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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND KLEINERE REPARATUREN
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GAU42010
HINWEIS:
Wartung der hydraulische Bremsanlage
Regelmäßig den Bremsflüssigkeitsstand prüfen, ggf. korrigieren.
Alle zwei Jahre die inneren Bauteile des Hauptbremszylinders und Bremssattels erneuern und die Bremsflüssigkeit wechseln.
NR. PRÜFPUNKT VORGEHENSWEISENach dem
EinfahrenJedes
Rennen
Jedes
dritte
RennenJedes
fünfte
Rennen
Nach
Bedarf
√
√
√
√ √ √
√ √√ √
√
√
√
√
√
26
*LenkkopfFunktion und Spiel prüfen, ggf. festziehen.
Reinigen und mit Lithiumseifenfett schmieren.
Lager ersetzen.
27*Reifen und RäderReifenluftdruck und seitlichen Schlag der Räder prüfen,
Speichen auf Lockerheit und Reifen auf Abnutzung
kontrollieren.
Befestigungsschrauben des Ritzels ggf. festziehen.
Radlager auf festen Sitz kontrollieren.
Radlager mit Lithiumseifenfett schmieren.
Radlager ersetzen.
28*Sich bewegende Teile
und SeilzügeSchmieren.
29*Gasdrehgriffgehäuse
und SeilzugFunktion und Spiel prüfen.
Ggf. Gaszugspiel einstellen.
Gasdrehgriffgehäuse und Seilzug schmieren.
√ √√
√
24
*Antriebskettenrolle und
untere KettenführungErsetzen, falls nötig. Auf Verschleiß und Beschädigung kontrollieren.
√
25
*HinterradaufhängungFunktion prüfen und ggf. festziehen.
Mit Molybdändisulfidfett schmieren.
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Bremsschläuche bei Beschädigung oder Rissbildung, spätestens jedoch alle vier Jahre erneuern.
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GAU19612
Zündkerze prüfen Die Zündkerze ist ein wichtiger Bestandteil
des Motors und ist leicht zu überprüfen. Da
Verbrennungswärme und Ablagerungen
die Funktionstüchtigkeit der Kerze im Laufe
der Zeit vermindern, muss die Zündkerze in
den empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle herausgenom-
men und geprüft werden. Der Zustand der
Zündkerze erlaubt Rückschlüsse auf den
Zustand des Motors.
Zündkerze ausbauen
1. Den Zündkerzenstecker abziehen.
2. Die Zündkerze wie dargestellt mit ei-
nem Zündkerzenschlüssel (erhältlich
von einem Yamaha-Fachhändler) ent-
fernen.Zündkerze prüfen
1. Die Verfärbung des Zündkerzen-Isola-
torfußes prüfen. Der die Mittelelektro-
de umgebende Porzellanisolator ist
bei richtig eingestelltem Motor und
normaler Fahrweise rehbraun.
HINWEI
S:
Weist die Zündkerze eine stark abweichen-
de Färbung auf, könnte es sein, dass der
Motor nicht richtig läuft. Versuchen Sie
nicht, derartige Probleme selbst zu diag-
nostizieren. Lassen Sie stattdessen das
Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt prüfen.
2. Die Zündkerze auf fortgeschrittenen
Abbrand der Mittelelektrode und über-
mäßige Ölkohleablagerungen prüfen
und ggf. erneuern.Zündkerze montieren
1. Den Zündkerzen-Elektrodenabstand
mit einer Fühlerlehre messen und ggf.
korrigieren.
2. Die Sitzfläche der Kerzendichtung rei-
nigen; Schmutz und Fremdkörper vom
Gewinde abwischen.
3. Die Zündkerze mit dem Zündkerzen-
schlüssel festschrauben und dann vor-
schriftsmäßig festziehen.
1. Zündkerzenstecker
1. Zündkerzenschlüssel
Empfohlene Zündkerze:
NGK/BR10EG
1. Zündkerzen-Elektrodenabstand
Zündkerzen-Elektrodenabstand:
0.5–0.6 mm (0.020–0.024 in)
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HINWEIS:Steht beim Einbau einer Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, lässt
sich das vorgeschriebene Anzugsmoment
annähernd erreichen, wenn die Zündkerze
handfest eingedreht und anschließend
noch um 1/4–1/2 Drehung weiter festgezo-
gen wird. Das Anzugsmoment sollte jedoch
möglichst bald mit einem Drehmoment-schlüssel nach Vorschrift korrigiert werden.
4. Den Zündkerzenstecker aufsetzen.
GAU41441
Getriebeöl Das Getriebeöl sollte vor Fahrtbeginn auf
Öllecks geprüft werden. Wird ein Leck ge-
funden, das Motorrad von einem Yamaha-
Händler überprüfen und reparieren lassen.
Außerdem muss das Getriebeöl in den
empfohlenen Abständen, gemäß der War-
tungs- und Schmiertabelle, gewechselt wer-
den.
1. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warm laufen lassen und dann ab-
stellen.
2. Das Motorrad auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und in gerader Stel-
lung halten.
3. Ein Ölauffanggefäß unter das Getrie-
be stellen, um das Altöl aufzufangen.
4. Den Einfüllschraubverschluss sowie
die Ablassschraube herausdrehen
und das Motoröl ablassen.5. Die Getriebeöl-Ablassschraube mon-
tieren und anschließend vorschrifts-
mäßig festziehen.
6. Die vorgeschriebene Menge des emp-
fohlenen Öls einfüllen und dann den
Einfüllschraubverschluss fest zudre-
hen. Anzugsdrehmoment:
Zündkerze:
20 Nm (2.0 m·kgf, 14 ft·lbf)
1. Öl-Einfüllverschluss
2. Getriebeöl-AblassschraubeAnzugsdrehmoment:
Getriebeöl-Ablassschraube:
10 Nm (1.0 m·kgf, 7.2 ft·lbf)
Empfohlene Getriebeölsorte:
Siehe Seite 8-1.
Füllmenge für den Ölwechsel:
0.50 L (0.53 US qt) (0.44 Imp.qt)
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ACHTUNG:
GCA10452
Um ein Durchrutschen der Kupp-
lung zu vermeiden (da das Getrie-
beöl auch die Kupplung schmiert),
mischen Sie keine chemischen Zu-
sätze bei. Verwenden Sie keine Öle
mit Diesel-Spezifikation “CD” oder
Öle von höherer Qualität als vorge-
schrieben. Auch keine Öle der Klas-
se “ENERGY CONSERVING II” oder
höher verwenden.
Darauf achten, dass keine Fremd-körper in das Getriebe eindringen.
7. Den Motor anlassen und einige Minu-
ten lang im Leerlaufbetrieb auf Öllecks
überprüfen. Tritt irgendwo Öl aus, den
Motor sofort abstellen und die Ursache
feststellen.
GAU20070
Kühlflüssigkeit Der Kühlflüssigkeitsstand sollte vor Fahrt-
beginn geprüft werden. Außerdem muss
die Kühlflüssigkeit in den empfohlenen Ab-
ständen, gemäß Wartungs- und Schmierta-
belle, gewechselt werden.
GAUM1291
Kühlflüssigkeitsstand prüfen
1. Das Fahrzeug auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und in gerader Stel-
lung halten.
WARNUNG
GWA10380
Niemals den Kühlerdeckel abnehmen, wenn der Motor heiß ist.
2. Den Kühler-Verschlussdeckel abneh-
men und den Kühlflüssigkeitsstand im
Kühler überprüfen.
HINWEIS:
Da der Stand der Kühlflüssigkeit sich
mit der Motortemperatur verändert,
sollte er bei kaltem Motor geprüft wer-
den.
Sicherstellen, dass das Fahrzeug bei
der Kontrolle des Kühlmittelstands
vollständig gerade steht. Selbst ge-
ringfügige Neigung zur Seite kann be-
reits zu einem falschen Messergebnis führen.
HINWEIS:Die Kühlflüssigkeit sollte bis zum Rand des
Kühlflüssigkeits-Einfüllstutzens reichen.
Der Stand ändert sich mit unterschiedlicher Motortemperatur.
1. Kühlerverschlussdeckel
1. Korrekter Kühlflüssigkeitsstand
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3. Befindet sich die Kühlflüssigkeit unter-
halb dieses Niveaus, diese nachfüllen
und dann den Kühler-Verschlussde-
ckel aufsetzen.HINWEIS:Bei Überhitzung des Motors, siehe Seite 6-29 für weitere Anweisungen.
GAUM1311
Kühlflüssigkeit wechseln
1. Das Fahrzeug auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und ggf. den Motor
abkühlen lassen.
2. Ein Auffanggefäß unter den Motor
stellen, um die alte Kühlflüssigkeit auf-
zufangen.
WARNUNG
GWA10380
Niemals den Kühlerdeckel abnehmen, wenn der Motor heiß ist.
3. Den Kühlerverschlussdeckel abneh-
men.4. Die Ablassschraube herausdrehen
und die Kühlflüssigkeit ablassen.
5. Nach dem Ablassen der Kühlflüssig-
keit das Kühlsystem gründlich mit sau-
berem Leitungswasser spülen.6. Die Kühlflüssigkeits-Ablassschraube
montieren und dann mit dem vorge-
schriebenen Anzugsmoment festzie-
hen.
HINWEIS:Die Unterlegscheibe auf Beschädigung überprüfen und, falls beschädigt, erneuern.
7. Die empfohlene Kühlflüssigkeit in den
Kühler füllen, bis er voll ist.
1. Kühlerverschlussdeckel
1. Kühlflüssigkeits-Ablassschraube
Anzugsdrehmoment:
Kühlflüssigkeits-Ablassschraube:
10 Nm (1.0 m·kgf, 7.2 ft·lbf)
Mischungsverhältnis Frostschutz-
mittel/Wasser:
1:1
Empfohlenes Frostschutzmittel:
Hochwertiges Frostschutzmittel auf
Äthylenglykolbasis mit Korrosions-
schutz-Additiv für Aluminiummotoren
Füllmenge:
Fassungsvermögen des Kühlers
(einschließlich aller Kanäle):
0.54 L (0.57 US qt) (0.48 Imp.qt)
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ACHTUNG:
GCA10471
Ist keine Kühlflüssigkeit verfügbar,
kann stattdessen destilliertes Was-
ser oder weiches Leitungswasser
verwendet werden. Hartes Wasser
oder Salzwasser sind für den Motor
schädlich.
Falls Wasser statt Kühlflüssigkeit
verwendet wurde, dieses so bald
wie möglich durch Kühlflüssigkeit
ersetzen, da das Kühlsystem sonst
nicht gegen Frost- und Korrosions-
schäden geschützt ist.
Falls Wasser statt Kühlflüssigkeit
nachgefüllt wurde, so bald wie
möglich den Frostschutzmittelge-
halt der Kühlflüssigkeit von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen
lassen, da die Frostschutzwirkung verringert wird.
8. Den Kühlerverschlussdeckel zudre-
hen, dann den Motor anlassen, einige
Minuten lang warm laufen lassen und
anschließend abstellen.
9. Den Kühlerdeckel abnehmen und den
Kühlflüssigkeitsstand im Kühler über-
prüfen. Falls erforderlich, ausreichend
Kühlflüssigkeit bis zum oberen Rand
des Kühlers nachfüllen und dann den
Kühlerdeckel wieder aufsetzen.10. Den Motor anlassen und das Fahr-
zeug auf Kühlflüssigkeitslecks über-
prüfen. Treten Lecks auf, das Kühlsys-
tem von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
GAU41431
Luftfiltereinsatz reinigen Der Luftfiltereinsatz sollte in den empfohle-
nen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle gereinigt werden. Bei Ein-
satz in sehr staubiger oder feuchter Umge-
bung ist der Filter häufiger zu reinigen.
1. Den Sitz abnehmen. (Siehe Seite 3-7.)
2. Den Luftfilter-Gehäusedeckel wie ab-
gebildet entfernen.1. Luftfiltergehäuseabdeckung
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3. Flügelschraube und Unterlegscheibe
entfernen und den Luftfiltereinsatz he-
rausnehmen.
4. Den Filterschaumstoff vom Filterge-
rüst abnehmen.5. Den Filterschaumstoff mit Lösungsmit-
tel reinigen und dann das restliche Lö-
sungsmittel ausdrücken.
6. Die gesamte Oberfläche des Filter-
schaumstoffs mit dem vorgeschriebe-
nen Öl benetzen und dann überschüs-
siges Öl ausdrücken.
HINWEIS:Der Filterschaumstoff sollte lediglich feucht, nicht triefend nass sein.
7. Den Filterschaumstoff über das Filter-
gerüst spannen.8. Den Luftfiltereinsatz in das Luftfilterge-
häuse mit der Nase nach oben gerich-
tet einsetzen und dann die Unterleg-
scheibe und die Flügelschraube
montieren.
ACHTUNG:
GCA10480
Es ist sicherzustellen, dass der
Luftfiltereinsatz richtig im Luftfilter-
gehäuse sitzt.
Der Motor sollte niemals ohne den
Luftfiltereinsatz betrieben werden,
andernfalls könnten der/die Kolben
und/oder der/die Zylinder übermä-ßig verschleißen.
9. Den Luftfilter-Gehäusedeckel in seine
ursprüngliche Stellung wie abgebildet
einsetzen.
1. Flügelschraube
2. Unterlegscheibe
3. Filterschaumstoff
1. Filterschaumstoff
2. Luftfiltereinsatzrahmen
Empfohlene Ölsorte:
Yamaha-Schaum-Luftfilteröl oder ein
anderes hochwertiges Schaum-Luft-
filteröl
1. Filterschaumstoff
2. Vorsprung
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