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bremsen bei Regen nicht informiert und
muss auch keine Maßnahmen treffen.
Notbremsbereitschaft (RAB)
Dank der Notbremsbereitschaft (RAB) kann
die Zeit bis zum Erreichen der vollen Brems-
leistung bei Notbremsungen verringert
werden. Das System erkennt die Situation
einer Notbremsung im Voraus, indem es
überwacht, wie schnell das Gaspedal vom
Fahrer entlastet wird. Der elektronische
Bremsregler (EBC) bereitet die Bremsanlage
auf eine Notbremsung vor.
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die Antriebsschlupfregelung überwacht die
Stärke des Radschlupfs der angetriebenen
Räder. Wird Radschlupf bei einem Rad regis-
triert, kann die Antriebsschlupfregelung
(ASR) Bremsdruck auf das durchdrehende
Rad anwenden und/oder die Fahrzeugleis-
tung verringern, um für verbesserte
Beschleunigung und Stabilität zu sorgen.
Eine Funktion der Antriebsschlupfregelung
(ASR), die Differenzialbremse (BLD),
arbeitet ähnlich wie ein Sperrdifferenzial
und regelt den Radschlupf auf einer ange-
triebenen Achse. Wenn sich ein Rad einer
angetriebenen Achse schneller dreht als dasandere, bremst das System das durchdre-
hende Rad ab. Dadurch wird ein höheres
Fahrzeugdrehmoment an das nicht durch-
drehende Rad übertragen. Die Differential-
bremse kann auch dann aktiviert bleiben,
wenn die Antriebsschlupfregelung und das
elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) in
einem reduzierten Modus sind.
Anhänger-Schlingerstabilisierung (TSC)
Die Anhänger-Schlingerstabilisierung (TSC)
verwendet Sensoren im Fahrzeug, um einen
übermäßig schwankenden Anhänger zu
erkennen, und wird die entsprechenden
Maßnahmen durchführen, um zu versuchen,
die Schlingerbewegung aufzuhalten. Die
Anhänger-Schlingerstabilisierung wird auto-
matisch aktiviert, sobald ein übermäßiges
Schlingern des Anhängers registriert wird.
HINWEIS:
Die Anhänger-Schlingerstabilisierung (TSC)
kann nicht in allen Fällen Anhänger stabili-
sieren. Bei Anhängerbetrieb ist stets
vorsichtig zu fahren, und die Anhängerstütz-
last-Empfehlungen sind unbedingt zu
beachten. Weitere Informationen hierzu
finden Sie unter „Anhängerbetrieb“ in „Start
und Betrieb“.
Bei aktivierter Anhänger-Schlingerstabilisie-
rung (TSC) blinkt die „ESP-Aktivierung/
Systemkontrollleuchte“, die Motorleistung
wird verringert, und Sie spüren eine Betäti-
gung der Bremsen an einzelnen Rädern bei
dem Versuch, den Anhänger zu stabilisieren.
Bei Teilabschaltung oder vollständiger
Abschaltung des ESP ist das TSC-System
deaktiviert.
ZUSÄTZLICHE FAHRSYS
-
TEME
System zur Überwachung der toten Winkel
(BSM) – je nach Ausstattung
Das System zur Überwachung der toten
Winkel (BSM) erfasst mithilfe von zwei
Radarsensoren innerhalb der hinteren Stoß-
fängerverkleidung kennzeichnungspflichtige
WARNUNG!
Wenn die Anhänger-Schlingerstabilisierung
(TSC) während der Fahrt aktiviert wird,
bremsen Sie das Fahrzeug ab und halten Sie
bei der nächsten sicheren Möglichkeit an,
um die Last auf dem Anhänger
umzuverteilen, damit weiteres Schlingern
des Anhängers unterbleibt.
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Fahrzeuge (PKW, LKW, Motorräder usw.),
die von hinten/vorn/von der Seite in die toten
Winkel des Fahrzeugs gelangen.Hintere Erfassungszonen
Beim Anlassen des Motors leuchtet die
Warnleuchte des Systems zur Überwachung
der toten Winkel (BSM) in beiden Außen-
spiegeln kurz auf, damit der Fahrer weiß,
dass das System aktiviert ist. Die Sensoren
des BSM-Systems sind aktiviert, wenn ein
Vorwärtsgang oder der Gang „REVERSE“
(Rückwärtsgang) eingelegt ist; in der Stel-
lung „PARK“ (Parken) gehen sie in den
Bereitschaftsbetrieb.
Die Erfassungszonen des Systems zur Über-
wachung der toten Winkel (BSM) deckt auf
beiden Seiten des Fahrzeugs jeweils etwa die Breite einer Fahrspur (3,8 m oder 12 ft) ab.
Die Zonenlänge beginnt am Außenspiegel
und erstreckt sich um etwa 3 m (10 ft) über
den hinteren Stoßfänger nach hinten. Das
System zur Überwachung der toten Winkel
(BSM) überwacht die Erfassungszonen auf
beiden Seiten des Fahrzeugs bei Fahrge-
schwindigkeiten ab etwa 10 km/h (6 mph) und warnt den Fahrer vor Fahrzeugen in
diesen Bereichen.
HINWEIS:
Das System zur Überwachung der toten
Winkel (BSM) warnt den Fahrer NICHT vor
sich schnell nähernden Fahrzeugen, die
sich außerhalb der Erfassungszonen
befinden.
Die Erfassungszonen des Systems zur
Überwachung der toten Winkel (BSM)
ändern sich im Anhängerbetrieb NICHT.
Stellen Sie daher bei einem Spurwechsel
sicher, dass die benachbarte Spur sowohl
für Ihr Fahrzeug als auch für den
Anhänger frei ist. Wenn der Anhänger oder
ein anderer Gegenstand (wie z. B. ein
Fahrrad oder ein Sportgerät) seitlich über
das Fahrzeug hinausragt, leuchtet die
Warnleuchte des Systems zur Überwa-
chung der toten Winkel (BSM) möglicher- weise dauerhaft, während ein
Vorwärtsgang eingelegt ist. Es kann erfor-
derlich sein, das System zur Überwachung
der toten Winkel (BSM) manuell zu deak-
tivieren, um eine Fehlerkennung zu
vermeiden. Weitere Informationen hierzu
finden Sie in der Bedienungsanleitung
unter „Uconnect-Einstellungen“ in
„Multimedia“.
Beim System zur Überwachung der toten
Winkel (BSM) können die Kontrolllampen
am Außenspiegel ausfallen (blinken),
wenn ein Motorrad oder ein kleiner Gegen-
stand längere Zeit an der Seite des Fahr-
zeugs bleibt (länger als ein paar
Sekunden).
Damit das System zur Überwachung der
toten Winkel (BSM) richtig funktionieren
kann, muss der Bereich an der hinteren
Stoßfängerverkleidung, in dem sich die
Radarsensoren befinden, frei von Schnee,
Eis und Schmutz gehalten werden. Der
Bereich an der hinteren Stoßfängerverklei-
dung, in dem sich die Radarsensoren
befinden, darf nicht durch Fremdkörper
(Aufkleber, Fahrradträger usw.) verdeckt
sein.
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Heckseitiger Querverkehr (RCP)
Die Funktion zur Überwachung des hecksei-
tigen Querverkehrs (RCP) unterstützt den
Fahrer auf Parkplätzen beim Zurücksetzen,
wenn seine Sicht auf den Querverkehr einge-
schränkt ist. Fahren Sie langsam und
vorsichtig vom Parkplatz nach hinten weg,
bis sich das Fahrzeugheck auf der Straße
befindet. Das RCP-System erfasst dann denQuerverkehr. Wenn es ein sich näherndes
Fahrzeug erfasst, alarmiert es den Fahrer.
RCP überwacht die hinteren Erfassungs-
zonen auf beiden Seiten des Fahrzeugs auf
Objekte, die sich mit Geschwindigkeiten, die
für Parkplätze typisch sind, d. h. mit einer
Mindestgeschwindigkeit von etwa 5 km/h
(3 mph) bis zu einer Höchstgeschwindigkeit
von etwa 32 km/h (20 mph), auf die Fahr-
zeugseite zu bewegen.
HINWEIS:
Auf einem Parkplatz können sich nähernde
Fahrzeuge durch seitlich geparkte Fahrzeuge
verdeckt sein. Wenn die Sensoren auf
Bauwerke oder andere Fahrzeuge gerichtet
sind, kann das System den Fahrer nicht
warnen.
Wenn das RCP-System aktiviert ist und beim
Fahrzeug REVERSE (R – Rückwärtsgang)
eingelegt ist, wird der Fahrer durch optische
und akustische Warnsignale einschließlich
einer Verminderung der Radiolautstärke
gewarnt.
Betriebsmodi
Im Uconnect-System stehen drei wählbare
Betriebsarten zur Verfügung. Weitere Informa-
tionen hierzu finden Sie in der Bedienungsan-
leitung unter „Uconnect-Einstellungen“ in
„Multimedia“.
WARNUNG!
Das System zur Überwachung der toten
Winkel dient nur als Hilfsmittel zur
Erfassung von Objekten in nicht
einsehbaren Zonen. Das System zur
Überwachung der toten Winkel (BSM)
dient nicht zur Erfassung von Fußgängern,
Radfahrern oder Tieren. Selbst wenn Ihr
Fahrzeug mit dem System zur
Überwachung der toten Winkel (BSM)
ausgestattet ist, müssen Sie vor einem
Fahrbahnwechsel stets die
Fahrzeugspiegel kontrollieren, über die
Schulter schauen und den Blinker
einschalten. Andernfalls kann es bei
einem Unfall zu schweren oder tödlichen
Verletzungen kommen.
WARNUNG!
Die Funktion zur Überwachung des
heckseitigen Querverkehrs (RCP) ist kein
Hilfssystem für das Zurücksetzen. Sein
Zweck besteht darin, dem Fahrer dabei zu
helfen, auf einem Parkplatz ein sich
näherndes Fahrzeug zu erfassen. Auch
wenn RCP aktiviert ist, muss der Fahrer
beim Zurücksetzen die nötige Vorsicht
walten lassen. Prüfen Sie vor dem
Zurücksetzen den Bereich hinter Ihrem
Fahrzeug immer mit größter Sorgfalt,
schauen Sie nach hinten und achten Sie
auf Fußgänger, Tiere, andere Fahrzeuge,
Hindernisse und tote Winkel. Andernfalls
kann es bei einem Unfall zu schweren oder
tödlichen Verletzungen kommen.
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SICHERHEIT
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Alarm für tote Winkel - nur Leuchten (Standard-
einstellung)
Im Modus des Alarms für tote Winkel zeigt
das System zur Überwachung der toten
Winkel (BSM) im entsprechenden Außen-
spiegel einen optischen Alarm an, wenn ein
Objekt erfasst wird. Wenn das System jedoch
im Modus „Heckseitiger Querverkehr“ (RCP)
betrieben wird, reagiert es auf ein erfasstes
Objekt sowohl mit einem optischen als auch
mit einem akustischen Alarm. Bei Auslösung
eines akustischen Warnsignals wird das
Radio stumm geschaltet.
Leuchten/akustisches Warnsignal des Alarms
für tote Winkel
Wenn beim Alarm für tote Winkel die
Leuchten/ein akustisches Warnsignal akti-
viert werden, zeigt das System zur Überwa-
chung der toten Winkel (BSM) im
entsprechenden Außenspiegel einen opti-
schen Alarm an, wenn ein Objekt erfasst
wird. Wenn dann der Blinker auf der Seite
betätigt wird, auf der auch ein Alarm ausge-
löst wurde, ertönt darüber hinaus ein akusti-
sches Warnsignal. Wenn auf derselben Seite
gleichzeitig der Blinker betätigt und ein
Objekt erfasst wird, werden sowohl der opti-
sche als auch der akustische Alarm ausge- löst. Zusätzlich zum akustischen Warnsignal
wird das Radio stummgeschaltet, sofern es
eingeschaltet ist.
HINWEIS:
Bei Auslösung eines akustischen Warnsig-
nals durch das System zur Überwachung der
toten Winkel (BSM) wird auch das Radio
stumm geschaltet.
Wenn das System im RCP-Modus betrieben
wird, reagiert es auf ein erfasstes Objekt
sowohl mit einem optischen als auch mit
einem akustischen Alarm. Bei Auslösung
eines akustischen Warnsignals wird die
Radiolautstärke vermindert. Der Status des
Blinkers oder der Warnblinkanlage wird igno-
riert; der RCP-Status löst stets das akusti-
sche Warnsignal aus.
Ausschalten des Alarms für tote Winkel
Wenn das System zur Überwachung der
toten Winkel (BSM) ausgeschaltet ist,
werden vom BSM- und vom RCP-System
weder optische noch akustische Alarme
ausgelöst.
HINWEIS:
Beim Ausschalten der Zündung speichert
das System zur Überwachung der toten
Winkel (BSM) die gegenwärtige Betriebsart.Bei jedem Anlassen des Motors wird der
zuvor gespeicherte Modus aufgerufen und
eingesetzt.
Sensor blockiert
Wenn das System eine schlechtere Leistung
aufgrund von Verunreinigung oder Fremd-
gegenständen erkennt, werden Sie durch
eine Meldung auf einen blockierten Sensor
hingewiesen und die Warnanzeigen in den
Außenspiegeln leuchten auf. Die Warnan-
zeigen leuchten weiter, bis die Bedingungen
für die Behebung der Blockierung erfüllt
sind. Entfernen Sie zuerst alle Blockie-
rungen aus dem Bereich der Blende um die
Sensoren. Nach dem Entfernen der Blockie-
rung, setzen Sie das System zurück, indem
Sie die Zündung von EIN auf AUS und dann
wieder auf EIN schalten.
Kollisionswarnsystem (FCW) mit
Überrollschutz – Je nach Ausstattung
Funktion des Kollisionswarnsystems (FCW)
mit Schutz
Das „Forward Collision Warning (FCW) with
Mitigation“ (Kollisionswarnsystem (FCW) mit
Schutz) bietet dem Fahrer akustische Warn-
signale, visuelle Warnungen (innerhalb des
Kombiinstrument-Displays) und warnt den
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Fahrer möglicherweise mit einem Brems-
ruck, wenn es einen potenziellen Frontalauf-
prall erfasst. Die Warnungen und das
automatische Verzögern sollen dem Fahrer
genug Zeit geben, zu reagieren und den
möglichen Unfall zu vermeiden oder abzu-
mildern.
HINWEIS:
Das Kollisionswarnsystem (FCW) überwacht
die Informationen der nach vorn gerichteten
Sensoren und des elektronischen Bremsreg-
lers, um die Wahrscheinlichkeit eines mögli-
chen Frontalaufpralls zu berechnen. Wenn
das System bestimmt, dass ein Frontalauf-
prall wahrscheinlich ist, wird der Fahrer mit
akustischen und visuellen Warnungen und
möglicherweise einem warnenden Brems-
ruck darauf aufmerksam gemacht.
Wenn der Fahrer daraufhin keine
Maßnahmen ergreift, bremst das System mit
einem leichten aktiven Bremsvorgang das
Fahrzeug ab, um das Potenzial eines Frontal-
aufpralls zu verringern. Wenn der Fahrer auf
die Warnungen durch Bremsen reagiert, und
das System bestimmt, dass der Fahrer
vorhat, den Unfall durch Abbremsen zu
vermeiden, aber nicht genügend Bremskraftaufgewendet hat, gleicht das System dieses
aus und stellt zusätzliche Bremskraft wie
erforderlich bereit.
Wenn das Kollisionswarnsystem mit Über-
rollschutz bei einer Geschwindigkeit von
weniger als 42 km/h einsetzt, kann das
System die maximale Bremsleistung
aufbringen, um den potenziellen Frontalauf-
prall zu vermeiden. Wenn das Kollisions-
warnsystem mit Überrollschutz das Fahrzeug
vollständig stoppt, hält das System das Fahr-
zeug zwei Sekunden lang im Stillstand und
gibt dann das Bremspedal frei.
Wenn das System ermittelt, dass ein Aufprall
auf das vorausfahrende Fahrzeug nicht mehr
wahrscheinlich ist, wird die Warnmeldung
deaktiviert.
HINWEIS:
Die Mindestgeschwindigkeit für die Akti-
vierung des Kollisionswarnsystems (FCW)
beträgt 1 mph (2 km/h).
Die FCW-Alarme werden je nach der
vorhergesagten Fahrtroute möglicherweise
durch andere Objekte als Fahrzeuge, z. B.
Leitplanken oder Schildermasten,
Meldungen des Kollisionswarnsystems
(FCW) ausgelöst. Dies ist normal und einTeil der normalen Aktivierung und Funk-
tion des Kollisionswarnsystems (FCW).
Es ist gefährlich, das Kollisionswarn-
system (FCW) zu prüfen. Um einen
solchen Missbrauch des Systems zu
verhindern, wird nach vier aktiven Brems-
vorgängen ohne zwischenzeitliches
Ausschalten der Zündung der Teil für
aktive Bremsvorgänge des Kollisionswarn-
systems (FCW) bis zum nächsten
Einschalten der Zündung deaktiviert.
Das Kollisionswarnsystem (FCW) ist nur
für den Straßenbetrieb vorgesehen. Wenn
das Fahrzeug im Geländebetrieb
verwendet wird, sollte das Kollisionswarn-
system (FCW) deaktiviert werden, um
unnötige Warnungen zur Umgebung zu
verhindern.
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SICHERHEIT
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(Fortsetzung)
erfolgt so lange, bis der Reifendruck auf den
laut Sicherheitsplakette vorgeschriebenen
Wert bei kaltem Reifen korrigiert wurde.
HINWEIS:
Sobald die Reifendruck-Warnleuchte (Warn-
leuchte des Reifendrucküberwachungssys-
tems) aufleuchtet, müssen Sie den
Reifendruck auf den laut Sicherheitsplakette
vorgeschriebenen Wert bei kaltem Reifen
korrigieren. Erst dann erlischt die Warn-
leuchte des Reifendrucküberwachungssys-
tems.
Da das System automatisch aktualisiert wird,
erlischt die Warnleuchte des Reifendrucküber-
wachungssystems, sobald es die aktualisierten
Reifendrucksignale empfängt. Unter
Umständen kann das TPMS diese Daten erst
nach einer bis zu 10-minütigen Fahrt mit einer
Geschwindigkeit über 15 mph (24 km/h)
empfangen.
Beispiel: Bei Ihrem Fahrzeug beträgt der
vorgeschriebene Reifendruck bei kaltem
Reifen (Fahrzeug steht seit mindestens drei
Stunden) 227 kPa (33 psi). Beträgt die
Außentemperatur 20 °C (68 °F), und der
gemessene Reifendruck liegt bei 193 kPa
(28 psi), sinkt der Reifendruck bei einem
Temperaturabfall auf -7 °C (20 °F) auf ca. 165 kPa (24 psi). Dieser Reifendruck ist so
gering, dass die Warnleuchte des Reifen-
drucküberwachungssystems eingeschaltet
wird. Auch wenn während der Fahrt der
Reifendruck auf ca. 28 psi (193 kPa) steigt,
bleibt die Warnleuchte des Reifendrucküber-
wachungssystems eingeschaltet. In diesem
Fall wird die Warnleuchte des Reifendruck-
überwachungssystems erst dann ausge-
schaltet, wenn der Reifendruck auf den laut
Sicherheitsplakette vorgeschriebenen Wert
bei kaltem Reifen korrigiert wurde.
HINWEIS:
Beim Aufpumpen warmer Reifen muss der
Reifen möglicherweise um bis zu 4 psi
(28 kPa) über den laut Sicherheitsplakette
empfohlenen Reifendruck für kalte Reifen
aufgepumpt werden, damit die Warnleuchte
des Reifendrucküberwachungssystems
erlischt. VORSICHT!
Das
Reifendrucküberwachungssystem (TPM
S) ist für die Originalreifen und Räder
optimiert. Die TPMS-Reifendrücke und
Warnsignale wurden für die
Original-Reifengröße Ihres Fahrzeugs
festgelegt. Bei Verwendung von Reifen,
deren Größe und/oder Bauart nicht den
Originalreifen entspricht, können eine
unerwünschte Funktion des Systems
oder Sensorschäden auftreten. Der
TPM-Sensor ist nicht für die Verwendung
auf Rädern aus dem Zubehörhandel
geeignet, wodurch es zu einer allgemein
schlechteren Systemleistung oder einer
Beschädigung der Sensoren kommen
kann. Kunden werden dazu angehalten,
OEM-Räder zu verwenden, um eine
einwandfreie TPM-Funktion zu gewähr-
leisten.
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HINWEIS:
Das TPMS ist nicht als Ersatz für die
normale Reifenwartung gedacht und kann
auch nicht auf Reifenpannen oder Reifen-
verschleiß aufmerksam machen.
Das TPMS dient auch nicht als Reifen-
druckprüfer beim Korrigieren des Reifen-
drucks.
Das Fahren mit deutlich reduziertem
Reifendruck führt zur Überhitzung des
Reifens und kann zu einem Reifenausfall
führen. Zu niedriger Reifendruck führt
außerdem zu erhöhtem Kraftstoffver-
brauch sowie erhöhtem Reifenverschleiß
und kann Fahrverhalten sowie Bremsweg
des Fahrzeugs beeinträchtigen.
Das Reifendrucküberwachungssystem
(TPMS) ist kein Ersatz für regelmäßige
Reifenwartung. Der Fahrer ist auch dann
für den korrekten Reifendruck verantwort-
lich, wenn der Druckabfall so gering ist,
dass die Warnleuchte des Reifendruck-
überwachungssystems nicht aufleuchtet.
Jahreszeitbedingte Temperaturände-
rungen verändern den Reifendruck; das
TPMS überwacht den tatsächlich im
Reifen herrschenden Druck.
Premiumsystem
Das Reifendrucküberwachungssystem
(TPMS) überwacht die Reifendrücke mittels
drahtloser Technik und an den Radfelgen
angebrachten Sensoren. Die in die Ventil-
schäfte integrierten Sensoren übertragen die
Reifendruckwerte an ein Empfangsmodul.HINWEIS:
Prüfen Sie einmal pro Monat den Druck aller
Reifen Ihres Fahrzeugs, und korrigieren Sie
ihn bei Bedarf.
Das TPMS umfasst die folgenden Bauteile:
Empfänger
Vier Reifendrucküberwachungssensoren
Verschiedene Meldungen des Reifen-
drucküberwachungssystems, die im
Kombiinstrument angezeigt werden
Warnleuchte Reifendrucküberwachungs-
system
Warnmeldungen des Reifendrucküberwa
-
chungssystems
Ist der Druck in mindestens einem
der vier montierten Reifen zu
gering, leuchtet die Warnleuchte
des Reifendrucküberwachungssystems im
Kombiinstrument auf, und es ertönt ein
akustisches Warnsignal. Zusätzlich blendet
das Kombiinstrument die Meldung „Tire
low“ (Niedriger Reifendruck) und eine grafi-
sche Darstellung ein, in der die Druckan-
zeigen in den Reifen mit den zu niedrigen
Werten hervorgehoben sind oder eine andere
Farbe haben.
Auf dem Zubehörmarkt gekaufte Reifen-
dichtmittel können dazu führen, dass
der Sensor des Reifendrucküberwa-
chungssystems (TPMS) funktionsun-
tüchtig wird. Es wird empfohlen, nach
der Verwendung eines auf dem Zubehör-
markt gekauften Reifendichtmittels die
Sensorfunktion von Ihrem Vertrags-
händler prüfen zu lassen.
Bringen Sie nach dem Prüfen bzw. Korri-
gieren des Reifendrucks stets die
Schutzkappe wieder am Ventilschaft an.
Hierdurch wird das Eindringen von
Feuchtigkeit und Schmutz in den Ventil-
schaft verhindert, das den Reifendruck-
sensor beschädigen könnte.
VORSICHT! (Fortsetzung)
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SICHERHEIT
104
Halten Sie das Fahrzeug in diesem Fall so
schnell wie möglich an, und korrigieren Sie
den Luftdruck der Reifen (die in der grafi-
schen Anzeige des Kombiinstruments
hervorgehoben sind oder in einer anderen
Farbe dargestellt werden) auf den laut
Sicherheitsplakette vorgeschriebenen Druck-
wert bei kalten Reifen. Nachdem das System
die aktualisierten Reifendrucksignale
empfangen hat, wird das System automa-
tisch aktualisiert, die Druckwerte in der
grafischen Anzeige des Kombiinstruments
sind nicht mehr hervorgehoben oder kehren
zu ihrer ursprünglichen Farbe zurück, und
die Warnleuchte des Reifendrucküberwa-
chungssystems wird ausgeschaltet.
HINWEIS:
Beim Aufpumpen warmer Reifen muss der
Reifen möglicherweise um bis zu 4 psi
(28 kPa) über den laut Sicherheitsplakette
empfohlenen Reifendruck für kalte Reifen
aufgepumpt werden, damit die Warnleuchte
des Reifendrucküberwachungssystems
erlischt.
Unter Umständen kann das TPMS diese
Daten erst nach einer bis zu 10-minütigen
Fahrt mit einer Geschwindigkeit über
15 mph (24 km/h) empfangen.Warnung „Service TPMS“ (TPM-System
warten lassen)
Wird eine Systemstörung festgestellt, blinkt
die Warnleuchte des Reifendrucküberwa-
chungssystems ca. 75 Sekunden lang und
leuchtet dann ständig. In diesem Fall ertönt
auch ein akustisches Warnsignal. Zusätzlich
zeigt das Kombiinstrument mindestens fünf
Sekunden lang die Meldung „SERVICE TPM
SYSTEM“ (TPM-System warten lassen) und
dann Striche (- -) anstelle des Druckwerts
an, um den Sensor zu kennzeichnen, von
dem kein Signal empfangen wird.
Nach dem Aus- und Wiedereinschalten der
Zündung wiederholt sich dieser Vorgang,
falls die Störung weiterhin vorliegt. Liegt die
Systemstörung nicht mehr vor, blinkt die
Warnleuchte des Reifendrucküberwachungs-
systems nicht mehr, die Meldung „SERVICE
TPM SYSTEM“ (TPM-System warten lassen)
erlischt und anstelle der Striche wird ein
Druckwert angezeigt. Mögliche Ursachen für
eine Systemstörung:
Störungen durch elektronische Geräte
oder Fahrten in der Nähe von Anlagen, die
Funkwellen mit derselben Frequenz wie
die TPMS-Sensoren ausstrahlen
Einbau von getönten Scheiben oder Folien
aus dem Zubehörhandel, die die Übertra-
gung von Funkwellen beeinträchtigen
Schnee- oder Eisablagerungen im Bereich
der Räder oder Radhäuser
Verwendung von Schneeketten
Montage von Rädern/Reifen ohne
TPMS-Sensoren
Fahrzeuge mit Notrad oder nicht vollwertigen
Reserverad mit normaler Größe
1. Das Notrad oder nicht vollwertige Reser- verad mit normaler Größe hat keinen
Reifendrucküberwachungssensor. Aus
diesem Grund kann das TPMS den
Reifendruck im Notrad oder im nicht
vollwertigen Reserverad mit normaler
Größe nicht überwachen.
2. Wenn Sie das Notrad oder nicht vollwer- tige Reserverad mit normaler Größe
anstelle eines normalen Rads montieren,
bei dessen Reifen der Druck unter dem
vorgeschriebenen Mindestwert liegt,
leuchtet bei der nächsten Betätigung des
Zündschlüssels die Warnleuchte des
Reifendrucküberwachungssystems
ständig auf und ein Signalton ertönt.
Zusätzlich zeigt das Kombiinstrument
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