
192
Fahren
Bremsen, anhalten und parken
Einleitung Die bremsunterstützenden Systeme
sind d as Antiblockiersystem (ABS), der
Bremsassistent (BAS), die elektronische Differenzialsperre (EDS), die An-
triebsschlupfregelung ASR (TCS) und das elektronische Stabilisierungspro-
gramm ESC (ESP).
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
● Anhängerbetrieb ⇒ Seite 242
● Anfahrassistenzsysteme ⇒ Seite 203
● Räder und Reifen ⇒ Seite 305
● Zubehör, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen ⇒ Seite 266ACHTUNG
Das Fahren mit abgenutzten Bremsbelägen oder einer gestörten Brems-
anlage kann Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Wenn einzeln oder zusammen mit einer Textmeldung im Display
de s
Kombiinstruments aufleuchtet, sofort einen Fachbetrieb aussuchen
und Bremsbeläge prüfen und abgenutzte Bremsbeläge erneuern lassen. ACHTUNG
Ein unsachgemäßes Parken kann schwere Verletzungen verursachen.
● Niemals den Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss ziehen, solan-
ge das Fahrzeug in Bewegung ist. Die Lenkungssperre kann einrasten
und das Fahrzeug kann nicht mehr gelenkt oder kontrolliert werden. ACHTUNG (Fortsetzung)
● Niemals das Fahrzeug so abstellen, dass Teile der Abgasanlage mit
leicht entflammbaren Materialien unter dem Fahrzeug in Berührung kom-
men, z. B. Unterholz, Laub, trockenes Gras, verschütteter Kraftstoff usw.
● Immer die elektronische Parkbremse einschalten, wenn das Fahrzeug
abgestellt oder geparkt wird.
● Niemals Kinder oder hilfsbedürftige Personen im Fahrzeug zurücklas-
sen. Sie könnten die elektronische Parkbremse lösen, den Wählhebel
oder Schalthebel betätigen und so das Fahrzeug in Bewegung setzen.
Das kann Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Nehmen Sie bei jedem Verlassen des Fahrzeugs stets alle Fahrzeug-
schlüssel mit. Der Motor kann gestartet und elektrische Ausstattungen
wie die Fensterheber bedient werden, was zu schweren Verletzungen füh-
ren kann.
● Niemals Kinder oder hilfsbedürftige Personen allein im Fahrzeug zu-
rücklassen. Diese sind in einem Notfall nicht in der Lage, das Fahrzeug
selbstständig zu verlassen oder sich selbst zu helfen. So können bei-
spielsweise je nach Jahreszeit in einem geschlossenen Fahrzeug sehr ho-
he oder niedrige Temperaturen entstehen, die vor allem bei Kleinkindern
ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen hervorrufen oder zum Tode
führen können. VORSICHT
● Parkplätze mit hochstehenden Bordsteineinfassungen oder festen Be-
grenzungen immer vorsichtig befahren. Diese aus dem Boden ragenden Ge-
genstände können beim Ein- und Ausparken den Stoßfänger und andere
Fahrzeugteile beschädigen. Um Schäden zu vermeiden, anhalten bevor die
Räder die Begrenzungen oder Bordsteine berühren.
● Vorsichtig über Grundstückseinfahrten, Rampen, Bordsteine und andere
Gegenstände fahren. Tief liegende Fahrzeugteile wie Stoßfänger, Spoiler
und Teile des Fahrwerks, Motors oder der Abgasanlage können beim Über-
fahren beschädigt werden.

194
Fahren ACHTUNG
Das Missachten aufleuchtender Warnleuchten und Textmeldungen kann
zum Liegenbleiben im Straßenverkehr, zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen.
● Missachten Sie niemals aufleuchtende Warnleuchten und Textmel-
dungen.
● Halten Sie das Fahrzeug an, sobald es möglich und sicher ist. ACHTUNG
Das Fahren mit schlechten Bremsen kann Unfälle und schwere Verletzun-
gen verursachen.
● Wenn die Bremsanlagen-Warnleuchte nicht verlischt oder während
der Fahrt aufleuchten sollte, ist entweder der Bremsflüssigkeitsstand im
Vorratsbehälter zu niedrig oder es liegt eine Störung in der Bremsanlage
vor. Umgehend anhalten und fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen
⇒ Seite 201, Bremsflüssigkeit.
● Wenn die Bremsanlagen-Warnleuchte zusammen mit der ABS-Kon-
trollleuchte aufleuchtet, kann die Regelfunktion des ABS ausgefallen
sein. Dadur
ch können die Hinterräder beim Bremsen relativ schnell blo-
ckieren. Blockierende Hinterräder können zum Verlust der Fahrzeugkon-
trolle führen! Wenn es möglich ist, die Geschwindigkeit reduzieren und
vorsichtig mit geringer Geschwindigkeit bis zum nächsten Fachbetrieb
fahren, um die Bremsanlage überprüfen zu lassen. Auf dem Weg dorthin
plötzliche Brems- und Fahrmanöver vermeiden.
● Wenn die ABS-Kontrollleuchte nicht ausgeht oder während der
Fahrt angehet, funktioniert das ABS nicht richtig. Das Fahrzeug kann nur
mit den normalen Bremsen angehalten werden (ohne ABS). Der Schutz,
den ABS bietet, ist dann nicht vorhanden. So schnell wie möglich einen
Fachbetrieb aufsuchen.
● Wenn einzeln oder zusammen mit einer Textmeldung im Display
des Kombiinstruments aufleuchtet, sofort einen Fachbetrieb aussuchen
und Bremsbeläge prüfen oder abgenutzte Bremsbeläge erneuern lassen. VORSICHT
Das Missachten aufleuchtender Kontrollleuchten und Textmeldungen kann
zu Fahrzeugbeschädigungen führen.
Elektronische Parkbremse Abb. 135 Ansicht der
Mittelkonsole: Taste für
die elektronische Park-
bremse.
Elektronische Parkbremse einschalten
Das Einschalten der elektronischen Parkbremse ist bei Fahrzeugstillstand
jederzeit möglich – auch bei ausgeschalteter Zündung. Parkbremse immer
einschalten, wenn das Fahrzeug verlassen oder geparkt wird.
● Taste so lange ziehen, bis die Kontrollleuchte
in der Taste auf-
leuchtet.
● Die Parkbremse ist eingeschaltet, wenn die Kontrollleuchte
im Kombi-
instrument leuchtet ⇒ Seite 193.

199
Fahren
Drücken der ASR (TCS)-Taste ausgeschaltet werden ⇒ Abb. 136. Darauf ach-
ten, dass das ASR (TCS) immer wieder eingeschaltet wird, wenn der Vortrieb
wieder vorhanden ist.
Antiblockiersystem (ABS)
Das ABS kann ein Blockieren der Räder beim Bremsen bis kurz vor Fahr-
zeugstillstand verhindern und unterstützt den Fahrer das Fahrzeug zu len-
ken und die Kontrolle zu behalten. Das bedeutet, dass das Fahrzeug auch
bei einer Vollbremsung weniger dazu neigt zu schleudern:
● Das Bremspedal kräftig treten und halten. Den Fuß nicht vom Bremspe-
dal nehmen oder die Kraft auf das Bremspedal reduzieren!
● Nicht das Bremspedal „pumpen“ oder den Druck auf das Bremspedal
verringern!
● Fahrzeug lenken, während das Bremspedal kräftig getreten wird.
● Beim Loslassen des Bremspedals oder beim Reduzieren der Kraft auf
das Bremspedal schaltet sich das ABS ab.
Der Regelvorgang des ABS macht sich durch eine pulsierende Bewegung
des Bremspedals sowie Geräusche bemerkbar. Es darf nicht erwartet wer-
den, dass das ABS unter allen Umständen den Bremsweg verkürzt. Der
Br emsw
eg kann auf Kies oder bei Neuschnee auf eisigem oder rutschigem
Untergrund sogar länger werden.
Bei losem Untergrund wird bei Vorwärtsfahrt automatisch ein speziell auf
Gelände abgestimmtes ABS aktiviert. Hierbei können die Vorderräder kurz-
zeitig blockieren. Damit wird im Gelände der Bremsweg verkürzt , weil sich
die Räder in den losen Untergrund eingraben. Diese Abstimmung steht nur
bei Geradeausfahrt zur Verfügung. Wenn die Vorderräder eingeschlagen
sind, ist das normale ABS in Funktion.
Bremsassistent (BAS)
Der Bremsassistent kann helfen, den Bremsweg zu reduzieren. Der Brems-
assistent verstärkt die Bremskraft, wenn der Fahrer in Notbremssituationen
das Bremspedal schnell tritt. In folge dessen wird sehr schnell der volle
Bremsdruck aufgebaut, die Bremskraft verstärkt und der Bremsweg ver-
kürzt. Dadurch wird das ABS schneller und effektiver aktiviert. Nicht
den Druck auf das Bremspedal verringern! Beim Loslassen des Brems-
pedals oder beim Reduzieren der Kraft auf das Bremspedal schaltet der
Bremsassistent die Bremskraftverstärkung von selbst aus.
Antriebsschlupfregelung ASR (TCS)
Die ASR (TCS) verringert die Antriebskraft des Motors bei durchdrehenden
Rädern und passt die Antriebskraft den Fahrbahnverhältnissen an. Durch
die ASR (TCS) wird selbst bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen das An-
fahren, Beschleunigen und Bergauffahren erleichtert.
Die ASR (TCS) kann manuell ein- oder ausgeschaltet werden ⇒ Seite 200.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
Die EDS steht bei normalen Geradeausfahrten zu Verfügung. EDS bremst ein
durchdrehendes Rad ab und überträgt die Antriebskraft auf die anderen An-
triebsräder. Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rads nicht über-
hitzt, schaltet sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung auto-
matisch aus. Sobald die Bremse abgekühlt ist, schaltet sich die EDS auto-
matisch wieder ein. ACHTUNG
Schnelles Fahren auf eisigen, rutschigen oder nassen Straßen kann zum
Verlust der Fahrzeugkontrolle und schwere Verletzungen des Fahrers und
der Mitfahrer führen.
● Geschwindigkeit und Fahrweise den Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen anpassen. Das erhöhte Sicherheitsangebot durch
die bremsunterstützenden Systeme ABS, BAS, EDS, ASR (TCS) und ESC
(ESP) darf nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko einzugehen.
● Bremsunterstützende Systeme können die physikalisch vorgegebe-
nen Grenzen nicht überwinden. Rutschige und nasse Straßen bleiben
auch mit ESC (ESP) und den anderen Systemen sehr gefährlich. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten

201
Fahren
● Beim Fahren in Tiefschnee oder auf lockerem Grund.
● Beim „Freischaukeln“ des festgefahrenen Fahrzeugs.
Anschließend die ASR (TCS) durch Drücken der Taste OFF ⇒ Abb. 136
wie-
der ein
schalten.
Bremsflüssigkeit Abb. 137 Im Motorraum:
Deckel des Bremsflüssig-
keitsbehälters.
Bremsflüssigkeit nimmt im Lauf der Zeit Feuchtigkeit aus der umgebenden
Luft auf. Ein zu hoher Wassergehalt der Bremsflüssigkeit verursacht Schä-
den in der Bremsanlage. Durch Wasser senkt sich der Siedepunkt der
Bremsflüssigkeit erheblich. Bei einem zu hohen Wassergehalt kann es bei
starker Beanspruchung der Bremse und Vollbremsung zu Dampfblasenbil-
dung in der Bremsanlage kommen. Dampfblasen reduzieren die Bremswir-
kung, verlängern erheblich den Bremsweg und können sogar zum Totalaus-
fall der Bremsanlage führen. Die eigene Sicherheit und die Sicherheit ande-
rer Verkehrsteilnehmer ist abhängig von einer jederzeit ordnungsgemäß
funktionierenden Bremsanlage ⇒ .Bremsflüssigkeitsspezifikation
SEAT hat eine spezielle Bremsflüssigkeit entwickelt, die für das Bremssys-
tem des Fahrzeug optimiert ist. SEAT empfiehlt, für eine optimale Funktion
der Bremsanlage Bremsflüssigkeit der
VW-Norm 501 14 zu verwenden.
W enn die
se Bremsflüssigkeit nicht zur Verfügung steht oder eine andere
Bremsflüssigkeit aus anderen Gründen verwendet wird, kann eine Brems-
flüssigkeit verwendet werden, die den Anforderungen nach US-Norm
FMVSS 116 DOT 4 oder DIN ISO 4925 CLASS 4 entspricht ⇒ .
Eine Bremsflüssigkeit nach der VW-Norm 501 14 erfüllt die Anforderungen
der US-Norm FMVSS 116 DOT 4 und DIN ISO 4925 CLASS 4. Das bedeutet
jedoch nicht, dass eine Bremsflüssigkeit gemäß den Anforderungen nach
US-Norm FMVSS 116 DOT 4 oder DIN ISO 4925 CLASS 4 automatisch auch
den Anforderungen der VW-Norm 501 14 entspricht. Diese Informationen
mit den Angaben auf der Verpackung der Bremsflüssigkeit abgleichen und
sicherstellen, dass immer die richtige Bremsflüssigkeit für das Fahrzeug ver-
wendet wird.
Geeignete Bremsflüssigkeiten sind bei einem SEAT-Betrieb erhältlich.
Bremsflüssigkeitsstand
Der Bremsflüssigkeitsstand muss immer zwischen der MIN- und MAX-Mar-
kierung des Bremsflüssigkeitsbehälters sein bzw. oberhalb der MIN-Markie-
rung ⇒ .
Der Bremsflüssigkeitsstand kann nicht bei jedem Modell genau geprüft wer-
den, da Motorteile die Sicht auf den Flüssigkeitsstand im Bremsflüssigkeits-
behälter behindern. Wenn der Bremsflüssigkeitsstand nicht genau abgele-
sen werden kann, fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen.
Der Bremsflüssigkeitsstand sinkt im Fahrbetrieb geringfügig ab, weil sich
die Bremsbeläge abnutzen und sich die Bremse automatisch nachstellt.
Bremsflüssigkeitswechsel
Die Bremsflüssigkeit muss nach den Angaben im Wartungsprogramm ge-
wechselt werden. Bremsflüssigkeit von einem Fachbetrieb wechseln lassen.
SEAT empfiehlt dafür einen SEAT-Betrieb. Nur neue Bremsflüssigkeit nach-
füllen lassen, die die erforderliche Spezifikation aufweist. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten

247
Fahren mit Anhänger
Die Räder des Zugfahrzeugs bei Anhängerbetrieb mit dem maximal zulässi-
gen Reifenfülldruck befüllen ⇒ Seite 305. ACHTUNG
Wenn die maximal zulässige Achs- und Stützlast sowie das maximal zu-
lässige Gesamt- oder Gespanngewicht des Fahrzeugs und des Anhängers
überschritten werden, können Unfälle und schwere Verletzungen die Fol-
ge sein.
● Die angegebenen Werte niemals überschreiten.
● Niemals mit dem aktuellen Gewicht an der vorderen und hinteren Ach-
se die maximal zulässige Achslast überschreiten. Niemals mit dem vorde-
ren und hinteren Gewicht des Fahrzeugs das maximal zulässige Gesamt-
gewicht überschreiten. ACHTUNG
Eine rutschende Ladung kann die Fahrstabilität und die Fahrsicherheit
des Gespanns erheblich beeinträchtigen und dadurch Unfälle und schwe-
re Verletzungen verursachen.
● Anhänger immer ordnungsgemäß beladen.
● Ladung immer mit geeigneten und unbeschädigten Verzurrleinen oder
Spannbändern sichern.
Mit einem Anhänger fahren Scheinwerfereinstellung
Bei angekuppeltem Anhänger kann sich der vordere Teil des Fahrzeugs an-
heben und das eingeschaltete Abblendlicht andere Verkehrsteilnehmer
blenden. Die Lichtkegel mit der Leuchtweitenregulierung entsprechend ab-
senken. Wenn keine Leuchtweitenregulierung vorhanden ist, die Scheinwer-
fer von einem Fachbetrieb einstellen lassen. Fahrzeuge mit Gasentladungs- lampen passen sich automatisch an und brauchen nicht eingestellt zu wer-
den.
Besonderheiten beim Fahren mit einem Anhänger
●
Bei einem Anhänger mit Auflaufbremse zuerst sanft bremsen, dann zü-
gig. So werden Bremsstöße durch blockierende Anhängerräder vermieden.
● Auf Grund des Gespanngewichts verlängert sich der Bremsweg.
● Vor Gefällestrecken kleinere Fahrstufe oder kleineren Gang wählen, um
den Motor zusätzlich als Bremse zu nutzen. Die Bremsanlage könnte sonst
überhitzen und ggf. ausfallen.
● Der Schwerpunkt des Fahrzeugs und dadurch die Fahreigenschaften ha-
ben sich durch die Anhängelast und das erhöhte Gesamtgewicht des Ge-
spanns verändert.
● Bei leerem Zugfahrzeug und beladenem Anhänger ist die Gewichtsver-
teilung sehr ungünstig. In dieser Kombination ganz besonders vorsichtig
und entsprechend langsam fahren.
Anfahren mit einem Anhänger an Steigungen
Abhängig von der Steigung und dem Gesamtgewicht des Gespanns kann
ein geparktes Gespann beim Anfahren leicht zurückrollen.
Mit einem Anhänger an Steigungen wie folgt anfahren:
● Bremspedal treten und halten.
● Taste einmal drücken, um die elektronische Parkbremse auszuschal-
ten ⇒ Seite 192.
● Taste ziehen und halten, um das Gespann mit der elektronischen
Parkbremse zu halten.
● Beim Schaltgetriebe: Kupplungspedal ganz durchtreten.
● 1. Gang bzw. Fahrstufe D einlegen ⇒ Seite 183, Schalten.
● Bremspedal loslassen. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten

255
Pflegen und Reinigen VORSICHT
● Keinesfalls die empfohlenen Reinigungsmittel mit anderen Reinigungs-
mitteln im Scheibenwaschwasserbehälter vermischen. Es kann sonst zu ei-
ner Ausflockung der Bestandteile und damit zur Verstopfung der Scheiben-
waschdüsen kommen.
● Schnee oder Eis von Fensterscheiben und Spiegeln nicht mit warmem
oder heißem Wasser entfernen. Das Glas kann sonst reißen!
● Die Heizfäden der Heckscheibenbeheizung befinden sich auf der Innen-
seite der Heckscheibe. Keine Aufkleber über die Scheibenantenne aufkle-
ben und niemals die Antennen mit ätzenden oder säurehaltigen Reini-
gungsmitteln sowie anderen Chemikalien reinigen.
● Antennen, die sich auf der Innenseite der Fensterscheiben befinden,
können durch scheuernde Gegenstände oder durch ätzende und säurehalti-
ge Reinigungsmittel sowie andere Chemikalien beschädigt werden. Keine
Aufkleber über die Scheibenantenne aufkleben und niemals die Antennen
mit ätzenden oder säurehaltigen Reinigungsmitteln sowie anderen Chemi-
kalien reinigen. Scheibenwischerblätter reinigen und auswechseln Abb. 158 Scheibenwi-
scherblätter der Front-
scheibe auswechseln.
Abb. 159 Scheibenwi-
scherblatt der Heckschei-
be auswechseln.
Werkseitig werden Scheibenwischerblätter eingebaut, die mit einer Grafit-
schicht beschichtet sind. Die Grafitschicht sorgt dafür, dass das Scheiben-
wischerblatt leise über die Scheibe wischt. Eine beschädigte Grafitschicht Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten

286
Prüfen und Nachfüllen
Vorbereitungen zu Arbeiten im Motorraum
Einleitung Vor allen Arbeiten im Motorraum das Fahrzeug immer auf einem waagerech-
ten und tragfähigen Untergrund sicher abstellen.
Der Motorraum eines Fahrzeugs ist ein gefährlicher Bereich. Niemals Arbei-
ten am Motor und im Motorraum durchführen, wenn man nicht mit den not-
wendigen Handlungen und den allgemein gültigen Sicherheitsvorkehrun-
gen vertraut ist und wenn falsche Betriebsmittel und Betriebsflüssigkeiten
sowie ungeeignete Werkzeuge zur Verfügung stehen
⇒ ! Andernfalls alle
Arbeiten bei einem Fachbetrieb durchführen lassen. Schwere Verletzungen
können durch unsachgemäße Arbeiten verursacht werden.
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
● Scheibenwischer und -wascher ⇒ Seite 111
● Motor anlassen und abstellen ⇒ Seite 179
● Bremsflüssigkeit ⇒ Seite 192
● Fahrzeugbatterie ⇒ Seite 300
● Kontrollen beim Tanken ⇒ Seite 274
● Motoröl ⇒ Seite 290
● Motorkühlmittel ⇒ Seite 294
● Zubehör, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen ⇒ Seite 266 ACHTUNG
Unbeabsichtigte Fahrzeugbewegungen während der Wartungsarbeiten
können schwere Verletzungen verursachen.
● Niemals unter dem Fahrzeug arbeiten, wenn es nicht gegen Wegrollen
gesichert ist. Wenn unter dem Fahrzeug gearbeitet wird, während die
Räder den Boden berühren, muss das Fahrzeug auf einer Ebene stehen,
die Räder müssen blockiert und der Fahrzeugschlüssel aus dem Zünd-
schloss abgezogen sein.
● Wenn unter dem Fahrzeug gearbeitet werden soll, muss das Fahrzeug
zusätzlich mit geeigneten Unterstellböcken sicher abgestützt werden.
Der Wagenheber reicht für diesen Zweck nicht aus und kann versagen,
was schwere Verletzungen verursachen kann. ACHTUNG
Der Motorraum jedes Fahrzeugs ist ein gefährlicher Bereich und kann
schwere Verletzungen verursachen!
● Bei allen Arbeiten immer äußerst umsichtig und vorsichtig sein sowie
die allgemein gültigen Sicherheitsvorkehrungen beachten. Niemals ein
persönliches Risiko eingehen.
● Niemals Arbeiten am Motor und im Motorraum durchführen, wenn
man nicht mit den notwendigen Handlungen vertraut ist. Wenn man unsi-
cher ist, was zu tun ist, die notwendigen Arbeiten von einem Fachbetrieb
durchführen lassen. Schwere Verletzungen können die Folge von nicht
ordnungsgemäß durchgeführter Arbeit sein.
● Niemals die Motorraumklappe öffnen oder schließen, solange Dampf
oder Kühlmittel austritt. Heißer Dampf oder Motorkühlmittel können
schwere Verbrennungen verursachen. Immer warten, bis man keinen
Dampf oder Kühlmittel mehr aus dem Motorraum austreten hört und
sieht.
● Immer den Motor abkühlen lassen, bevor die Motorraumklappe geöff-
net wird.

319
Räder und Reifen ACHTUNG
Ein Radwechsel kann gefährlich sein, vor allem wenn er am Straßenrand
durchgeführt wird. Um das Risiko schwerer Verletzungen zu reduzieren,
folgendes beachten:
● Halten Sie das Fahrzeug an, sobald es möglich und sicher ist. Das
Fahrzeug in sicherer Entfernung zum fließenden Verkehr abstellen, um
den Radwechsel durchführen zu können.
● Alle Mitfahrer und insbesondere Kinder müssen sich beim Radwech-
sel immer in sicherer Entfernung und außerhalb des Arbeitsbereichs auf-
halten.
● Warnblinkanlage einschalten, um andere Verkehrsteilnehmer zu war-
nen.
● Sicherstellen, dass der Untergrund eben und fest ist. Gegebenenfalls
eine großflächige, stabile Unterlage für den Wagenheber benutzen.
● Radwechsel nur dann selbst durchführen, wenn man mit den notwen-
digen Handlungen vertraut ist. Sonst fachmännische Hilfe in Anspruch
nehmen.
● Immer nur geeignetes und unbeschädigtes Werkzeug für einen Rad-
wechsel benutzen.
● Immer den Motor abstellen, die elektronische Parkbremse einschal-
ten und den Wählhebel in Stellung P bringen oder beim Schaltgetriebe
einen Gang einlegen, um das Risiko einer unbeabsichtigten Fahrzeugbe-
wegung zu reduzieren.
● Nach einem Radwechsel umgehend das Anzugsdrehmoment der Rad-
schrauben mit einem fehlerfrei arbeitenden Drehmomentschlüssel prüfen
lassen. Vorbereitungen zum Radwechsel Checkliste
Folgende Handlungen immer in der angegebenen Reihenfolge als Vorberei-
tungen zum Radwechsel durchführen
⇒ :
Fahrzeug auf ebenem und festem Untergrund sicher abstellen.
Elektronische Parkbremse einschalten ⇒ Seite 192.
Aut om
atisches Getriebe: Wählhebel in Stellung P bringen ⇒ Seite 183.
Mot
or abstellen und Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss nehmen
⇒ Seite 179.
Schaltgetriebe: Gang einlegen ⇒ Seite 183.
Alle Fahrzeuginsassen aussteigen und sich in Sicherheit bringen las-
sen, z. B. hinter die Leitplanke.
Das Gegenüberliegende Rad mit Keilen oder dergleichen blockieren.
Bei Anhängerbetrieb: Den Anhänger vom Zugfahrzeug abkuppeln und
ordnungsgemäß abstellen.
Bei beladenem Gepäckraum: Gepäckstücke herausnehmen.
Bordwerkzeug aus dem Gepäckraum nehmen.
Radblenden entfernen ⇒ Seite 317. ACHTUNG
Die Missachtung der für die eigene Sicherheit wichtigen Checkliste kann
Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Immer den Handlungen in der Checkliste folgen und die allgemein
gültigen Sicherheitsvorkehrungen beachten.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten