
Fahren und Bedienung181Die Toter-Winkel-Warnung arbeitet
nicht, wenn die linke oder rechte Ecke
des Heckstoßfängers mit Schlamm,
Schmutz, Schnee, Eis oder Schnee‐
matsch bedeckt ist oder bei starken
Regenfällen. Reinigungshinweise
3 245.
Bei einer Störung des Systems bzw.
wenn das System aufgrund vorüber‐
gehender Umstände nicht funktio‐
niert, wird eine Meldung im Driver In‐
formation Center angezeigt. Hilfe
einer Werkstatt in Anspruch nehmen.
Rückfahrkamera Die Rückfahrkamera unterstützt den
Fahrer beim Rückwärtsfahren, indem
sie auf dem Display eine Ansicht des
Bereichs hinter dem Fahrzeug an‐
zeigt.
Die Kameraansicht wird im Colour-
Info-Display angezeigt.9 Warnung
Die Rückfahrkamera ersetzt nicht
den Blick des Fahrers. Beachten
Sie, dass Gegenstände, die sich
außerhalb des Kamerasichtfelds
bzw. des Erkennungsbereichs des Sensors der erweiterten Einpark‐
hilfe befinden, nicht angezeigt
werden. Dies gilt beispielsweise
für Objekte unterhalb des Stoßfän‐ gers oder unter dem Fahrzeug.
Schauen Sie beim Rückwärtsfah‐
ren nicht ausschließlich auf das
Info-Display und überprüfen Sie
die Umgebung hinter dem Fahr‐
zeug und um das Fahrzeug he‐
rum, bevor Sie rückwärtsfahren.
Einschalten
Die Rückfahrkamera wird beim Einle‐
gen des Rückwärtsgangs automa‐ tisch eingeschaltet.
Funktionen
Die Kamera ist zwischen den Kenn‐
zeichenleuchten integriert und ver‐
fügt über einen Blickwinkel von 130°.

182Fahren und BedienungEs wird ein begrenzter Bereich auf
dem Display angezeigt. Die auf dem
Display angezeigten Abstände wei‐
chen von den tatsächlichen Abstän‐
den ab.
Warnsymbole
Warnsymbole werden als Dreiecke
9 im Bild dargestellt und repräsentie‐
ren Objekte, die von den Hecksenso‐ ren der erweiterten Einparkhilfe er‐
kannt wurden.
Anzeige-Einstellungen
Bei aktiver Rückfahrkamera auf das
Touchscreen tippen, um die Helligkeit
und den Kontrast einzustellen.
Ausschalten
Die Kamera wird deaktiviert, wenn
eine gewisse Vorwärtsgeschwindig‐
keit überschritten wird oder wenn der
Rückwärtsgang etwa zehn Sekunden lang nicht eingelegt wurde.
Die Aktivierung und Deaktivierung
der Führungslinien und der Warn‐
symbole können im Einstellungs‐
menü unter Info-Display geändert
werden. Fahrzeugpersonalisierung
3 111.Störung
Störungsmeldungen werden zusam‐
men mit dem Symbol 9 in der ober‐
sten Zeile des Info-Displays ange‐
zeigt.
Unter folgenden Umständen arbeitet
die Rückfahrkamera möglicherweise
nicht ordnungsgemäß:
● Geringe Umgebungshelligkeit.
● Die Sonne oder ein Scheinwer‐ ferstrahl sind direkt auf das Ob‐
jektiv gerichtet.
● Eis, Schnee, Schlamm o. ä. auf der Kameralinse. Objektiv reini‐
gen, mit Wasser abspülen und
mit einem weichen Tuch abwi‐
schen.
● Unfallschäden am Fahrzeug‐ heck.
● Extreme Temperaturschwankun‐
gen.Verkehrszeichen-Assistent
Funktionen
Der Verkehrszeichen-Assistent er‐
kennt über eine Frontkamera be‐
stimmte Verkehrszeichen und zeigt
sie im Driver Information Center an.
Folgende Verkehrszeichen werden
erkannt:
Geschwindigkeitsbegrenzungen und
Überholverbote ● Geschwindigkeitsbegrenzung
● Überholverbot

Fahren und Bedienung183● Ende der Geschwindigkeitsbe‐grenzung
● Ende des ÜberholverbotsStraßenarten
Beginn und Ende von:
● Autobahnen
● Kraftfahrstraße
● Verkehrsberuhigte BereicheZusätzliche Schilder ● Zusätzliche Hinweise zu Ver‐ kehrsschildern
● Eingeschränkter Anhängerbe‐ trieb
● Einschränkungen im Zugbetrieb ● Warnung bei Straßennässe
● Warnung vor Glatteis
● Richtungspfeile
Geschwindigkeitsbegrenzungen und
Überholverbote werden im Driver In‐
formation Center angezeigt, bis eine
neue Geschwindigkeitsbegrenzung
oder ein Ende der Geschwindigkeits‐
begrenzung erkannt wird oder bis
eine festgelegte Zeit abgelaufen ist.
Auf dem Display können mehrere
Verkehrszeichen angezeigt werden.
Ein Ausrufezeichen in einem Rahmen weist darauf hin, dass ein weiteres
Zeichen entdeckt wurde, das vom
System nicht erkannt wird.
Das System ist je nach Umgebungs‐
helligkeit bis zu einer Fahrgeschwin‐
digkeit von 200 km/h aktiv.
Sobald die Fahrgeschwindigkeit
unter 55 km/h absinkt, wird das Dis‐
play zurückgesetzt und der Inhalt der
Verkehrszeichenseite gelöscht, z. B.
beim Fahren in einem Stadtgebiet.
Die nächste erkannte Geschwindig‐
keitsangabe wird angezeigt.
Displayanzeige
Verkehrszeichen werden auf der
Seite Verkehrszeichenerkennung im
Driver Information Center angezeigt.
Fahrzeug Informationsmenü ? im
MENU wählen und dann mit dem Ein‐
stellrädchen am Blinkerhebel
Verkehrszeichenerkennung auswäh‐
len 3 99.
War eine andere Seite im Menü des
Driver Information Center ausgewählt
und wird dann erneut die Seite
Verkehrszeichenerkennung ausge‐
wählt, so wird das zuletzt erkannte
Verkehrszeichen angezeigt.

Fahren und Bedienung185
In bestimmten Fällen wird der Inhalt
des Verkehrszeichen-Assistenten
automatisch gelöscht.
Störung Das Verkehrszeichen-Assistenzsys‐
tem funktioniert in folgenden Fällen
nicht einwandfrei:
● Die Windschutzscheibe ist im Be‐
reich der Frontkamera nicht sau‐
ber.
● Verkehrszeichen sind ganz oder teilweise verdeckt oder schwer
zu erkennen.
● Es herrschen widrige Außenbe‐ dingungen wie starker Regen,
Schneefall, direktes Sonnenlicht
oder Schatten. In diesem Fall
wird TSM Fehler schlechtes
Wetter im Display angezeigt.
● Verkehrszeichen sind falsch auf‐
gestellt oder beschädigt.
● Die Verkehrsschilder entspre‐ chen nicht dem Wiener Überein‐
kommen über Straßenverkehrs‐ zeichen.Achtung
Das System soll dem Fahrer dabei helfen, in einem festgelegten Ge‐
schwindigkeitsbereich bestimmte
Verkehrszeichen zu erkennen.
Verkehrszeichen, die das System
nicht anzeigt, dürfen nicht ignoriert
werden.
Das System erkennt ausschließ‐ lich jene üblichen Verkehrszei‐
chen, die den Anfang oder das
Ende eines Tempolimits anzei‐
gen.
Lassen Sie sich nicht aufgrund
dieser besonderen Funktion zu
einem risikoreichen Fahrstil verlei‐ ten.
Die Fahrgeschwindigkeit immer
den Straßenverhältnissen anpas‐ sen.
Die Fahrerassistenzsysteme ent‐
heben den Lenker nicht von seiner
umfassenden Verantwortung für den sicheren Fahrbetrieb.
Spurverlassenswarnung
Die Spurverlassenswarnung beo‐
bachtet über eine Frontkamera die
Markierungen der Fahrspur, in der
sich das Fahrzeug befindet. Das Sys‐ tem erkennt Spurwechsel und warnt
den Fahrer bei einem unbeabsichtig‐
ten Spurwechsel durch optische und
akustische Signale.
Kriterien für das Erkennen eines un‐
beabsichtigten Spurwechsels sind:
● Keine Betätigung des Blinkers.
● Keine Betätigung der Bremse.
● Keine aktive Gaspedalbetäti‐ gung bzw. Beschleunigung.
● Kein aktives Lenken.
Wenn der Fahrer diese Aktionen aus‐
führt, wird keine Warnung ausgege‐
ben.

Fahrzeugwartung221Nr.Stromkreis1–2–3Elektrische Fensterbetätigung4Spannungswandler5Kontrolleinheit Karosserie 16Kontrolleinheit Karosserie 27Kontrolleinheit Karosserie 38Kontrolleinheit Karosserie 49Kontrolleinheit Karosserie 510Kontrolleinheit Karosserie 611Kontrolleinheit Karosserie 712Kontrolleinheit Karosserie 813–14Hecktür15Airbag-System16Diagnoseanschluss17ZündungNr.Stromkreis18Klimaanlage19Schiebedach20Einparkhilfe/Regensensor/
Frontkamera21Bremsschalter22Audioanlage23Anzeige24–25AUX-Buchse26Instrumententafel27Sitzheizung Fahrer28–29–30Instrumententafel/Sitzheizung/
FlexDock31Hupe32Sitzheizung Beifahrer33LenkradheizungNr.Stromkreis34–35Reifenreparaturset36–37Heckscheibenwischer38Zigarettenanzünder39Elektrische Fensterheber/
Schiebedach/Automatikge‐
triebe-Display40–

Fahrzeugwartung225Der im Driver Information Center an‐
gezeigte Wert für den Reifendruck ist
der tatsächliche Reifendruck. Für
einen abgekühlten Reifen wird ein
niedrigerer Wert angezeigt. Dies ist
normal und kein Hinweis auf eine Rei‐ fenundichtigkeit.
Reifendruck-Kontrollsystem
Das Reifendruck-Kontrollsystem
überprüft den Druck aller vier Reifen
einmal pro Minute, sobald die Fahr‐
zeuggeschwindigkeit einen bestimm‐
ten Grenzwert überschreitet.Achtung
Das Reifendruck-Kontrollsystem
warnt lediglich vor niedrigem Rei‐ fendruck und stellt keinen Ersatzfür die regelmäßige Reifenwar‐
tung durch den Fahrer dar.
Alle Räder müssen mit Drucksenso‐
ren ausgestattet sein und die Reifen
müssen den vorgeschriebenen Rei‐
fendruck aufweisen.
Hinweis
In Ländern, in denen das Reifen‐
druck-Kontrollsystem gesetzlich vorgeschrieben ist, wird bei Verwen‐
dung von Rädern ohne Drucksenso‐ ren die Typgenehmigung ungültig.
Die aktuellen Reifendrücke können
im Fahrzeug Informationsmenü ?
im Driver Information Center ange‐
zeigt werden.
Das Menü kann mit den Tasten auf
dem Blinkerhebel aufgerufen werden.
Auf MENU drücken, um Fahrzeug In‐
formationsmenü ? auszuwählen.
Reifendruck-Kontrollsystem durch
Drehen des Einstellrädchens wählen.
Baselevel- und Midlevel-Display:
Die Reifendrücke werden für jeden
Reifen jeweils auf einer eigenen Seite angezeigt.
Uplevel-Display:

Fahrzeugwartung227und den Dichtring ersetzen. Beim ge‐
clipsten Sensor den kompletten Ven‐
tilschaft ersetzen.
Beladungszustand des
Fahrzeugs
Den Reifendruck gemäß dem Reifen‐
hinweisschild bzw. der Reifendruck‐
tabelle 3 265 an die Beladung an‐
passen und im Driver Information
Center im Menü Reifenbelastung im
Fahrzeug Informationsmenü ? die
entsprechende Einstellung auswäh‐
len 3 99 . Diese Einstellung gilt als Be‐
zug für die Reifendruckwarnungen.
Das Menü Reifenbelastung wird nur
angezeigt, wenn das Fahrzeug steht
und die Parkbremse betätigt ist. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe
muss sich der Wählhebel in Stellung
P befinden.
Baselevel- und Midlevel-Display:
wählen ● LO für Komfort-Reifendruck mit
bis zu drei Insassen.
● ECO für Eco-Reifendruck mit bis
zu drei Insassen.
● Hi bei voller Beladung.
Uplevel-Display:wählen ● Leicht für Komfort-Reifendruck
mit bis zu drei Insassen.
● Eco für Eco-Reifendruck mit bis
zu drei Insassen.
● Max bei voller Beladung.
Anpassung der
Reifendrucksensoren
Jeder TPMS-Sensor hat einen ein‐
deutigen Identifizierungscode. Nach
dem Umsetzen der Räder, dem Aus‐
tausch des kompletten Radsatzes
oder einzelner oder mehrerer Reifen‐ drucksensoren muss der Identifizie‐
rungscode an die neue Radposition

228Fahrzeugwartungangepasst werden. Die Reifendruck‐sensor-Anpassung ist auch nach dem
Ersetzen eines Reserverades durch
ein Laufrad mit Reifendrucksensor
durchzuführen.
Die Störungsanzeige w und die
Warnmeldung oder der Code sollten
beim nächsten Zündzyklus erlö‐
schen. Die Sensoren werden mit
einem Anlernwerkzeug in dieser Rei‐
fenfolge an die Radpositionen ange‐
passt: linkes Vorderrad, rechtes Vor‐
derrad, rechtes Hinterrad, linkes Hin‐
terrad. Der Blinker an der jeweils ak‐
tiven Position leuchtet auf, bis der
Sensor neu abgestimmt ist.
Wenden Sie sich zwecks Wartung
oder Erwerb eines Anlernwerkzeugs
an eine Werkstatt. Die Abstimmung
der ersten Radposition dauert zwei Minuten, die Abstimmung aller vierRadpositionen insgesamt fünf Minu‐
ten. Wenn der Vorgang länger dauert, wird die Abstimmung abgebrochen
und Sie müssen wieder von vorne be‐
ginnen.
Zum Anpassen der Reifendrucksen‐
soren gehören:
1. Die Parkbremse anziehen.2. Zündung einschalten.
3. Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe den Wählhebel in Stellung
P bringen.
Bei Fahrzeugen mit automatisier‐
tem Schaltgetriebe: Das Brems‐
pedal betätigt halten. Den Wähl‐
hebel in Stellung N bewegen und
dort fünf Sekunden halten, bis im
Driver Information Center P ange‐
zeigt wird. P zeigt an, dass der
Abgleich der Reifendrucksenso‐
ren gestartet werden kann.
Bei Fahrzeugen mit Schaltge‐
triebe: Leerlauf einlegen.
4. Über das MENU am Blinkerhebel
das Fahrzeug Informations‐
menü ? im Driver Information
Center anwählen.
5. Mit dem Einstellrädchen zum Rei‐
fendruckmenü blättern.
Baselevel- und Midlevel-Display:
Uplevel-Display: