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GAU00021
QSicherheit hat Vorfahrt
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Der Motorroller ist ein faszinierendes Fahrzeug. Er vermittelt ein unvergleichliches Gefühl von Freiheit und
Stärke. Allerdings zeigt er seinem Benutzer auch Grenzen auf, die akzeptiert werden müssen. Selbst der beste
Motorroller kann die physikalischen Gesetze nicht außer Kraft setzen.
Für guten Werterhalt und einwandfreie Funktion des Fahrzeugs sind regelmäßige Pflege und Wartung unerläß-
lich. Und was für das Fahrzeug gilt, trifft auch für den Fahrer zu: Nur gesund, ausgeschlafen und absolut fit sind
wir in der Lage, unser Fahrzeug zu beherrschen. Medikamente, Aufputschmittel und Alkohol sind selbstverständ-
lich tabu. Beim Zweirad kommt es – noch mehr als beim Auto – darauf an, daß der Fahrer jederzeit in absoluter
Höchstform ist. Durch Alkohol steigt die Risikobereitschaft stark an. Deshalb ist er auch bereits in kleinen Men-
gen gefährlich.
Optimale Schutzkleidung gehört zweifellos zum Rollerfahren wie der Sicherheitsgurt zum Autofahren. Ein voll-
ständiger Schutzanzug (Lederkombi oder zerreißfester Textilanzug mit Protektoren), robuste Stiefel, spezielle
Motorradhandschuhe und ein geprüfter, perfekt sitzender Helm sind obligatorisch. Aber Vorsicht: Häufig verführt
sehr gute Schutzkleidung zu leichtsinnigen Fahrmanövern. Insbesondere durch den Vollvisierhelm und einen
starken Lederanzug entsteht ein trügerisches Schutz- und Sicherheitsgefühl. Man glaubt, unverletzlich zu sein.
Vergessen Sie aber nicht: Der Rollerfahrer hat keine Knautschzone. Wer seine Gefühle nicht selbstkritisch kon-
trolliert, läuft Gefahr, risikoreicher und vor allem schneller zu fahren als gesund ist. Dies gilt insbesondere bei
Regenwetter. Der gute Rollerfahrer fährt vorausschauend, souverän und defensiv! Er verhindert Unfälle, auch
wenn andere Verkehrsteilnehmer Fehler begehen.
Gute Fahrt!
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QSicherheit hat Vorfahrt
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GAU03099
Weitere Tips zur Fahrsicherheit8Zum Abbiegen stets den entsprechenden Blinker einschalten.
8Auf nasser Fahrbahn besteht beim Bremsen Rutschgefahr; deshalb bei Nässe nicht stark bremsen, sondern
die Bremsen gefühlvoll dosieren.
8Kreuzungen, Kurven und Abzweigungen mit verlangsamten Tempo anfahren und dann wieder allmählich
Gas geben.
8Vorsichtig und mit Abstand an geparkten Autos vorbeifahren, um einer plötzlich sich öffnenden Wagentür
ausweichen zu können.
8Straßen- und Eisenbahnschienen, Metallplatten an Baustellen sowie Kanaldeckel werden bei nassem Wet-
ter sehr glatt. Solche Stellen deshalb langsam, vorsichtig und möglichst aufrecht überqueren.
8Nach der Fahrzeugwäsche muß die Bremsfunktion geprüft werden, da Nässe die Wirksamkeit der Brems-
beläge beeinträchtigen kann.
8Ein Sturzhelm, Handschuhe, lange Hosen, die nach unten enger werden (damit sie nicht flattern), und eine
auffällig gefärbte Jacke gehören zur Mindestausrüstung des Rollerfahrers.
8Den Roller niemals überladen, denn dies beeinträchtigt die Fahrstabilität.
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Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
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durchschnittliche Reichweite einer Tank-
füllung ermittelt werden, was die Planung
von Tankintervallen erlaubt
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GAU02950
TankanzeigeDie Tankanzeige zeigt den Kraftstoff-
vorrat an. Wenn die Nadel auf „E“ (empty
= leer) absinkt, bei nächster Gelegenheit
tanken.HINWEIS:Warten Sie nicht, bis der Tank vollständig
leer ist, bevor Sie ans Auftanken denken.1. Tankanzeige
2. Rote markierung
2
1
1. Kühlflüssigkeitstemperatur-Anzeige
2. Rote markierung
GAU03124
Kühlflüssigkeitstemperatur-
AnzeigeBei eingeschalteter Zündung kann von
der Kühlflüssigkeitstemperatur-Anzeige
die Temperatur der Kühlflüssigkeit abge-
lesen werden. Die Betriebstemperatur
des Motors ändert sich mit der Wetterlage
und der Motorlast. Sobald die Nadel im
roten Bereich steht oder diesen sogar
überschreitet, sofort anhalten und den
Motor abkühlen lassen; siehe dazu Seite
6-38.
GC000002
dDDen Motor bei Überhitzung nicht län-
ger betreiben.
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Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
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GAU00138
Motorstoppschalter
Der Motorstoppschalter ist eine Sicher-
heitseinrichtung, die das Abschalten des
Motors in Notsituationen erlaubt, ohne die
Hände vom Lenker nehmen zu müssen
(z. B. bei überdrehendem Motor, klem-
mendem Gaszug oder Umfallen des Fahr-
zeugs). Der Motor kann nur in Schalter-
stellung „#“ laufen. Den Schalter nur in
Notsituationen auf „
$
“ stellen
GAU00134
Lichtschalter
In der Position „:“ sind der Schein-
werfer, die Instrumentenbeleuchtung und
das Rücklicht eingeschaltet. In der Posi-
tion „
'
“ sind lediglich das Standlicht
vorn, die Instrumentenbeleuchtung und
das Rücklicht eingeschaltet.
1. Motorstoppschalter
2. Lichtschalter
3. Starterschalter „,“
GAU03801
Starterschalter „,“
Bei hochgeklapptem Seitenständer und
betätigter Vorder- oder Hinterradbremse
den Starterschalter drücken, um den
Motor anzulassen.
GC000005
dDVor dem Starten die Anweisungen zum
Anlassen des Motors lesen; siehe
dazu Seite 5-1.
1
1. Handbremshebel (Vorderradbremse)
GAU03882
Handbremshebel (Vorderrad-
bremse)Der Handbremshebel zur Betätigung der
Vorderradbremse befindet sich auf der
rechten Seite des Lenkers.
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GW000057
W8Abruptes oder übermäßig starkes
Bremsen vermeiden, um Schleu-
der- und Sturzgefahr zu verhin-
dern. In Kurven darf nur mit
äußerster Vorsicht gebremst wer-
den. In Schräglagen führt Brem-
sen leicht zum Sturz.
8Bei nassem Wetter Straßenbahn-
schienen, Metallplatten an Stra-
ßenbaustellen und Kanalisations-
deckel langsam und vorsichtig
befahren, um nicht auszurut-
schen.
8Auf nassen Straßen besonders
vorsichtig bremsen.
8Da Bremsen bei Bergabfahrten
schwierig und gefährlich sein
kann, stets ein vernünftiges
Tempo einhalten.
Wichtige Fahr- und Bedienungshinweise
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GAU03093
Tips zum KraftstoffsparenDer Kraftstoffverbrauch des Motors kann
durch die Fahrweise stark beeinflußt wer-
den. Folgende Ratschläge helfen, unnöti-
gen Benzinverbrauch zu vermeiden.
8Den Motor nicht warmlaufen lassen,
sondern sofort losfahren.
8Beim Beschleunigen hohe Drehzah-
len vermeiden.
8Unnötig hohe Drehzahlen ohne Last
vermeiden.
8Bei längeren Standzeiten in Staus,
vor Ampeln oder Bahnschranken
den Motor am besten abschalten.
GAU00435
Bremsen1. Den Gasdrehgriff ganz schließen.
2. Gleichzeitig die Vorder- und Hinter-
radbremse allmählich betätigen.
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GAU03845
0–1.000 km
Längeren Betrieb mit mehr als 1/3 geöff-
netem Gasdrehgriff vermeiden.
1.000–1.600 km
Längeren Betrieb mit mehr als 1/2 geöff-
netem Gasdrehgriff vermeiden.
GCA00080
dDNach den ersten 1.000 km unbedingt
das Motoröl und den Ölfilter wechseln.Nach 1.600 km
Das Fahrzeug kann voll ausgefahren wer-
den.
GC000049
dDBei Motorstörungen während der
Einfahrzeit das Fahrzeug sofort vom
YAMAHA-Händler überprüfen lassen.
Wichtige Fahr- und Bedienungshinweise
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GAU01128
EinfahrvorschriftenDie ersten 1.600 km sind ausschlag-
gebend für die Leistung und Lebensdauer
des neuen Motors. Darum sollten die
nachfolgenden Anweisungen sorgfältig
gelesen und genau beachtet werden.
Der Motor darf während der ersten
1.600 km nicht zu stark beansprucht wer-
den, da verschiedene Bauteile während
dieser Einfahrzeit auf das korrekte Be-
triebsspiel einlaufen. Daher sind hohe
Drehzahlen, längeres Vollgasfahren und
andere Belastungen, die den Motor stark
erhitzen, während der Einfahrzeit zu ver-
meiden.
GAU00460
ParkenZum Parken den Motor abstellen und
dann den Zündschlüssel abziehen.
GW000058
W8Schalldämpfer und Abgaskanäle
werden sehr heiß. Deshalb so par-
ken, daß Kinder oder Fußgänger
die heißen Teile nicht versehent-
lich berühren können.
8Das Fahrzeug nicht auf abschüs-
sigem oder weichem Untergrund
abstellen, damit es nicht umfallen
kann.
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GAU00464
Nur vorschriftsmäßige Wartung, regelmä-
ßige Schmierung und korrekte Einstellung
können optimale Leistung und Sicherheit
gewährleisten. Jeder Fahrer ist für die
Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs
selbst verantwortlich.
Die hier empfohlenen Zeitabstände für
Wartung und Schmierung sollten lediglich
als Richtwerte für den Normalbetrieb an-
gesehen werden. Je nach Wetterbedin-
gungen, Belastung und Einsatzgebiet
können in Abweichung des regelmäßigen
Wartungsplans kürzere Intervalle notwen
-
dig
werden.
GW000060
WWer mit den üblichen Wartungsarbei-
ten an seinem Fahrzeug nicht vertraut
ist, sollte diese einem YAMAHA-Händ-
ler überlassen.
GAU00466
WDieser Motorroller ist ausschließlich
für normalen Straßenbetrieb ausge-
legt. Bei übermäßig feuchtem oder
staubigem Einsatz muß der Luftfilter-
einsatz öfter gereinigt oder ausge-
wechselt werden, um Motorschäden zu
vermeiden. Ihr YAMAHA-Händler berät
Sie gerne über die angemessenen
Wartungsintervalle.
GAU00462
Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU03846
BordwerkzeugDas Bordwerkzeug befindet sich unter
der Sitzbank; siehe dazu Seite 3-9.
Einige in der Anleitung aufgeführten
Wartungsarbeiten und Reparaturen kön-
nen vom sachverständigen Fahrer selbst
ausgeführt werden. Das Bordwerkzeug
erlaubt das Durchführen der meisten
Wartungsarbeiten. Gewisse Arbeiten und
Einstellungen erfordern jedoch zusätzli-
ches Werkzeug wie z. B. einen Drehmo-
mentschlüssel.
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1. Helmhalte-Drahtseil
2. Bordwerkzeug
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU03685
Wartungsintervalle und Schmierdienst
HINWEIS:8Die Jahresinspektion kann ausbleiben, wenn an die Stelle eine Kilometer-Inspektion tritt.
8Ab 50.000 km die Wartungsintervalle ab 10.000 km wiederholen.
8Die mit einem Sternchen markierten Arbeiten erfordern Spezialwerkzeuge, besondere Daten sowie technische Fähigkeiten und
sollten daher vom YAMAHA-Händler verrichtet werden.Nr. Bezeichnung AusführungKilometerstand (× 1.000 km)
Jahres-
inspektion
1 10203040
1
*Kraftstoffleitung•Kraftstoffschläuche und Unterdruckschlauch auf
Rißbildung und Beschädigung prüfen.√√√√ √
2*Kraftstoffilter•Zustand prüfen.√√
3Zündkerzen•Zustand prüfen.
•Reinigen und Elektrodenabstand einstellen.√√
•Erneuern.√√
4*Ventilspiel•Kontrollieren.
•Einstellen.Alle 40.000 km
5 Luftfiltereinsatz•Reinigen.√√
•Erneuern.√√
6Riementriebgehäuse-
Filter•Reinigen.√√
•Erneuern.√√
7*Vorderradbremse•Funktion prüfen, Flüssigkeitsstand kontrollieren,
hydraulische Anlage auf Undichtigkeit prüfen. (Siehe
HINWEIS auf Seite 6-5.) √√√√√ √
•Scheibenbremsbeläge erneuern.Bei Erreichen der Verschleißgrenze
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