Page 56 of 198
–3–
Wichtige Informationen
Beim Ausweichen von Hindernissen den Gashebel nicht loslassen—wie bei anderen Motorboo-
ten muss beim Steuern Gas gegeben werden. Vor dem Anlassen eines Privatwasserfahrzeugs
immer die Gasbetätigung und Lenkung auf ordnungsgemäße Funktion überprüfen.
Die Verkehrsregeln der Wasser- und Schifffahrtswege sowie alle Gesetze und Vorschriften der
jeweiligen Gebietshoheit in Bezug auf Privatwasserfahrzeuge (PWC) befolgen. Siehe Betriebs-
anleitung für weitere Informationen.
E_F3Y-72-forPrint.book Page 3 Friday, June 7, 2019 1:58 PM
Page 58 of 198

–5–
Anwendung dieses Handbuchs für Übungszwecke
Hier eine Erklärung zu der jeweiligen Geschwindigkeit:
“Langsamstlaufgeschwindigkeit” (Trolling) ist die Mindestgeschwindigkeit für das Ausführen von
Fahrmanövern. Es wird nur wenig oder überhaupt kein Gas gegeben. Das Wasserfahrzeug ist im Was-
ser eingetaucht und es entsteht keine Bugwelle bzw. kein Fahrwasser.
“Untere Gleitgeschwindigkeit” (Sub-planing) ist eine mittlere Geschwindigkeit. Der Bug des Was-
serfahrzeugs ist leicht über dem Wasserspiegel angehoben, die Fortbewegung findet jedoch weiterhin
durch das Wasser statt (nicht darüber). Es entsteht eine Bugwelle bzw. ein Fahrwasser.
“Volle Gleitgeschwindigkeit” (Planing) ist eine höhere Geschwindigkeit. Das Wasserfahrzeug steht
in mehr waagerechter Position und streift die Wasseroberfläche. Es entsteht eine Bugwelle bzw. ein
Fahrwasser.
Langsamstlaufgeschwindigkeit
Untere Gleitgeschwindigkeit
(Sub-Planing)
Gleitgeschwindigkeit
E_F3Y-72-forPrint.book Page 5 Friday, June 7, 2019 1:58 PM
Page 59 of 198

–6–
Übungsgruppe 1: Bedienelemente
Zielsetzung:
Diese Übung trainiert Sie in der Auffindung und Betätigung der Bedienelemente des Fahrzeugs
ohne hierzu nachsehen zu müssen oder zu zögern. Diese Fertigkeit muss beherrscht werden, damit
Sie ständig Ihr gesamtes Umfeld auf Personen, Gegenstände oder andere Wasserfahrzeuge im Zuge
der Durchführung Ihrer Fahrmanöver absuchen können und Ihre Konzentration nicht durch das Su-
chen eines Bedienelements (Schalter, Hebel, Pedal, Griff etc.) beeinträchtigen müssen.
Fertigkeiten:
Wissen um die Lage des Bedienelements und deren Anwendung ohne hierfür innehalten und darü-
ber nachdenken zu müssen.
Anweisungen:
Übung 1: Identifizieren von Komponenten und Bedienelementen
Lesen Sie Ihre Betriebsanleitung durch, um die wesentlichen Komponenten und Bedienelemente
des Wasserfahrzeugs zu identifizieren.
Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihnen die Funktion eines Bedienelements geläufig ist, lesen Sie
um sicher zu gehen die Anweisungen!
Übung 2: Überprüfungen vor der Inbetriebnahme
Üben Sie die Durchführung der Überprüfungen vor der Inbetriebnahme wie in Ihrer Betriebsanlei-
tung aufgeführt. Sie haben die gesamte Anordnung in Übung 1 gelernt.
Stellen Sie nun sicher, dass alles ordnungsgemäß funktioniert. Achten Sie insbesondere auf die Be-
dienelemente der Steuerung und den Gashebel.
Übung 3: Haltungen zur Führung des Fahrzeugs
Steigen Sie bei an Land befindlichem Wasserfahrzeug und abgestelltem Motor auf und machen Sie
sich mit den richtigen Haltungen zum Betreiben des Fahrzeugs wie in Ihrer Betriebsanleitung beschrie-
ben vertraut. Dann mit dem Blick geradeaus den Ort jedes Bedienelements ermitteln und sicher stel-
len, dass deren Verwendung bekannt ist. Mit dieser Übung fortfahren, bis die Bedienelemente vertraut
sind.
E_F3Y-72-forPrint.book Page 6 Friday, June 7, 2019 1:58 PM
Page 61 of 198

–8–
Übungsgruppe 2: Starten und Anhalten des Motors
Übung 1: Starten des Motors
1. Befestigen Sie die Motor-Quickstoppleine 1 an Ihrem Handgelenk. Clip einsetzen 2, unter dem
Motor-Quickstoppschalter 3. Die Motor-Quickstoppleine von den Lenkergriffen fernhalten, so
dass der Motor abgestellt wird wenn der Fahrzeugführer abfällt. Der Clip wird unter Umständen
nicht herausgezogen, wenn er um die Lenkergriffe gewickelt wird.
2. Den Startschalter 4 (grüner Knopf) drücken.
EX / EX Sport:
Betätigen Sie nicht den Gashebel. Anderenfalls lässt sich der Motor nicht starten.
Der Motor ist direkt mit der Antriebseinheit verbunden. Berücksichtigen Sie also den Vorwärts-
schub beim Starten des Motors. Geben Sie nur so viel Gas, dass der Motor läuft.
EX Deluxe:
Betätigen Sie weder den Gashebel noch den RiDE-Hebel. Anderenfalls lässt sich der Motor nicht
starten.
3. Den Startschalter loslassen, sobald der Motor zu laufen beginnt.
2
3
123
1
EX / EX Sport EX Deluxe
44
EX / EX Sport EX Deluxe
E_F3Y-72-forPrint.book Page 8 Friday, June 7, 2019 1:58 PM
Page 62 of 198

–9–
Übungsgruppe 2: Starten und Anhalten des Motors
Übung 2: Anhalten des Motors
1. Den Gashebel loslassen und den Motor langsam auf Leerlaufdrehzahl drehen lassen.
2. Den Motorstoppschalter 1 (roter Knopf) drücken. Der Zündstromkreis wird getrennt und der Mo-
tor bleibt sofort stehen.
3. Ein Ziehen der Motor-Quickstoppleine üben, um den Clip aus dem Motor-Quickstoppschalter her-
aus zu ziehen.
Wichtige Hinweise:
1. Vor dem Starten des Motors die Motor-Quickstoppleine am linken Handgelenk befestigen. Um ein
versehentliches Starten des Motors zu verhindern den Clip vom Motor-Quickstoppschalter entfer-
nen, wenn der Motor nicht läuft.
2. Den Startschalter nicht für länger als jeweils 5 Sekunden betätigen. Den Startschalter niemals drü-
cken, während der Motor läuft.
3. Falls der Motor nicht innerhalb von 5 Sekunden startet, den Startschalter loslassen und nach
15 Sekunden nochmals versuchen. Durch das ständige Starten für länger als 5 Sekunden wird die
Batterie entladen und der Motor lässt sich nicht mehr starten.
4. Mit dem Starten des Motors wird der Rückstoß aus der Jetdüse das Wasserfahrzeug bewegen.
Durch Drücken des Gashebels wird mehr Schub erzeugt. Nur so viel Gas geben, dass der Motor
am Laufen bleibt.
1
STOP
1
EX / EX Sport EX Deluxe
STOP
EX / EX Sport EX Deluxe
E_F3Y-72-forPrint.book Page 9 Friday, June 7, 2019 1:58 PM
Page 66 of 198

–13–
Übungsgruppe 4: Manövrieren mit Langsamstlaufgeschwindigkeit
Zielsetzung:
Diese Übung macht Sie mit den Handlingeigenschaften des Wasserfahrzeugs bei Langsamstlauf-
geschwindigkeit vertraut. Sie bildet Sie in Techniken aus, die beim Setzen des Wasserfahrzeugs an
Land, beim Andocken oder beim Nähern an Gegenstände erforderlich sind.
Fertigkeiten:
Starten und Wenden bei Langsamstlaufgeschwindigkeit.
Anweisungen:
Übung 1: Fahrt geradeaus und Wenden bei Langsamstlaufgeschwindigkeit
1. Auf das Wasserfahrzeug aufsteigen und auf das Vorhandensein von Personen, Gegenständen und
anderen Wasserfahrzeugen prüfen.
2. Motor anlassen und geradeaus fahren.
3. Wendemanöver beginnen und eine große Acht von ca. 15–21 m (50–70 ft) Länge durchfahren. Da-
bei kein Gas geben.
Übung 2: Wendemanöver mit Lenker im Anschlag bei Langsamstlaufgeschwin-
digkeit
1. Den Lenker soweit wie möglich in jede Richtung drehen. Das Wasserfahrzeug 360° durchfahren
lassen.
2. Üben Sie das Wenden im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn, um ein Gefühl für die Reak-
tion des Wasserfahrzeugs auf die Bewegung des Lenkers zu erlangen.
E_F3Y-72-forPrint.book Page 13 Friday, June 7, 2019 1:58 PM
Page 67 of 198
–14–
Übungsgruppe 5: Manövrieren bei unterer Gleitgeschwindigkeit (“Sub-Planing”)
Zielsetzung:
Diese Übung zeigt Ihnen, wie Sie geradeaus fahren, mit engem Wendekreis einlenken und beide
Manöver kombinieren, um eine Acht zu durchfahren.
Fertigkeiten:
Gasbetätigung und Drehen bei mittlerer Geschwindigkeit.
Anweisungen:
Lenkung
Die Lenkung des Wasserfahrzeugs erfolgt durch die Betätigung von Gas und gleichzeitiges Drehen
der Lenkergriffe 1. Mit Drehen der Lenkergriffe wird der Winkel der Jetdüse 2 am Heck verändert,
wodurch sich die Richtung des Wasserfahrzeug ändert.
Da die Stärke des Schubs die Geschwindigkeit und Richtung einer Wendung bestimmt, muss bei
einer beabsichtigten Wendung, außer bei Langsamstlaufgeschwindigkeit, die Drosselklappe immer
geöffnet sein.
E_F3Y-72-forPrint.book Page 14 Friday, June 7, 2019 1:58 PM
Page 68 of 198

–15–
Übungsgruppe 5: Manövrieren bei unterer Gleitgeschwindigkeit (“Sub-Planing”)
Anhalten
Das Wasserfahrzeug besitzt kein Bremssystem. Das Wasserfahrzeug wird durch den Wasserwider-
stand oder durch den Rückwärtsfahrt-Wasserstrahl abgebremst. Das Wasserfahrzeug bremst unmit-
telbar nach dem Loslassen des Gashebels ab, gleitet aber noch eine Weile dahin, bevor es vollständig
stehen bleibt. Falls Zweifel daran bestehen, ob Sie rechtzeitig anhalten können, bevor Sie auf ein Hin-
dernis stoßen, geben Sie Gas und drehen Sie in eine andere Richtung ab.
Nachdem das Gas weggenommen oder der Motor ausgeschaltet wurde, kommt das Wasserfahr-
zeug durch den Wasserwiderstand nach ca. 90 m (300 ft) aus der Höchstgeschwindigkeit zum Still-
stand; allerdings können Faktoren wie das Gesamtgewicht, die Bedingungen der Wasseroberfläche
und die Windrichtung diesen Abstand beeinflussen.
EX Deluxe: Wenn der RiDE-Hebel zum Abbremsen betätigt wird, ist der Bremsweg ca. 30% kürzer
als ohne Betätigung des RiDE-Hebels. Allerdings können Faktoren wie das Gesamtgewicht, die Bedin-
gungen der Wasseroberfläche und die Windrichtung diesen Abstand beeinflussen.
Übung 1: Fahrt geradeaus und Wenden in großen Ovalen
1. Langsam in Richtung vorwärts auf die untere Gleitgeschwindigkeit (“Sub-Planing”) beschleunigen
und dann unter Beibehaltung der Geschwindigkeit eine gleichmäßige Rechtskurve fahren.
2. Die Übung wiederholen und hierbei eine Linkskurve fahren.
3. Die Übung wiederholen. Hierzu geradeaus fahren und dann drehen, um ein Oval vollständig zu
durchfahren.
Bremsweg
E_F3Y-72-forPrint.book Page 15 Friday, June 7, 2019 1:58 PM