstellbaren Sitzen und den beheizbaren Sitzen sind
elektrische Bauteile und Anschlüsse verbaut, die im Falle einer unsachge-
mäßen Reinigung oder Handhabung beschädigt werden können ⇒
. Darü-
ber hinaus können Schäden an anderen Orten der Fahrzeugelektrik verur-
sacht werden.
Daher beachten Sie bitte die folgenden zusätzlichen Informationen:
● Verwenden Sie keine Hochdruckreiniger, Dampfstrahler sowie Kälte-
sprays.
● Verwenden Sie keine pastenförmige Reiniger oder Lösungen auf Basis
von Feinwaschmittel.
● In jedem Fall ist zu vermeiden, dass das Gewebe durchfeuchtet.
● Verwenden Sie nur von SEAT zugelassene Reinigungsmittel.
● Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich an ein professionelles
Reinigungsunternehmen.
Reinigung der Bezüge bei Sitzen ohne Sitzheizung, ohne Elektrische
Sitzverstellung und ohne Airbagbauteile
● Vor der Anwendung der Reinigungsmittel die Handhabung, Hinweise
und Warnungen auf der Verpackung lesen und beachten.
● Die Polsterstoffe, die Stoffverkleidungen, die Alcantara ®
-Bezüge der Sit-
ze und den Bodenbelag regelmäßig mit montierter Bürste absaugen. ●
Verwenden Sie keine Hochdruckreiniger, Dampfstrahler sowie Kälte-
sprays.
● Für eine generelle Reinigung einen weichen Schwamm oder ein handels-
übliches fusselfreies Mikrofasertuch verwenden ⇒
.
● Reinigen Sie die Oberflächen der Alcantara ®
mit einem angefeuchteter
Lappen oder einem handelsüblichen fusselfreien Mikrofasertuch ⇒
.
Bei einer oberflächlichen Verschmutzungen kann die Reinigung mit einem
handelsüblichen Schaumreiniger durchgeführt werden.
Bei stark verschmutzten Polstern und Stoffverkleidungen wird empfohlen
sich vor der Reinigung bei einem professionellen Reinigungsunternehmen
über die geeigneten Reinigungsmöglichkeiten zu informieren In jedem Fall
sollte für die Reinigung ein Fachbetrieb aufgesucht werden.
Fleckenentfernung
Bei der Behandlung der Flecken kann es erforderlich werden, dass die ge-
samte Oberfläche gereinigt werden muss und nicht nur der besagte Fleck.
Vor allem dann, wenn sie durch allgemeine Gebrauchsspuren verschmutzt
ist. Tun Sie das nicht, kann die behandelte Fläche heller sein, als die unbe-
handelte Fläche. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie die Reinigung
von einem Fachbetrieb ausführen.
ACHTUNG
Bei einer Störung des Airbag-Systems kann der Airbag möglicherweise
nicht korrekt, gar nicht oder unverhofft auslösen, was schwere oder tödli-
che Verletzungen verursachen kann.
● Fachbetrieb aufsuchen und System umgehend prüfen lassen.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
235
Prüfen und Nachfüllen
Prüfen und Nachfüllen Tanken
Die Tankklappe wird von Hand geöffnet. Der Tank fasst etwa
70 Liter.
Abb. 167 Tankklappe
mit aufgestecktem Tank-
verschluss
Beim Betätigen der Zentralverriegelung wird die Tankklappe auto-
matisch ent- bzw. verriegelt.
Tankverschluss öffnen
– Drücken Sie zum Öffnen auf die rechte Seite der Tankklappe.
– Drehen Sie den Tankverschluss linksherum heraus.
– Stecken Sie den Tankverschluss von oben auf die geöffnete
Tankklappe ⇒ Abb. 167. Tankverschluss schließen
–
Schrauben Sie den Tankverschluss rechtsherum auf den Ein-
füllstutzen, bis er hörbar einrastet.
– Schließen Sie die Tankklappe.
Die Tankklappe befindet sich hinten rechts am Fahrzeug.
Sobald die vorschriftsmäßig bediente automatische Zapfpistole erstmalig
abschaltet, ist der Kraftstoffbehälter „voll“. Füllen Sie keinen weiteren Kraft-
stoff ein, denn dieser würde den Ausdehnungsraum füllen. Bei einer Erhit-
zung könnte Kraftstoff auslaufen.
Die richtige Kraftstoffsorte für das Fahrzeug finden Sie auf einem Aufkleber
auf der Innenseite der Tankklappe. Darauf finden Sie weitere Hinweise zum
Kraftstoff.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten
238Prüfen und Nachfüllen
Winterbetrieb
Diesel kann im Winter dickflüssig werden.
Winterdiesel
Bei der Verwendung von Sommerdiesel können bei Temperaturen unter 0 °C
Betriebsstörungen auftreten, weil der Kraftstoff durch Paraffin-Ausschei-
dung zu dickflüssig geworden ist. Deshalb gibt es in einigen Ländern wäh-
rend der kalten Jahreszeit Winterdiesel, der auch noch bis -22 °C betriebssi-
cher ist.
In Ländern mit anderen klimatischen Verhältnissen werden meist Diesel-
kraftstoffe angeboten, die ein anderes Temperaturverhalten zeigen. Die
SEAT-Betriebe und Tankstellen eines jeweiligen Landes geben Auskunft
über die landesüblichen Dieselkraftstoffe.
Filtervorwärmung
Um für den Winterbetrieb noch besser gerüstet zu sein, ist Ihr Fahrzeug am
Kraftstofffilter mit einer Vorglühanlage ausgestattet. Dadurch wird Ihre Kraft-
stoffanlage bei Verwendung von Winterdiesel, der bis -15 °C kältebeständig
ist, sogar bis etwa -24 °C betriebssicher.
Sollte der Kraftstoff bei Temperaturen unter -24 °C dennoch so dickflüssig
geworden sein, dass der Motor nicht mehr anspringt, genügt es, das Fahr-
zeug einige Zeit in einen beheizten Raum zu stellen.
VORSICHT
Kraftstoffzusätze, sogenannte „Fließverbesserer“ oder ähnliche Mittel, dür-
fen dem Dieselkraftstoff nicht beigemischt werden. Motorraumklappe
Arbeiten im Motorraum
Bei allen Arbeiten im Motorraum ist besondere Vorsicht ge-
boten!
Bei Arbeiten im Motorraum, z. B. Prüfen und Nachfüllen von Betriebsflüs-
sigkeiten, können Verletzungen, Verbrühungen, Unfall- und Brandgefahren
entstehen. Deshalb müssen die nachfolgend aufgeführten Warnhinweise
und die allgemeingültigen Sicherheitsregeln unbedingt beachtet werden.
Der Motorraum des Fahrzeuges ist ein gefährlicher Bereich ⇒
ACHTUNG
● Motor abstellen.
● Ziehen Sie den Zündschlüssel ab.
● Ziehen Sie die Handbremse fest an.
● Schalten Sie bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe den Schalthebel in
den Leerlauf. Schalten Sie bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe den
Wählhebel in die Stellung P.
● Lassen Sie den Motor abkühlen.
● Halten Sie Kinder vom Motorraum fern.
● Verschütten Sie niemals Betriebsflüssigkeiten über den heißen Mo-
tor, weil diese Flüssigkeiten (z. B. der im Kühlmittel enthaltene Frost-
schutz) sich entzünden können!
● Vermeiden Sie Kurzschlüsse in der elektrischen Anlage - besonders
an der Batterie.
● Fassen Sie niemals in den Kühlerlüfter, solange der Motor warm ist,
weil sich der Lüfter plötzlich einschalten könnte!
243
Prüfen und Nachfüllen
Ölstand im Bereich b
–
Sie können Öl nachfüllen, der Ölstand muss jedoch in diesem
Bereich bleiben.
Ölstand im Bereich c
–
Sie müssen Öl nachfüllen. Der Ölstand muss anschließend im
geriffelten Bereich b liegen.
Abhängig von der Fahrweise und den Einsatzbedingungen kann der Ölver-
brauch bis zu 0,5 Liter/1000 km betragen. Während der ersten 5 000 Kilo-
meter kann der Verbrauch darüber liegen. Der Motorölstand muss deshalb
in regelmäßigen Abständen geprüft werden - am besten bei jedem Tanken
und vor längeren Fahrten.
Motoröl nachfüllen
Abb. 171 Deckel der Mo-
toröl-Einfüllöffnung im
Motorraum
– Schrauben Sie den Deckel der Motoröl-Einfüllöffnung
⇒ Abb. 234 ab. –
Füllen Sie das geeignete Öl ⇒ Seite 242 vorsichtig in 0,5 Liter-
Portionen nach.
– Den Ölstand nach zwei Minuten erneut überprüfen ⇒ Seite 242.
– Füllen Sie gegebenenfalls erneut Öl nach.
– Schrauben Sie den Deckel der Einfüllöffnung wieder zu und
schieben Sie den Ölmessstab bis zum Anschlag hinein.
ACHTUNG
● Stellen Sie beim Nachfüllen von Öl sicher, dass kein Öl auf heiße Mo-
torteile gelangt. Anderenfalls besteht Brandgefahr!
● Wenn Ihre Haut mit Motoröl in Kontakt gekommen ist, müssen Sie sie
anschließend gründlich reinigen.
VORSICHT
● Der Ölstand darf nicht oberhalb des Bereichs a liegen. Andernfalls
könnte es zu einer Beschädigung des Katalysators bzw. des Motors kom-
men. Benachrichtigen Sie einen Fachbetrieb, um gegebenenfalls Öl absau-
gen zu lassen.
● Kein Zusatzschmiermittel dem Motoröl beimischen. Schäden, die durch
solche Zusatzmittel entstehen, sind von der Gewährleistung ausgeschlos-
sen.
Umwelthinweis
● Auf keinen Fall darf Öl in das Kanalnetz oder in das Erdreich gelangen.
● Beachten Sie bei der Entsorgung leerer Ölbehälter die gesetzlichen Be-
stimmungen.
Sicher ist sicherBedienungshinweiseRat und TatTechnische Daten