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HINWEISSteht beim Einbau einer Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, lässt
sich das vorgeschriebene Anzugsmoment
annähernd erreichen, wenn die Zündkerze
handfest eingedreht und anschließend
noch um 1/4–1/2 Drehung weiter festgezo-
gen wird. Das Anzugsmoment sollte jedoch
möglichst bald mit einem Drehmoment-schlüssel nach Vorschrift korrigiert werden.ACHTUNG
GCA10841
Zum Ausbauen des Zündkerzensteckers
keine Werkzeuge verwenden, andern-
falls könnte der Zündspulenstecker be-
schädigt werden. Der
Zündkerzenstecker ist mit einer Gummi-
dichtung versehen und sitzt deshalb fest
auf. Um den Zündkerzenstecker auszu-
bauen, ihn einfach vor- und zurückdre-
hen, während Sie ihn herausziehen; um
ihn einzubauen, wird er vor- und zurück-gedreht, während Sie ihn hineindrücken.
GAU36112
KanisterDieses Modell ist mit einem Kanister ausge-
stattet, um zu verhindern, dass Kraftstoff-
dämpfe in die Atmosphäre gelangen. Vor
Inbetriebnahme des Fahrzeugs sicherstel-
len, dass Folgendes kontrolliert wird:
Jeden Schlauchanschluss kontrollie-
ren.
Jeden Schlauch und Kanister auf Ris-
se oder Beschädigung kontrollieren.
Bei Beschädigung ersetzen.
Sicherstellen, dass die Kanisterentlüf-
tung nicht blockiert ist, und ggf. reini-
gen.
GAU1990F
MotorölDer Motorölstand sollte regelmäßig kontrol-
liert werden. Außerdem müssen in den
empfohlenen Abständen gemäß Wartungs-
tabelle das Motoröl und die Ölfilterpatrone
gewechselt werden.ACHTUNG
GCA11621
Um ein Durchrutschen der Kupp-
lung zu vermeiden (da das Motoröl
auch die Kupplung schmiert), mi-
schen Sie keine chemischen Zusät-
ze bei. Verwenden Sie keine Öle mit
Diesel-Spezifikation “CD” oder Öle
von höherer Qualität als vorge-
schrieben. Auch keine Öle der Klas-
se “ENERGY CONSERVING II” oder
höher verwenden.
Darauf achten, dass keine Fremd-
körper in das Kurbelgehäuse ein-dringen.
1. Kanister
2. Kanisterentlüftung
3. Kraftstofftank-Überlaufschlauch
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3
Empfohlene Ölsorte: Siehe Seite 9-1.
Füllmenge: Ölwechsel:2.40 L (2.54 US qt, 2.11 Imp.qt)
Mit Ölfilterausbau: 2.70 L (2.85 US qt, 2.38 Imp.qt)
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Regelmäßige Wartung und Einstellung
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Ölstand prüfen 1. Nach dem Aufwärmen des Motors ei-
nige Minuten warten, damit sich das Öl
für eine genaue Messung setzen
kann.
2. Zum Erzielen einer genauen Messung das Fahrzeug auf einem ebenen Bo-
den gerade halten.
3. Auf das Schauglas unten rechts am Kurbelgehäuse gucken.HINWEISDer Ölstand sollte sich zwischen der Mini-
mal- und Maximalstand-Markierung befin-den.
4. Liegt der Ölstand auf Höhe oder unter der Minimalstand-Markierung, den
Einfüllschraubverschluss entfernen
und Öl hinzufügen.
5. Den O-Ring des Motoröl-Einfüll- schraubverschlusses kontrollieren.
Bei Beschädigung ersetzen.
6. Den Motoröl-Einfüllschraubver- schluss festdrehen.
Motoröl (und Fi lter) wechseln
1. Den Motor anlassen und ihn einige Mi-
nuten im Leerlauf laufen lassen, um
das Öl aufzuwärmen, und dann den
Motor ausschalten.
2. Ein Ölauffanggefäß unter den Motor stellen, um das Altöl aufzufangen.
3. Den Motoröl-Einfüllschraubver- schluss entfernen und dann die Motor- öl-Ablassschraube sowie die Dichtung
entfernen.
HINWEISDie Schritte 4–6 nur ausführen, wenn dieÖlfilterpatrone erneuert wird.
4. Die Ölfilterpatrone mit einem Ölfilter- schlüssel abschrauben.
1. Motoröl-Einfüllschraubverschluss
2. Prüffenster für den Motorölstand
3. Maximalstand-Markierung
4. Minimalstand-Markierung
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1. Motoröl-Einfüllschraubverschluss
2. O-Ring
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1. Motoröl-Ablassschraube
2. Dichtung1
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GAU85450
Warum YamalubeYAMALUBE-Öl ist ein YAMAHA-Original-
produkt, das aus der Leidenschaft und
Überzeugung der Ingenieure entstanden
ist, dass Motoröl eine wichtige flüssige
Motorkomponente ist. Wir bilden Teams
von Spezialisten aus den Bereichen Ma-
schinenbau, Chemie, Elektronik und
Fahrwegprüfung und lassen den Motor
zusammen mit dem verwendeten Öl ent-
wickeln. Yamalube-Öle nutzen die Quali-
täten des Grundöls voll aus und nutzen
die ideale Mischung aus Additiven, um si-
cherzustellen, dass das endgültige Öl un-
sere Leistungsstandards erfüllt. So haben
Mineralöle, halbsynthetische und synthe-
tische Öle der Marke Yamalube ihren ei-
genen Charakter und Wert. Yamahas
Erfahrung aus vielen Jahren Forschung
und Entwicklung im Bereich Öl seit den
1960er-Jahren macht Yamalube zur bes-
ten Wahl für Ihren Yamaha-Motor.
GAUS1203
KühlflüssigkeitDer Kühlflüssigkeitsstand sollte regelmäßig
kontrolliert werden. Außerdem muss die
Kühlflüssigkeit in den empfohlenen Abstän-
den, gemäß Wartungstabelle, gewechselt
werden.HINWEISWenn keine Yamaha-Originalkühlflüssig-
keit verfügbar ist, ein Äthylenglykol-Frost-
schutzmittel mit Korrosionshemmstoffen für
Aluminiummotoren verwenden und mit des-tilliertem Wasser im Verhältnis 1:1 mischen.
GAU20097
Kühlflüssigkeitsstand prüfen
Da der Kühlflüssigkeitsstand mit der Motor-
temperatur schwankt, die Kontrolle bei kal-
tem Motor vornehmen. 1. Das Fahrzeug auf eine ebene Fläche
stellen. 2. Auf den Kühlflüssigkeitsstand im Aus-
gleichsbehälter blicken, während das
Fahrzeug gerade steht.
3. Befindet sich der Kühlflüssigkeitsstand an oder unter der Minimalstand-Mar-
kierung, den Deckel des Kühlmit-
tel-Ausgleichsbehälters abnehmen.
WARNUNG! Nur den Kühlflüssig-
keits-Ausgleichsbehälterdeckel öff-
nen. Niemals versuchen, den
Kühler-Verschlussdeckel bei hei-
ßem Motor abzunehmen.
[GWA15162]
Empfohlene Kühlflüssigkeit:Kühlflüssigkeit YAMALUBE
Füllmenge: Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter
(Maximalstandsmarkierung):0.25 L (0.26 US qt, 0.22 Imp.qt)
Kühler (einschließlich aller Kanäle): 1.93 L (2.04 US qt, 1.70 Imp.qt)
1. Kühlflüssigkeits-A usgleichsbehälter
2. Maximalstand-Markierung
3. Minimalstand-Markierung
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4. Kühlflüssigkeit bis zur Maximal- stand-Markierung nachfüllen.
ACHTUNG: Wenn keine Kühlflüs-
sigkeit zur Verfügung steht, kann
stattdessen destilliertes Wasser
oder weiches Leitungswasser be-
nutzt werden. Kein hartes Wasser
oder Salzwasser verwenden, da
dies dem Motor schadet. Wenn
Wasser anstelle von Kühlflüssig-
keit verwendet wurde, tauschen Sie
es so schnell wie möglich durch
Kühlflüssigkeit aus, da sonst das
Kühlsystem nicht gegen Frost und
Korrosion geschützt ist. Wenn der
Kühlflüssigkeit Wasser hinzugefügt
wurde, den Frostschutzmittelgehalt
der Kühlflüssigkeit so bald wie
möglich von einer Yamaha-Fach- werkstatt überprüfen lassen, da
sonst die Wirksamkeit des Kühlmit-
tels reduziert wird.
[GCA10473]
5. Den Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbe-
hälterdeckel anbringen.
GAU33032
Kühlflüssigkeit wechseln
Die Kühlflüssigkeit muss in den empfohle-
nen Abständen, gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle, gewechselt werden. Die
Kühlflüssigkeit von einer Yamaha-Fach-
werkstatt wechseln lassen. WARNUNG!
Niemals versuchen, den Kühler-Ver-
schlussdeckel bei heißem Motor abzu-
nehmen.
[GWA10382] GAU36765
LuftfiltereinsatzDer Luftfiltereinsatz sollte in den empfohle-
nen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle ersetzt werden. Den Luftfil-
tereinsatz durch einen Yamaha-Händler er-
setzen lassen.
1. Kühlflüssigkeits-Aus
gleichsbehälterdeckel
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GAU44735
Leerlaufdrehzahl prüfenPrüfen Sie die Leerlaufdrehzahl des Motors
und lassen Sie sie, falls erforderlich, von ei-
ner Yamaha-Fachwerkstatt korrigieren.
GAU21386
Spiel des Gasdrehgriffs prüfenSpiel des Gasdrehgriffs messen, wie in der
Abbildung gezeigt.
Das Spiel des Gasdrehgriffs regelmäßig
prüfen und ggf. von einer Yamaha-Fach-
werkstatt einstellen lassen.
GAU21403
VentilspielDie Ventile sind ein wichtiger Motorbe-
standteil. Ventilspiele verändern sich im
Laufe der Nutzung und müssen daher ge-
mäß den in der Wartungstabelle angegebe-
nen Abständen kontrolliert sowie eingestellt
werden. Nicht eingestellte Ventile können
zu einer falschen Luft-Kraftstoff-Mischung,
zu Motorgeräuschen und schließlich zu ei-
nem Motorschaden führen. Damit dies nicht
auftritt, einen Yamaha-Händler das Ventil-
spiel in regelmäßigen Abständen prüfen
und einstellen lassen.HINWEISDiese Wartung muss bei kaltem Motordurchgeführt werden.
Leerlaufdrehzahl:
1100–1300 U/min
1. Spiel des GasdrehgriffsSpiel des Gasdrehgriffs: 3.0–5.0 mm (0.12–0.20 in)
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GAU36505
Bremslichtschalter Das Bremslicht sollte sich kurz vor der Wir-
kung der Bremse einschalten. Das Brems-
licht wird durch Schalter aktiviert, die an den
Handbremshebel und den Fußbremshebel
angeschlossen sind. Da die Bremslicht-
schalter Komponenten des Antiblockiersys-
tems sind, sollten sie von einem
Yamaha-Händler gewartet werden.
GAU22393
Scheibenbremsbeläge des
Vorder- und Hinterrads prüfenDer Verschleiß der Scheibenbremsbeläge
vorn und hinten muss in den empfohlenen
Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle geprüft werden.
GAU36891
Scheibenbremsbeläge vorn
Jeder Vorderrad-Scheibenbremsbelag
weist Verschleißanzeiger auf, die ein Prü-
fen der Bremsbeläge ohne Ausbau erlau-
ben. Zur Prüfung des
Bremsbelagverschleiße s die Bremse betä-
tigen und die Verschleißanzeiger beobach-
ten. Wenn ein Verschleißanzeiger die
Bremsscheibe fast berührt, die Scheiben-
bremsbeläge im Satz von einer Yamaha-Fachwerkstatt austauschen las-
sen.
GAU46292
Scheibenbremsbeläge hinten
Jeder Hinterrad-Scheibenbremsbelag weist
Verschleißanzeiger (Nuten) auf, die ein
Prüfen der Bremsbelä
ge ohne Ausbau er-
lauben. Zur Prüfung des Bremsbelagver-
schleißes die Nuten prüfen. Wenn ein
Verschleißanzeiger fa st erscheint, die
Scheibenbremsbeläge als ganzen Satz von
einer Yamaha-Fachwerkstatt austauschen
lassen.
1. Verschleißanzeiger des Bremsbelags
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1. Verschleißanzeigerille des Bremsbelags
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GAU40262
Bremsflüssigkeitsstand prüfenVor Fahrtantritt kontrollieren, dass Brems-
flüssigkeit bis über die Minimalstand-Mar-
kierung reicht. Beim Ablesen des
Flüssigkeitsstands muss der Vorratsbehäl-
ter waagerecht stehen. Falls erforderlich,
Bremsflüssigkeit nachfüllen.
Vorderradbremse Hinterradbremse
WARNUNG
GWA16011
Unsachgemäße Wart
ung kann zu einem
Verlust der Bremswirkung führen. Fol-
gende Vorsichtsmaßregeln beachten:
Bei Bremsflüssigkeitsmangel kann
Luft in die Bremsanlage eindringen
und die Bremsleistung verringern.
Den Einfüllschraubverschluss vor
dem Abnehmen säubern. Nur
Bremsflüssigkeit DOT 4 aus einem
versiegelten Behälter verwenden.
Nur vorgeschriebene Bremsflüssig-
keit verwenden; andere Flüssigkei-
ten können die Gummidichtungen zersetzen und dadurch Lecks ver-
ursachen.
Ausschließlich Bremsflüssigkeit
gleicher Marke und gleichen Typs
nachfüllen. Wird eine andere
Bremsflüssigkeit als DOT 4 nachge-
füllt, kann es zu schädlichen chemi-
schen Reaktionen kommen.
Darauf achten, dass beim Nachfül-
len kein Wasser oder Staub in den
Vorratsbehälter gelangt. Wasser
wird den Siedepunkt der Flüssigkeit
bedeutend herabsetzen und könnte
Dampfblasenbildung zur Folge ha-
ben, und Verschmutzungen könn-
ten die Ventile desABS-Hydrauliksystems verstopfen.
ACHTUNG
GCA17641
Bremsflüssigkeit kann lackierte Oberflä-
chen und Kunststoffteile beschädigen.
Deshalb vorsichtig handhaben und ver-schüttete Flüssigkeit sofort abwischen.
Ein allmähliches Absinken des Bremsflüs-
sigkeitsstandes ist mit zunehmendem Ver-
schleiß der Bremsb
eläge normal. Ein
niedriger Bremsflüssigkeitsstand könnte
darauf hinweisen, dass die Bremsbeläge
abgenutzt sind und/oder ein Leck im
Bremssystem vorhanden ist; daher auf je-
1. Minimalstand-Markierung
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1. Minimalstand-MarkierungVorgeschriebene Bremsflüssigkeit: DOT 4
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den Fall die Bremsbeläge auf Verschleiß
und das Bremssystem auf Lecks überprü-
fen. Bei plötzlichem Absinken des Brems-
flüssigkeitsstandes die Bremsanlage vor
dem nächsten Fahrtantritt von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen lassen.
GAU22734
Wechseln der BremsflüssigkeitDie Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre von einem
Yamaha-Händler wechseln lassen. Zusätz-
lich sollten die Öldichtungen der Haupt-
bremszylinder und der Bremssättel sowie
die Bremsschläuche in den unten aufge-
führten Abständen gewechselt werden oder
früher, wenn sie beschädigt oder undicht
sind.
Bremsendichtungen: alle 2 Jahre
Bremsschläuche: alle 4 Jahre
GAU22762
Antriebsketten-DurchhangDen Antriebsketten-Durchhang vor jeder
Fahrt prüfen und ggf. korrigieren.
GAU2277G
Kettendurchhang prüfen 1. Das Motorrad auf den Seitenständer
stellen.HINWEISBeim Prüfen und Einstellen des An-
triebsketten-Durchhangs darf auf demFahrzeug keine Belastung sein.
2. Das Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
3. Den Kettendurchhang, wie in der Ab- bildung gezeigt, messen.1. Antriebsketten-Durchhang
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