
54)Bei niedrigen Gefällen (unter 8 %)
könnte sich die Hill Start Assist bei
beladenem Fahrzeug oder Anhängerbetrieb
(wo vorgesehen) nicht aktivieren und eine
geringe rückwärtige Bewegung verursachen,
was ein Risiko eines Aufpralls auf ein
anderes Fahrzeug oder Hindernis darstellen
könnte. Die Verantwortung für die
Verkehrssicherheit obliegt immer und
überall dem Fahrer.
55)AST ist ein Fahrassistenzsystem, das
jedoch den Fahrer nicht seiner
Verantwortung für ein sicheres Fahren
enthebt.FAHRERASSISTENZSYSTEME
Das Fahrzeug ist mit folgenden
Fahrerassistenzsysteme ausgestattet:
BSM (Blind Spot Monitor);
FCW (Forward Collision Warning);
TPMS (Tyre Pressure Monitoring
System)
Die Funktionsweise der Systeme wird auf
folgenden Seiten erläutert.
BSM-SYSTEM (Blind Spot Monitoring)
Das BSM-System (Totwinkel-Assistent)
verwendet zwei Radarsensoren im
hinteren Stoßfänger (einen je Seite, siehe
Abb. 67 ), um das Vorhandensein von
Fahrzeugen (Autos, LKW, Motorräder
usw.) im toten Winkel des hinteren
seitlichen Fahrzeugbereichs zu erfassen.Das System warnt den Fahrer vor
Fahrzeugen im Erfassungsbereich durch
Aufleuchten einer Leuchte am
Außenspiegel der betreffenden Seite
Abb. 68.
Beim Anlassen des Motors leuchtet die
Leuchte auf und zeigt dem Fahrer an,
dass das System aktiv ist.
Sensoren
56)
Die Sensoren werden aktiviert, wenn bei
einer Geschwindigkeit über 10 km/h ein
Vorwärtsgang oder der Rückwärtsgang
eingelegt wird.
Die Sensoren werden vorübergehend
deaktiviert, wenn das Fahrzeug steht und
der Modus P (Parken) aktiv ist.
Der Erfassungsbereich des Systems
deckt etwa eine Fahrspur auf beiden
Seiten des Fahrzeugs ab (ca. 3 Meter).
6706016S0001EM
6806016S0002EM
74
SICHERHEIT

Dieser Bereich beginnt beim
Außenspiegel und erstreckt sich ca.
6 Meter in Richtung des hinteren
Fahrzeugbereichs.
Wenn die Sensoren aktiv sind, überwacht
das System den Erfassungsbereich auf
beiden Fahrzeugseiten und warnt den
Fahrer vor eventuell vorhandenen
Fahrzeugen in diesen Bereichen.
Während des Fahrens kontrolliert das
System den Erfassungsbereich an drei
verschiedenen Eingangspunkten (seitlich,
hinten, vorne), um zu prüfen, ob ein Signal
an den Fahrer gesendet warden muss.
Das System kann das Vorhandensein
eines Fahrzeugs in diesen drei Bereichen
erfassen.
ZUR BEACHTUNG Das System zeigt das
Vorhandensein von feststehenden
Objekten nicht an (z.B. Leitplanken,
Pfeiler, Mauern, usw.). Dennoch kann sich
das System in Gegenwart dieser Objekte
aktivieren. Dies ist normal und kein
Anzeichen für eine Systemstörung.
ZUR BEACHTUNG Das System
informiert den Fahrer nicht über das
Vorhandensein von Fahrzeugen, die auf
den Nebenspuren aus entgegengesetzter
Richtung kommen.
Hinweis
Wird mit dem Fahrzeug ein Anhänger
gezogen, deaktiviert sich das System
automatisch.
Der Bereich der hinteren Stoßfänger, in
der sich die Radarsensoren befinden,
muss frei von Schnee, Eis und
Schmutzansammlungen der Straße
gehalten werden, damit das System
einwandfrei funktionieren kann.
Den Bereich der hinteren Stoßfänger, in
dem sich die Radarsensoren befinden,
nicht abdecken (z.B. mit Aufklebern,
Fahrradträgern, usw.).
Wenn nach dem Erwerb des Fahrzeugs
eine Anhängerkupplung installiert
werden soll, muss das Connect System
deaktiviert werden. Sie erhalten Zugriff
auf die Funktion, wenn Sie im Hauptmenü
nacheinander folgende Optionen wählen:
"Einstellungen", "Sicherheit" und
"Totwinkel-Assistent".
Rückansicht
Das System erfasst die Fahrzeuge, die
sich auf beiden Seiten dem Fahrzeug von
hinten nähern, in den hinteren
Erfassungsbereich eindringen und einen
Geschwindigkeitsunterschied von
weniger als 50 km/h zum eigenen
Fahrzeug aufweisen.Überholende Fahrzeuge
Wird ein anderes Fahrzeug langsam
überholt (mit einem
Geschwindigkeitsunterschied unter ca.
25 km/h) und dies bleibt für etwa
1,5 Sekunden im toten Winkel, schaltet
sich die Leuchte im Außenspiegel auf der
entsprechenden Seite ein.
Wenn der Geschwindigkeitsunterschied
der beiden Fahrzeuge mehr als 25 km/h
beträgt, schaltet sich die Leuchte nicht
ein.
RCP-System (Rear Cross Path
detection)
Dieses System hilft dem Fahrer bei
Manövern im Rückwärtsgang bei
eingeschränkter Sicht.
Das RCP-System kontrolliert die hinteren
Erfassungsbereiche auf beiden
Fahrzeugseiten, um Objekte zu erfassen,
die sich zu den Seiten das Fahrzeugs mit
einer Mindestgeschwindigkeit zwischen
ca. 1 km/h und 3 km/h bewegen, sowie
Objekte, die sich mit einer
Geschwindigkeit von maximal 35 km/h
bewegen, wie es gewöhnlich auf
Parkplätzen geschieht.
Die Aktivierung des Systems wird dem
Fahrer mithilfe einer akustischen und
visuellen Anzeige mitgeteilt.
75

ZUR BEACHTUNG Sollten die Sensoren
möglicherweise von Hindernissen oder
Fahrzeugen abgedeckt werden, warnt
das System den Fahrer nicht.
Betriebsmodus
Das System kann über das Connect
System aktiviert/deaktiviert werden. Sie
erhalten Zugriff auf die Funktion, wenn
Sie im Hauptmenü nacheinander
folgende Optionen wählen:
"Einstellungen", "Sicherheit" und
"Totwinkel-Assistent".
„Warnung toter Winkel”, Modus
„Optisch”
Wenn das System aktiv ist, sendet es ein
Symbol auf den betreffenden
Außenspiegel, das das Vorhandensein
des erfassten Objekts meldet.
Betätigt der Fahrer den
Fahrtrichtungsanzeiger, und zeigt damit
an, dass er die Fahrspur wechseln
möchte, blinkt das Symbol aus dem
Spiegel.
Bleibt der Fahrer aber auf der eigenen
Fahrspur, wird das Symbol dauerhaft
angezeigt.Deaktivierung der Funktion „Warnung
toter Winkel”
Nach der Deaktivierung des Systems
(Modus „Warnung toter Winkel” auf
„OFF”) geben das BSM- oder das
RCP-System keine Warnungen aus.
Das BSM-System speichert den
aktuellen Betriebsmodus beim Abstellen
des Motors. Bei jedem Motorstart wird
der zuvor gespeicherte Modus wieder
abgerufen und verwendet.
SYSTEM FORWARD COLLISION
WARNING (FCW)
56) 57) 58) 59) 60) 61)
21) 22) 23) 24) 25) 26) 27) 28) 29)
Das Kollisionswarnsystem ist eine
Fahrassistenz und besteht aus einem
hinter der vorderen Stoßfänger
Abb. 69 positionierten Radar und einer
Kamera im Mittelbereich der
Windschutzscheibe Abb. 70.Im Falle einer drohenden Kollision greift
das System ein, indem das Fahrzeug
automatisch abgebremst wird, um den
Zusammenstoß zu verhindern oder die
Auswirkungen abzuschwächen.
Das System liefert dem Fahrer
akustische und optische Signale durch
die Anzeige entsprechender
Displaymitteilungen der
Instrumententafel.
Das System kann eine leichte Bremsung
ausüben, um den Fahrer im Falle der
Erfassung eines möglichen
Frontalzusammenstoßes zu warnen
(begrenzte Bremsung). Die Warnungen
und die leichte Bremsung haben den
Zweck, eine rechtzeitige Reaktion des
Fahrers zu ermöglichen, um einen
potenziellen Unfall zu verhindern oder
abzuschwächen.
6906016S0003EM
7006016S0004EM
76
SICHERHEIT

Wird die Option auf „Nah” geändert,
warnt das System den Fahrer vor einem
Aufprall auf das vorausfahrende
Fahrzeug, wenn dieses sich in einem
geringen Abstand befindet. Diese
Einstellung bietet dem Fahrer eine im
Vergleich zu den Einstellungen „Mittel”
und „Fern” geringere Reaktionszeit im
Falle einer potentiellen Aufprallgefahr,
ermöglicht jedoch einen dynamischeren
Fahrstil des Fahrzeugs.
Die Einstellung der Empfindlichkeit des
Systems bleibt nach Abschalten des
Motors weiterhin gespeichert.
Meldung eingeschränkte Funktion des
Systems
Wird diese Meldung angezeigt, kann es zu
einer Funktionseinschränkung des
Systems kommen. Mögliche Ursachen für
diese Einschränkung können eine
Störung oder Verschmutzung der Kamera
sein.
Unter dieser Bedingung ist es zwar
möglich, das Fahrzeug normal zu fahren,
automatisches Bremsen bei drohender
Kollision ist aber nicht möglich.
Sollte eine Störung gemeldet werden,
den im Abb. 70 angezeigten Bereich der
Windschutzscheibe reinigen.
Sind die Funktionseinschränkungen
beseitigt, kehrt das System zu seiner
normalen und uneingeschränkten
Funktion zurück. Wenden Sie sich an denAlfa Romeo-Servicenetz, wenn die
Störung fortbesteht.
Fehleranzeige des Systems
Schaltet das System aus und wird eine
entsprechende Meldung am Display
eingeblendet, deutet dies auf einen
Fehler im System hin.
In diesem Fall kann das Fahrzeug zwar
gefahren werden, aber es empfiehlt sich,
so schnell wie möglich den Alfa
Romeo-Servicenetz aufzusuchen.
Radarsignale nicht verfügbar
Sollten Bedingungen eintreten, die keine
korrekte Erkennung von Hindernissen
durch das Radar ermöglichen, wird das
System deaktiviert und am Display
erscheint eine entsprechende Meldung.
Das kann bei schlechten
Sichtverhältnissen wie Schneefall oder
heftigem Regen der Fall sein.
Das System kann vorübergehend auch
durch Hindernisse wie Schlamm, Schmutz
oder Eis auf den Stoßfängern
abgedunkelt werden. In diesen Fällen
wird auf dem Display eine entsprechende
Meldung eingeblendet und das System
deaktiviert. Diese Meldung kann auch bei
hohen Reflexionen erscheinen (z. B. in
Tunneln mit reflektierenden Fliesen oder
bei Eis oder Schnee). Sind die
Funktionseinschränkungen beseitigt,kehrt das System zu seiner normalen und
uneingeschränkten Funktion zurück.
In einigen Fällen kann diese Meldung
eingeblendet werden, obwohl das Radar
kein Fahrzeug oder Hindernis im
Sehbereich feststellt.
Wenn die Witterungsverhältnisse nicht
die Ursache der angezeigten Meldung
sind, den Sensor auf Verschmutzungen
kontrollieren. In diesem Fall kann es
notwendig sein, den Sensor zu reinigen
oder eventuelle Gegenstände in dem in
Abb. 69 angezeigten Bereich zu
entfernen.
Sollte die Meldung häufig eingeblendet
werden, auch bei normalen
Witterungsverhältnissen ohne Schnee,
Regen und Schlamm oder ohne
Hindernisse anderer Art, wenden Sie sich
an das Alfa Romeo-Servicenetz und
lassen Sie die Ausrichtung des Sensors
überprüfen.
Wenn keine Hindernisse sichtbar sind,
muss direkt die Oberfläche des Radars
gereinigt werden; dazu muss die
Zierblende manuell entfernt werden. Für
weitere Details wenden Sie sich bitte an
das Alfa Romeo-Servicenetz.
ZUR BEACHTUNG Keine Geräte,
Zubehör und/oder aerodynamische
Anbauteile vor dem Sensor montieren
und diesen in keiner Weise abdunkeln;
78
SICHERHEIT

seine Funktionstüchtigkeit kann dadurch
beeinträchtigt werden.
Frontkollisionswarnung mit aktiver
Bremsung
(wo vorhanden)
Durch Anwahl dieser Funktion werden die
Bremsen betätigt, um das Fahrzeug im
Falle einer potentiellen Aufprallgefahr
abzubremsen.
Diese Funktion stellt zusätzlichen
Bremsdruck bereit, falls der vom Fahrer
auf das Bremspedal ausgeübte Druck
nicht ausreicht, um einen Frontaufprall zu
vermeiden.
Die Funktion ist bei einer
Geschwindigkeit über 7 km/h aktiv.
Fahren unter besonderen Bedingungen
Unter bestimmten Bedingungen, wie:
Ein- oder Ausfahren von Kurven.
Verlassen eines Kreisverkehrs des
vorausfahrenden Fahrzeugs;
Sehr kleiner oder nicht zur Fahrbahn
ausgerichteter Fahrzeuge.
Fahrbahnwechsel von anderen
Fahrzeugen.
In Querrichtung fahrende Fahrzeuge.
Der Eingriff des Systems kann
unmittelbar oder verzögert eintreten.
Der Fahrer muss immer sehr
Aufmerksam sein und die
Fahrzeugkontrolle wahren, um immer in
voller Sicherheit zu fahren.
ZUR BEACHTUNG Bei besonders
starkem Verkehr kann der Fahrer das
System manuell über das Connect
System deaktivieren.
Fahren in der Nähe von Kurven
Beim Befahren einer Kurve mit großem
Radius könnte das System ein Fahrzeug
ermitteln, das sich vor dem Fahrzeug
befindet, aber nicht auf gleicher Fahrspur
Abb. 71 fährt. Unter diesen Bedingungen
kann das System eingreifen.
Das vorausfahrende Fahrzeug verlässt
den Kreisverkehr;
Beim Fahren im Kreisverkehr könnte das
System ein vorausfahrendes Fahrzeug
erkennen, das den Kreisverkehr verlässt
und deshalb eingreifen Abb. 72.Sehr kleine oder nicht zur Fahrbahn
ausgerichtete Fahrzeuge
Das System ist nicht imstande,
vorausfahrende Fahrzeuge zu erkennen,
die sich außerhalb der Reichweite des
Radarsensors befinden. Es reagiert auch
nicht auf kleine Fahrzeuge, wie
beispielsweise Fahr- oder Motorräder
Abb. 73.
7106016S0005EM
7206016S0010EM
7306016S0006EM
79

Fahrbahnwechsel von anderen
Fahrzeugen
Fahrzeuge, die plötzlich die Fahrbahn
verlassen und auf die Fahrbahn des
eigenen Fahrzeugs wechseln und in die
Reichweite des Radarsensors gelangen,
können den Eingriff des Systems
verursachen Abb. 74.
In Querrichtung fahrende Fahrzeuge
Das System könnte vorübergehend auf
ein Fahrzeug reagieren, das den
Wirkungsbereich des Radarsensors in
Querrichtung kreuzt Abb. 75.Hinweis
Das System wurde nicht entwickelt,
um Kollisionen zu vermeiden und es ist
nicht in der Lage, im Vorfeld eventuelle
drohende Unfallsituationen zu erkennen.
Die Nichtbeachtung dieses Hinweises
kann zu schweren oder tödlichen
Verletzungen führen.
Das System kann aktiviert werden,
indem die vom Fahrzeug befahrene Spur
durch Reflexionen von Gegenständen
durch andere Fahrzeuge, wie z.B.
Leitplanken, Straßenschildern,
Eingangsschranken zu Parkplätzen,
Autobahnzahlstellen, Bahnübergängen,
Tore, Gleise, Objekte in der Nähe von
Baustellen, oder höher als das Fahrzeug
gelegene Orte (z.B. eine Überführung),
erfasst werden. Entsprechend kann das
System in Parkhäusern oder Tunneln
reagieren, bzw. aufgrund von Reflexionen
von der Fahrbahnoberfläche. Diesemöglichen Aktivierungen folgen den
normalen Fahrszenarien des Systems
und sind nicht als Störungen anzusehen.
Das System wurde ausschließlich für
den Einsatz auf der Straße konzipiert.
Auf Rennstrecken muss das System
abgeschaltet werden, um unnötige
Meldungen zu vermeiden. Die
automatische Deaktivierung wird durch
das Einschalten der entsprechenden
Kontrollleuchte/das Symbol in der
Instrumententafel signalisiert (siehe
Abschnitt „Kontrollleuchten und
Meldungen” im Kapitel „Kennenlernen der
Instrumententafel”).
TPMS (Tyre Pressure Monitoring
System)
62) 63) 64) 65) 66) 67) 68)
30)
Das Fahrzeug ist mit dem
Reifendruckkontrollsystem TPMS (Tyre
Pressure Monitoring System)
ausgerüstet, das in der Lage ist, dem
Fahrer einen eventuell ungenügenden
Reifendruck zu melden, wenn dieser nicht
den Daten im Kapitel „Technische Daten”
entspricht.
Das System besteht aus einem Sender
mit einem Funksensor an jedem Rad (an
der Felge im Reifen), der an das
Steuergerät die Druckdaten eines jeden
Reifens Abb. 76 überträgt.
7406016S0007EM
7506016S0008EM
80
SICHERHEIT

Der Reifendruck ändert sich
entsprechend der Außentemperatur um
0,07 bar pro 6,5 °C. Das bedeutet, dass
mit der Verringerung der
Außentemperatur auch der Reifendruck
abnimmt. Den Reifendruck immer bei
kalten Reifen einstellen. Unter kalten
Reifen versteht man den Druck von
Reifen nach einem Stillstand des
Fahrzeugs von mindestens 3 Stunden
oder einer Fahrt von weniger als 1,6 km
nach einem Stillstand von 3 Stunden.
Der Reifendruck darf im kalten Zustand
den auf Reifenflanke angegebenen
Höchstwert nicht überschreiten: Weitere
Details sind im Abschnitt „Felgen und
Reifen” im Kapitel „Technische Daten”
enthalten
Der Reifendruck steigt auch während der
Fahrt. Es handelt sich um eine normale
Bedingung, die keine Druckanpassung
erfordertDas TPMS warnt den Fahrer bei
möglichen Auftreten eines
unzureichenden Reifendrucks, wenn
dieser aus beliebigem Grund unter den
Grenzwert abfällt, einschließlich
aufgrund niedriger Temperaturen sowie
des natürlichen Druckverlusts des
Reifens.
Das TPMS stellt die Anzeige
ungenügenden Reifendrucks dann ein,
wenn dieser wieder dem
vorgeschriebenen Druckwert im kalten
Zustand entspricht oder darüber liegt.
Wird ein ungenügender Reifendruck
gemeldet (Kontrollleuchte
auf der
Instrumententafel eingeschaltet) den
Reifendruck bis zum vorgegebenen
kalten Druckwert erhöhen.
Das System aktualisiert sich automatisch
und die Kontrollleuchte
erlischt,
sobald das System den aktualisierten
Reifendruck erhält. Möglicherweise muss
das Fahrzeug für 20 Minuten mit einer
Geschwindigkeit über ca. 25 km/h
gefahren werden, bevor das TPMS diese
Informationen erhält.
Beispiel
Bei vorgeschriebenem Reifendruck im
kalten Zustand (Fahrzeug steht seit
mindestens 3 Stunden) von 2,3 bar und
einer Umgebungstemperatur von 20°C
wird ein Reifendruck von 1,95 bar
gemessen, so verursacht einTemperatur-Abfall auf -7°C eine
Verringerung des Reifendrucks auf ca.
1,65 bar. Dieser Druck ist niedrig genug,
um die Kontrollleuchte
einzuschalten.
Eine Überhitzung der Reifen beim Fahren
des Fahrzeugs kann den Reifendruck bis
auf ca. 1,95 bar erhöhen, aber die
Kontrollleuchte
bleibt eingeschaltet.
Unter diesen Bedingungen erlischt die
Kontrollleuchte nur, nachdem der
Reifendruck auf den vorgeschriebenen
kalten Druckwert korrigiert worden ist.
ZUR BEACHTUNG Das TPMS ist für die
Originalräder und -reifen konzipiert. Die
vorgeschriebenen Druckwerte und die
entsprechenden über das TPMS
eingestellten Alarmschwellen wurden
anhand der auf das Fahrzeug montierten
Reifen festgelegt. Die Nutzung von
Ersatzreifen anderer Größe, Art
und/oder anderem Design als die
Originalreifen, kann eine Ursache für eine
Fehlfunktion des Systems oder für
Beschädigungen der Sensoren sein.
Montierte Zubehör-Räder können
Schäden an den Sensoren hervorrufen.
Die Verwendung von Zubehör-
Reifendichtmittel kann Schäden am
Sensor des Reifendruckkontrollsystems
(TPMS) verursachen. Nach der
Verwendung von Reifendichtmittel für
Aftermarkt-Reifen empfiehlt es sich, das
Alfa Romeo- Servicenetz aufzusuchen
7606016S0009EM
81

und die Sensoren überprüfen zu lassen.
Nach Kontrolle oder Einstellung des
Reifendrucks immer die Ventilkappe
wieder montieren, um das Eindringen von
Feuchtigkeit und Schmutz zu vermeiden,
die den Reifendrucksensor beschädigen
könnten.
ANZEIGE EINES UNGENÜGENDEN
REIFENDRUCKS
Wird ein ungenügender Reifendruck an
einem oder mehreren Reifen ermittelt,
leuchtet die Kontrollleuchte
auf der
Instrumententafel auf und auf dem
Display werden die entsprechenden
Meldungen angezeigt. Das System zeigt
die Position des Reifens oder der Reifen
grafisch an, die einen ungenügenden
Druck aufweisen. Zusätzlich ist ein
akustisches Signal zu hören.
In diesem Fall das Fahrzeug anhalten, den
Reifendruck jedes Reifens prüfen und
diese auf den korrekten Druckwert für
kalten Zustand aufpumpen, wie aus der
Meldung am Display oder aus dem
TPMS-Menü hervorgeht.DAS TPMS IST VORÜBERGEHEND
DEAKTIVIERT
TPMS Prüfmeldung
Bei einer Störung des Systems blinkt die
Kontrollleuchte
für etwa
75 Sekunden und leuchtet dann
dauerhaft. Zusätzlich ist ein akustisches
Signal zu hören.
Auf den Display wird eine Meldung mit
Bindestrichen „– –” anstelle des
Druckwerts angezeigt, um anzuzeigen,
dass keine Erkennung möglich ist.
Wenn die Startvorrichtung auf STOP und
dann erneut auf ON geschaltet wird,
wiederholt sich die Anzeige, falls der
Fehler weiterhin besteht.
Die Kontrollleuchte
erlischt, wenn der
Fehler behoben ist, und anstelle der
Bindestriche wird erneut der Druckwert
angezeigt.
Das System könnte unter folgenden
Umständen einen Fehler melden:
Besonders starke
Funkfrequenzstörungen können den
korrekten Betrieb des TPMS behindern
Diese Bedingung wird von einem
entsprechenden Signal am Display
angezeigt. Diese Anzeige verschwindet
automatisch, sobald das System nicht
mehr von der Funkfrequenzstörung
behindert wird.
Nachträglich angebrachte farbige
Folien an den Scheiben, die mit denRadiowellen des TPMS interferieren.
Anhäufung von Schnee- oder
Eisschichten an den Rädern oder den
Radkästen.
Einsatz von Schneeketten.
Einsatz von Räder und Reifen ohne
TPMS-Sensoren.
Nach einer Reparatur des Reifens mit
dem originalen Dichtmittel TireKit muss
der Ausgangszustand wieder hergestellt
werden, damit die Kontrollleuchte
während der Fahrt erlischt.
Deaktivierung des TPMS
Bei einem Ersatz der Räder mit
TPMS-Sensoren durch Räder ohne diese
Sensoren (z. B. beim Montieren von
Winterreifen) wird das System
deaktiviert, falls dies im jeweiligen Land
erlaubt ist. Anschließend mindestens
20 Minuten mit einer Geschwindigkeit
über ca. 25 km/h fahren.
Das TPMS gibt einen Warnton aus, die
Kontrollleuchte
blinkt für
75 Sekunden, leuchtet dann
kontinuierlich und auf dem Display der
Instrumententafel werden die Meldung
„Prüfung TPMS” und Bindestriche (– –)
anstelle der Druckwerte angezeigt.
Ab dem folgenden Start gibt das TPMS
kein akustisches Signal aus, werden auf
dem Display weder die Meldung „Prüfung
TPMS” noch Bindestriche anstelle der
Druckwerte angezeigt.
82
SICHERHEIT