
INHALTPFLEGE UND STILLLEGUNG DES
MOTORRADS....................................8-1
Vorsicht bei Mattfarben ...................8-1
Pflege .............................................8-1
Abstellen .........................................8-3
TECHNISCHE DATEN ......................9-1
KUNDENINFORMATION .................10-1
Identifizierungsnummern ..............10-1U5PG8BG0.book Page 2 Friday, June 22, 2012 10:22 AM

SICHERHEITSINFORMATIONEN
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2
●
An vielen Unfällen sind unerfahrene
Fahrer beteiligt. Stellen Sie sicher, dass Sie qualifi- ziert sind ein Motorrad zu fahren,
und dass Sie Ihr Motorrad nur an
andere qualifizierte Fahrer auslei-
hen.
Kennen Sie Ihre Fähigkeiten und
Grenzen. Wenn Sie innerhalb Ihrer
Grenzen fahren, kann dies dazu
beitragen, einen Unfall zu vermei-
den.
Wir empfehlen Ihnen, dass Sie das Fahren mit Ihrem Motorrad solange
üben, bis Sie mit dem Motorrad und
allen seinen Kontrollvorrichtungen
gründlich vertraut sind.
●
Viele Unfälle wurden durch Fehler des
Motorradfahrers verursacht. Ein typi-
scher Fehler des Fahrers ist es, in ei-
ner Kurve wegen zu hoher Geschwin-
digkeit zu weit heraus getragen zu
werden oder Kurven zu schneiden
(ungenügender Neigungswinkel im
Verhältnis zur Geschwindigkeit). Fah-
ren Sie niemals schneller als durch
Straßen- und Verkehrsbedingungen
vertretbar ist.
●
Fahren Sie in nicht vertrauter Umge-
bung besonders vorsichtig. Sie könn-
ten auf versteckte Hindernisse stoßen
und dadurch einen Unfall haben.
●
Die Haltung des Fahrers ist wichtig,
um das Fahrzeug sicher unter Kontrol-
le zu haben. Der Fahrer sollte während
der Fahrt beide Hände am Lenker und
beide Füße auf den Fußrasten halten,
um Kontrolle über das Motorrad auf-
rechterhalten zu können.
●
Niemals unter Einfluss von Alkohol
oder anderen Drogen oder Medika-
menten fahren.
Schutzkleidung
Bei Motorradunfällen sind Kopfverletzun-
gen die häufigste Ursache von Todesfällen.
Die Benutzung eines Schutzhelms ist der
absolut wichtigste Faktor, um Kopfverlet-
zungen zu verhindern oder zu reduzieren.
●
Tragen Sie immer einen sicherheits-
geprüften Helm.
●
Tragen Sie ein Visier oder eine
Schutzbrille. Kommt Wind in Ihre un-
geschützten Augen könnte dies Ihre
Sicht beeinträchtigen, und Sie könnten
deshalb eine Gefahr verspätet erken-
nen.
●
Eine Jacke, schwere Stiefel, Hosen,
Handschuhe usw. helfen dabei, Ab-
schürfungen oder Risswunden zu ver-
hindern oder zu vermindern.
●
Tragen Sie niemals lose sitzende Klei-
dung, da sie sich in den Lenkungshe-
beln, Fußrasten oder Rädern verfan-
gen könnten, und Verletzung oder ein
Unfall könnte die Folge sein.
●
Tragen Sie immer Schutzkleidung, die
Ihre Beine, Knöchel und Füße be-
deckt. Der Motor und die Auspuffanla-
ge sind im und auch nach dem Betrieb
sehr heiß, so dass es zu Verbrennun-
gen kommen kann.
Vermeiden Sie Kohlenmonoxid-Vergif-
tungen
Auspuffgase enthalten immer Kohlenmono-
xid, ein giftiges Gas mit tödlicher Wirkung.
Das Einatmen von Kohlenmonoxid verur-
sacht zunächst Kopfschmerzen, Schwin-
delgefühl, Benommenheit, Übelkeit, Ver-
wirrtheit und führt schließlich zum Tod.
Kohlenmonoxid ist ein farbloses, geruch-
und geschmackloses Gas, das vorhanden
sein kann, auch wenn Sie Auspuffgase we-
der sehen noch riechen. Eine tödliche Koh-
lenmonoxid-Konzentration kann sich sehr
schnell ansammeln und Sie können binnen
kurzer Zeit bewusstlos und damit unfähig
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ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
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4
GAU13590
Chokehebel “ ” Ein kalter Motor benötigt zum Starten ein
fetteres Luft-Kraftstoff-Gemisch, das eine
spezielle Kaltstarteinrichtung, der sog.
Choke, liefert.
Zum Aktivieren des Chokes (Kaltstartanrei-
cherung des Gemischs) den Chokehebel
nach (a) schieben.
Zum Abschalten des Chokemechanismus
den Hebel nach (b) schieben.
GAU13680
Kickstarter Zum Anlassen des Motors den Kickstarter-
hebel herausklappen und dann langsam
niedertreten, bis deutlicher Widerstand
spürbar wird; anschließend den Kickstarter
kräftig durchtreten.
GAU40920
Sitzbank Sitzbank abnehmen1. Entfernen Sie den Schmutzfänger, in- dem Sie die Schrauben und Unterleg-
scheiben lösen.
2. Die Sitzbank abziehen.
Sitzbank montieren 1. Die Zunge an der Vorderseite der Sitz- bank, wie in der Abbildung gezeigt, in
die Sitzhalterung stecken.
1. Chokehebel “ ”
1
(a)
(b)
1. Kickstarter
1
1. Schraube und Unterlegscheibe
2. Schmutzfänger
1 2
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ARMATUREN, BEDIENUNGSELEMENTE UND DEREN FUNKTION
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4
2. Die Sitzbank in die ursprüngliche Lage bringen.
3. Montieren Sie den Schmutzfänger, in- dem Sie die Schrauben und Unterleg-
scheiben anbringen.HINWEISVor Fahrtantritt sicherstellen, dass die Sitz-
bank richtig montiert ist.
GAU53760
Kabelschloss (für Europa) Ihr Motorrad wurde mit einer externen Dieb-
stahlsicherung ausgeliefert, um eine uner-
laubte Benutzung zu verhindern. Prüfen
Sie, dass das mit dem Motorrad mitgeliefer-
te Kabelschloss vorhanden ist.
WARNUNG
GWA16300
Das Kabelschloss ordnungsgemäß in ei-
nem Beutel oder an einem anderen si-
cheren Ort verstauen, bevor Sie mit dem
Motorrad fahren. Das Kabelschloss
nicht irgendwo an das Motorrad oder an
Ihren Körper hängen! Es könnte sich mit
den Rädern, dem Lenker oder anderen
Teilen des Motorrads verheddern und zu
einem Verlust der Kontrolle und mögli-
cherweise zu einem Unfall führen.Zum Abschließen des Motorrads1. Das Motorrad am gewünschten Ab-
stellort parken.
2. Sicherstellen, dass das Motorrad si- cher geparkt ist. Den Seitenständer
oder eine andere Abstützung verwen-
den.
3. Das Kabel aus dem Schloss heraus-
ziehen. 4. Ein Kabelende durch das Hinterrad
ziehen und dann beide Enden des Ka-
bels in das Schloss stecken und ver-
riegeln.
5. Die obigen Schritte in umgekehrter Reihenfolge durchführen, bevor Sie
mit dem Motorrad fahren.
1. Sitzhalterung
2. Vorsprung
12
1. Korrekte Verwendung des Kabelschlosses
1
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WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
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6
GAU40722
Parken Zum Parken den Motor abstellen und den
Kraftstoffhahn auf “S” (Stopp) stellen.
WARNUNG
GWA10311
●
Motor und Auspuffanlage können
sehr heiß werden. Deshalb so par-
ken, dass Kinder oder Fußgänger
die heißen Teile nicht versehentlich
berühren und sich verbrennen kön-
nen.
●
Das Fahrzeug nicht auf abschüssi-
gem oder weichem Untergrund ab-
stellen, damit es nicht umfallen
kann. Sonst besteht durch austre-
tenden Kraftstoff erhöhte Brandge-
fahr.
●
Nicht in der Nähe von Gras oder an-
deren leicht brennbaren Stoffen
parken, die in Brand geraten kön-
nen.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
7-1
7
GAU17244
Regelmäßige Inspektionen, Einstellungen
und Schmierung gewährleisten maximale
Fahrsicherheit und einen optimalen Zu-
stand Ihres Fahrzeugs. Der Fahrzeughal-
ter/Fahrer ist für die Sicherheit selbst ver-
antwortlich. Auf den folgenden Seiten
werden die wichtigsten Inspektionspunkte,
Einstellungen und Schmierstellen des Fahr-
zeugs angegeben und erläutert.
Die in den Wartungstabellen empfohlenen
Zeitabstände sollten lediglich als Richtwerte
für den Normalbetrieb angesehen werden.
Je nach Wetterbedingungen, Gelände, ge-
ographischem Einsatzort und persönlicher
Fahrweise müssen die Wartungsintervalle
möglicherweise verkürzt werden.
WARNUNG
GWA10321
Ohne die richtige Wartung des Fahr-
zeugs oder durch falsch ausgeführte
Wartungsarbeiten erhöht sich die Ge-
fahr von Verletzungen, auch mit Todes-
folge, während der Wartung und der Be-
nutzung des Fahrzeugs. Wenn Sie nicht
mit der Fahrzeugwartung vertraut sind,
beauftragen Sie einen Yamaha-Händler
mit der Wartung.
WARNUNG
GWA15122
Schalten Sie, wenn keine anderslauten-
den Anweisungen angegeben sind, den
Motor zur Durchführung von Wartungs-
arbeiten aus.●
Ein laufender Motor hat bewegliche
Teile, die Körperteile oder Kleidung
erfassen und mitreißen können
oder elektrische Teile, die Strom-
schläge oder Brand verursachen
können.
●
Ein während Wartungsarbeiten lau-
fender Motor kann Augenverletzun-
gen, Verbrennungen, Feuer oder
Kohlenmonoxid-Vergiftungen ver-
ursachen – möglicherweise mit To-
desfolge. Weitere Informationen zu
Kohlenmonoxid siehe Seite 2-2.WARNUNG
GWA15460
Bremsscheiben, Bremssättel, Brem-
strommeln und Beläge können während
ihres Einsatzes sehr heiß werden. Las-
sen Sie, um mögliche Verbrennungen zu
vermeiden, die Komponenten der
Bremsanlage erst abkühlen, bevor Sie
sie berühren.
GAU17302
Das Abgaskontrollsystem sorgt nicht nur für
sauberere Luft, sondern ist auch unerläss-
lich für den ordnungsgemäßen Betrieb des
Motors und die Erzielung der maximalen
Leistung. In den folgenden Wartungstabel-
len sind die Servicearbeiten am Abgaskon-
trollsystem separat gruppiert. Diese Ser-
vicearbeiten erfordern spezielle Daten,
Kenntnisse und Ausrüstung. Wartung, Aus-
tausch oder Reparatur von Abgaskontroll-
geräten und -systemen kann von jeder Re-
paraturwerkstatt oder von Fachleuten
vorgenommen werden, die die entspre-
chende Zulassung besitzen (falls zutref-
fend). Yamaha-Fachwerkstätten sind für die
Durchführung dieser speziellen Servicear-
beiten geschult und ausgerüstet.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
7-3
7
GAU41742
Tabelle für regelmäßige Wartung des Abgas-Kontrollsystems HINWEISDie mit einem Sternchen markierten Arbeiten erfordern Spezialwerkzeuge, besondere Daten und technische Fähigkeiten und sollten daher
von einer Yamaha-Fachwerkstatt ausgeführt werden.NR. PRÜFPUNKT KONTROLLE ODER WARTUNGSARBEIT ERSTE
DANACH ALLE
1 Monat 3 Monate 6 Monate 6 Monate 12
Monate
1* Kraftstof eitung
Kraftstoffschläuche auf Risse oder
Beschädigung kontrollieren.Ersetzen, falls nötig.
2 ZündkerzeZustand kontrollieren.Elektrodenabstand einstellen und reinigen.Ersetzen, falls nötig.
3 Luft ltereinsatzMit Lösungsmittel reinigen.Ersetzen, falls nötig.
4* VergaserMotor-Leerlaufdrehzahl und Anlasserfunktion
prüfen.Ggf. einstellen.Reinigen.
5* Zylinderkopf und
AuspuffanlageAuf Undichtigkeit prüfen.Ggf. festziehen.Ggf. entkohlen.
6* FunkenfängerReinigen.
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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7
GAU19604
Zündkerze prüfen Die Zündkerze ist ein wichtiger Bestandteil
des Motors und ist leicht zu überprüfen. Da
Verbrennungswärme und Ablagerungen
die Funktionstüchtigkeit der Kerze im Laufe
der Zeit vermindern, muss die Zündkerze in
den empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle herausgenom-
men und geprüft werden. Der Zustand der
Zündkerze erlaubt Rückschlüsse auf den
Zustand des Motors.
Zündkerze ausbauen1. Den Zündkerzenstecker abziehen.
2. Die Zündkerze mit dem Zündkerzen-
schlüssel (im Bordwerkzeug) heraus-
schrauben, wie in der Abbildung dar-
gestellt. Zündkerze prüfen
1. Die Verfärbung des Zündkerzen-Isola- torfußes prüfen. Der die Mittelelektro-
de umgebende Porzellanisolator ist
bei richtig eingestelltem Motor und
normaler Fahrweise rehbraun.
HINWEISWeist die Zündkerze eine stark abweichen-
de Färbung auf, könnte es sein, dass der
Motor nicht richtig läuft. Versuchen Sie
nicht, derartige Probleme selbst zu diag-
nostizieren. Lassen Sie stattdessen das
Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt
prüfen.
2. Die Zündkerze auf fortgeschrittenen
Abbrand der Mittelelektrode und über-
mäßige Ölkohleablagerungen prüfen
und ggf. erneuern.
3. Den Zündkerzen-Elektrodenabstand mit einer Fühlerlehre messen und ggf.
korrigieren.
1. Zündkerzenstecker
1
1. Zündkerzenschlüssel
1
Empfohlene Zündkerze:PW50 NGK/BP4HS (ZAF)
PW50 NGK/BPR4HS
(AUT)(BEL)(CHE)(DEU)(DNK)
(ESP)(FIN)(FRA)(GBR)(GRC)
(IRL)(ITA)(NLD)(NOR)(POL)
(PRT)(SVN)(SWE)
PW50D NGK/BPR4HS
PW50D1 NGK/BPR4HS
PW50 DENSO/W14FP-L (ZAF)
1. Zündkerzen-Elektrodenabstand
1
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