
171
Klimatisierung
Umluftbetrieb: automatische Aktivierung*
Ein Luftgütesensor erkennt erhöhte Schadstoffkonzentratio-
nen in der Außenluft bzgl. Diesel- und Benzinabgase und
schaltet automatisch in den Umluftbetrieb.
Abb. 142 Bedientaste
für den automatischen
Umluftbetrieb
Umluftbetrieb einschalten
– Drücken Sie die Taste
⇒ Abb. 142.
Umluftbetrieb ausschalten
– Drücken Sie erneut die Taste
, oder
– Drücken Sie die Taste AUTO
, oder
– Drücken Sie die Taste
.
Der automatische Umluftbetrieb sollte möglichst immer eingeschaltet sein. Das System ist ca. 30 Sekunden nach Einschalten der Zündung / Starten
des Motors funktionsbereit. Während dieser Initialisierungszeit gelangt aus-
schließlich Frischluft in das Fahrzeug.
Wird von dem in der Klimaanlage vorhandenen
Luftgütesensor verunreinig-
te Außenluft wahrgenommen, entscheidet der Sensor, ob die Luftverunreini-
gung durch den serienmäßig eingebauten Schadstofffilter reduziert werden
kann oder ob auf Umluft geschaltet werden muss. Bei stärkerer Schadstoff-
konzentration wird die Klimaanlage automatisch in den Umluftbetrieb um-
geschaltet und die Außenluftzufuhr abgesperrt. Sobald die Schadstoffbe-
lastung in der Außenluft nachlässt, wird dem Fahrzeuginnenraum wieder
Frischluft zugeführt.
Der automatische Umluftbetrieb ist auf eine Betriebsdauer von maximal 12
Minuten begrenzt. Falls während des automatischen Umluftbetriebs die
Scheiben beschlagen, muss sofort die Taste
gedrückt werden.
Unter gewissen Betriebsbedingungen (z.B. in Programmstellung
oder
) schaltet sich die automatische Umluftfunktion aus. Im „ECON“-Betrieb
und bei Temperaturen unter ca. 8 °C unter Null ist der automatische Umluft-
betrieb auf 12 Sekunden beschränkt.
Maßeinheit der Temperatur umschalten
Die Temperaturanzeige kann von °C (Grad Celsius) auf °F
(Grad Fahrenheit) und umgekehrt umgeschaltet werden.
– Halten Sie die Taste für den Umluftbetrieb
gedrückt und tip-
pen Sie die Plustaste des linken Temperaturwählers (Fahrersei-
te) an ⇒ Abb. 141.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten

183
Fahren
Zusätzlich an Steigungen und bei Gefällen das Folgende beachten:
Drehen Sie das Lenkrad so, dass das Fahrzeug gegen den Bordstein rollt,
falls es sich in Bewegung setzt.
ACHTUNG
● Bei abgeschlossenem Fahrzeug sollten keine Personen - vor allem
keine Kinder - im Fahrzeug zurückbleiben. Verriegelte Türen erschweren
Helfern im Notfall in das Fahrzeuginnere zu gelangen - Lebensgefahr!
● Lassen Sie niemals Kinder unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurück. Diese
könnten beispielsweise die Handbremse lösen oder den Gang heraus-
nehmen, woraufhin sich das Fahrzeug in Bewegung setzten und einen
Unfall verursachen könnte.
Akustische Einparkhilfe
Allgemeine Hinweise
Je nach Fahrzeugausstattung werden Sie durch verschiedene Einparkhilfen
beim Einparken und Rangieren unterstützt.
Das SEAT parking system ist eine akustische Einparkhilfe, die Sie vor Hin-
dernissen hinter dem Fahrzeug warnt ⇒ Seite 183.
Das System SEAT parking system plus unterstützt Sie beim Einparken, in-
dem es akustisch auf Hindernisse vor und hinter dem Fahrzeug hinweist
⇒ Seite 184.
Hinweis
Damit die Einparkhilfe funktionieren kann, müssen die Sensoren sauber so-
wie schnee- und eisfrei gehalten werden. SEAT parking system*
Das SEAT parking system ist eine akustische Einparkhilfe.
Im hinteren Stoßfänger befinden sich Sensoren. Wenn diese ein Hindernis
erkennen, werden Sie durch Warntöne darauf hingewiesen. Der Messbe-
reich der Sensoren beginnt etwa bei:
HintenSeite0.60 mMitte1.60 m
Je näher Sie dem Hindernis kommen, desto kürzer wird der zeitliche Ab-
stand zwischen den Warntönen. Bei einem Abstand von unter ca. 0,30 m er-
tönt ein Dauerton. Fahren Sie nicht weiter!
Bleibt der Abstand zu einem Hindernis konstant, wird die Lautstärke der Ab-
standswarnung nach etwa vier Sekunden allmählich abgesenkt (betrifft
nicht den Dauertonbereich).
Die Einparkhilfe wird beim Einlegen des Rückwärtsgangs automatisch akti-
viert. Ein kurzer Quittierton ertönt.
ACHTUNG
● Die Einparkhilfe kann die Aufmerksamkeit des Fahrers nicht ersetzen.
Die Verantwortung beim Einparken und ähnlichen Fahrmanövern liegt
beim Fahrer.
● Sensoren haben tote Winkel, in denen Objekte nicht erfasst werden
können. Achten Sie insbesondere auf Kleinkinder und Tiere, da diese von
den Sensoren nicht in jedem Fall erkannt werden. Bei Unachtsamkeit be-
steht Unfallgefahr!
● Behalten Sie stets das Fahrzeugumfeld im Blick - auch mit Hilfe der
Rückspiegel.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten

184Fahren
VORSICHT
Niedrige Hindernisse, die bereits durch eine Warnung gemeldet wurden,
können beim Annähern aus dem Messbereich des Systems verschwinden
und deswegen nicht mehr gemeldet werden. Auch Gegenstände wie Ab-
sperrketten, Anhängerdeichseln, dünne, lackierte, senkrechte Stangen oder
Zäune werden unter Umständen von dem System nicht erfasst – Gefahr ei-
ner Beschädigung.
Hinweis
● Beachten Sie die Hinweise zum Anhängerbetrieb auf ⇒ Seite 185.
SEAT parking system plus*
Das SEAT parking system plus ist eine akustische Einparkhil-
fe.
Im vorderen und hinteren Stoßfänger befinden sich Sensoren. Wenn diese
ein Hindernis erkennen, werden Sie durch Warntöne darauf hingewiesen.
Der Messbereich der Sensoren beginnt etwa bei:
VornSeite0.90 mMitte1.20 m
HintenSeite0.60 mMitte1.60 m
Je näher Sie dem Hindernis kommen, desto kürzer wird der zeitliche Ab-
stand zwischen den Warntönen. Bei einem Abstand von unter ca. 0,30 m er-
tönt ein Dauerton. Fahren Sie nicht weiter vor bzw. zurück!
Bleibt der Abstand zu einem Hindernis konstant, wird die Lautstärke der Ab-
standswarnung nach etwa vier Sekunden allmählich abgesenkt (betrifft
nicht den Dauertonbereich). Ein-/ausschalten
Abb. 150 Mittelkonsole:
Schalter für Einparkhilfe
Einschalten
– Legen Sie den Rückwärtsgang ein, oder
– Drücken Sie den Schalter in der Mittelkonsole ⇒ Abb. 150
bzw. an der Schaltkulisse. Ein kurzer Quittierton ertönt und die
LED im Schalter leuchtet auf.
Ausschalten
– Fahren Sie schneller als 10 km/h vorwärts oder
– Drücken Sie den Schalter , oder
– Schalten Sie die Zündung aus, oder
– Nehmen Sie den Rückwärtsgang heraus.

185
Fahren
ACHTUNG
● Die Einparkhilfe kann die Aufmerksamkeit des Fahrers nicht ersetzen.
Die Verantwortung beim Einparken und ähnlichen Fahrmanövern liegt
beim Fahrer.
● Sensoren haben tote Winkel, in denen Objekte nicht erfasst werden
können. Achten Sie insbesondere auf Kleinkinder und Tiere, da diese von
den Sensoren nicht in jedem Fall erkannt werden. Bei Unachtsamkeit be-
steht Unfallgefahr!
● Behalten Sie stets das Fahrzeugumfeld im Blick - auch mit Hilfe der
Rückspiegel.
VORSICHT
Niedrige Hindernisse, die bereits durch eine Warnung gemeldet wurden,
können beim Annähern aus dem Messbereich des Systems verschwinden
und deswegen nicht mehr gemeldet werden. Auch Gegenstände wie Ab-
sperrketten, Anhängerdeichseln, dünne, lackierte, senkrechte Stangen oder
Zäune werden unter Umständen von dem System nicht erfasst – Gefahr ei-
ner Beschädigung.
Hinweis
● Beachten Sie die Hinweise zum Anhängerbetrieb auf ⇒ Seite 185.
● Die Anzeige im Display erscheint etwas zeitverzögert.
Anhängevorrichtung*
Bei Anhängerbetrieb sind die hinteren Sensoren der Einparkhilfe beim Ein-
legen des Rückwärtsgangs oder beim Drücken des Schalters nicht akti-
viert. Bei einer nicht werkseitig angebrachten Anhängevorrichtung ist diese
Funktion möglicherweise nicht gewährleistet. Dadurch treten folgende Ein-
schränkungen auf: SEAT parking system*
Es erfolgt keine Abstandswarnung.
SEAT parking system plus*
Es erfolgt hinten keine Abstandswarnung. Die vorderen Sensoren sind wei-
terhin aktiv.
Fehlermeldungen*
Wenn Sie beim Einschalten oder bei eingeschalteter Einparkhilfe für einige
Sekunden einen Dauerton hören und die Diode im Schalter * blinkt, liegt
ein Systemfehler vor. Lassen Sie den Fehler von einem SEAT-Partner bzw.
Fachbetrieb beheben.
Hinweis
Wenn der Fehler vor dem Ausschalten der Zündung nicht behoben wurde,
wird er bei erneutem Einschalten der Einparkhilfe nur noch durch Blinken
der Diode im Schalter * angezeigt.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten

197
Intelligente Technik
Rat und Tat
Intelligente Technik
Elektronisches Stabilisierungsprogramm
(ESP)Allgemeines
Das Elektronische Stabilisierungsprogramm erhöht die
Fahrstabilität.
Abb. 160 Mittelkonsole
mit ESP-Schalter
Mithilfe des ESP wird die Kontrolle über das Fahrzeug in fahrdynamischen
Grenzsituationen wie z.B. beim Beschleunigen und in Kurven erhöht. Es re-
duziert unter allen Fahrbahnbedingungen die Schleudergefahr und verbes-
sert somit die Fahrstabilität des Fahrzeugs. Dies geschieht bei allen Ge-
schwindigkeiten. In das Elektronische Stabilisierungsprogramm sind das Antiblockiersystem
(ABS), die Elektronische Differenzialsperre (EDS) und die Antriebsschlupfre-
gelung (ASR) integriert.
Funktionen
Das ESP-Steuergerät verarbeitet die Daten der genannten Funktionen. Es
verarbeitet außerdem zusätzlich Messdaten, die von hochempfindlichen
Sensoren bereitgestellt werden. Diese zusätzlichen Messdaten sind die
Drehgeschwindigkeit des Fahrzeugs um seine Hochachse, die Fahrzeugqu-
erbeschleunigung, der Bremsdruck und der Lenkeinschlag.
Durch die Lenkbewegung und die Fahrgeschwindigkeit wird die vom Fahrer
gewünschte Fahrtrichtung bestimmt und fortlaufend mit dem tatsächlichen
Fahrzeugverhalten verglichen. Bei Abweichungen, wie z.B. beginnendes
Schleudern des Fahrzeugs, bremst das ESP das Rad bzw. die entsprechen-
den Räder automatisch ab.
Durch die bei der Abbremsung am Rad wirksamen Kräfte wird das Fahrzeug
wieder stabilisiert. Bei übersteuerndem Fahrzeug (Tendenz zum Ausbrechen
des Hecks) erfolgt der Bremseingriff vorwiegend am kurvenäußeren Vorder-
rad. Bei untersteuerndem Fahrzeug (Tendenz zum Schieben aus der Kurve)
am kurveninneren Hinterrad.
Das ESP arbeitet in Verbindung mit dem ABS
⇒ Seite 198. Bei einer Stö-
rung des ABS fällt auch das ESP aus.
Ausschalten
Das ESP schaltet sich beim Anlassen des Motors automatisch ein und führt
einen Selbsttest durch.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten

199
Intelligente Technik
so lange getreten halten, bis die gewünschte Abbremsung erfolgt ist. So-
bald Sie das Bremspedal loslassen, schaltet sich der Bremsassistent von
selbst wieder aus.
Bei ausgefallenem ABS bzw. ESP steht der Bremsassistent nicht zur Verfü-
gung.
ACHTUNG
Bitte beachten Sie, dass sich das Unfallrisiko durch zu schnelles Fahren,
besonders in den Kurven und bei glatter oder nasser Fahrbahn, sowie
durch zu dichtes Auffahren erhöht. Das erhöhte Unfallrisiko kann auch
durch den Bremsassistenten nicht verringert werden. Unfallgefahr!
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
Die Elektronische Differenzialsperre verhindert das Durch-
drehen eines einzelnen Rades.
Allgemeine Hinweise
Durch die Elektronische Differenzialsperre (EDS) wird bei sehr ungünstigen
Fahrbahnverhältnissen das Anfahren, Beschleunigen und das Bergauffah-
ren wesentlich erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht.
Funktionen
Die EDS wirkt automatisch – d.h. ohne Zutun des Fahrers. Sie überwacht die
Drehzahlen der Antriebsräder mithilfe der Sensoren des ABS ⇒ Seite 198.
Wenn ein nennenswerter Drehzahlunterschied (etwa 100 U/min) festgestellt
wird (etwa auf einseitig rutschigem Untergrund), wird das durchdrehende
Rad abgebremst und damit die Antriebskraft auf die anderen Antriebsräder
übertragen. Das System funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von etwa
80 km/h. Dieser Regelvorgang macht sich durch Geräusche bemerkbar. Anfahren
Wenn ein Rad beim Anfahren aufgrund unterschiedlicher Griffigkeit durch-
dreht (z.B. ein Rad auf Eis), sollten Sie so lange Gas geben bis sich das
Fahrzeug in Bewegung setzt.
Erhitzung der Bremsen
Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rades nicht zu sehr erhitzt,
schaltet sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung automatisch
aus. Das Fahrzeug bleibt betriebsfähig und hat die gleichen Eigenschaften
wie ein Fahrzeug ohne EDS.
Sobald die Bremse abgekühlt ist, schaltet sich die EDS automatisch wieder
ein.
ACHTUNG
● Beim Beschleunigen auf gleichmäßig glatter Fahrbahn, z.B. bei Eis
und Schnee, geben Sie bitte vorsichtig Gas. Die Antriebsräder können
trotz der EDS durchdrehen und dadurch die Fahrstabilität beeinflussen.
Unfallgefahr!
● Auch bei Fahrzeugen mit EDS sollten Sie Ihre Fahrweise stets dem
Fahrbahnzustand und der Verkehrssituation anpassen. Das erhöhte Si-
cherheitsangebot darf nicht dazu verleiten, ein Sicherheitsrisiko einzu-
gehen! Andernfalls besteht Unfallgefahr!
Hinweis
Wenn die ABS-Kontrollleuchte aufleuchtet, könnte auch ein Fehler in der
EDS vorliegen. Bitte suchen Sie möglichst bald einen Fachbetrieb auf.
Sicher ist sicherHinweise zur BedienungRat und TatTechnische Daten

200Intelligente Technik
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die Antriebsschlupfregelung verhindert das Durchdrehen
der Antriebsräder beim Beschleunigen.
Allgemeine Hinweise
Die Antriebsschlupfregelung (ASR) ist eine Komponente des Elektronischen
Stabilisierungsprogramms (ESP).
Durch die Antriebsschlupfregelung (ASR) wird bei ungünstigen Fahrbahnver-
hältnissen das Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren wesentlich er-
leichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht.
Funktionen
Die Antriebsschlupfregelung (ASR) wirkt automatisch, d.h. ohne Zutun des
Fahrers. Die ASR überwacht die Drehzahlen der Antriebsräder mithilfe der
ABS-Sensoren ⇒ Seite 198. Drehen die Räder durch, wird durch automati-
sche Reduzierung der Motordrehzahl die Antriebskraft den Fahrbahnverhält-
nissen angepasst. Dies geschieht bei allen Geschwindigkeiten.
Die ASR funktioniert in Verbindung mit dem ABS. Bei Ausfall des ABS wird
auch die ASR abgeschaltet.
Hinweis
Nur wenn alle vier Räder gleich bereift sind, kann die ASR störungsfrei ar-
beiten. Unterschiedliche Abrollumfänge der Reifen können zu einer uner-
wünschten Reduzierung der Motorleistung führen. Siehe auch ⇒ Seite 259. Bremsen
Allgemeine Hinweise
Neue Bremsbeläge
Neue Bremsbeläge müssen sich erst „einschleifen“ und haben während der
ersten 200 km noch nicht die optimale Reibkraft. Die etwas verminderte
Bremskraft können Sie jedoch durch einen stärkeren Druck auf das Brems-
pedal ausgleichen. Beim Einfahren des Fahrzeugs sollten die Bremsen nicht
überlastet werden.
Abnutzung
Die Abnutzung der Bremsbeläge ist in hohem Maße von den Einsatzbedin-
gungen und der Fahrweise abhängig. Insbesondere, wenn Sie häufig im
Stadt- und Kurzstreckenverkehr oder sehr sportlich fahren.
Nässe oder Streusalz
In bestimmten Situationen, wie z.B. nach Wasserdurchfahrten, bei heftigen
Regenfällen oder nach der Fahrzeugwäsche, kann die Wirkung der Bremsen
wegen feuchter bzw. im Winter vereister Bremsscheiben und Bremsbeläge
verzögert einsetzen. Die Bremsen müssen erst „trockengebremst“ werden.
Bei einer Geschwindigkeit
über 80 km/h und bei eingeschaltetem Frontwi-
scher nähert die Bremsanlage die Bremsbeläge kurzzeitig an die Brems-
scheiben an. Dies geschieht - vom Fahrer unbemerkt - in regelmäßigen In-
tervallen und verschafft eine schneller Bremswirkung bei der Fahrt auf nas-
ser Straße.
Auch bei Fahrten auf salzgestreuten Straßen kann die volle Bremswirkung
verzögert einsetzen, wenn Sie längere Zeit nicht gebremst hatten. Die Salz-
schicht auf den Bremsscheiben und Bremsbelägen muss beim Bremsen erst
abgeschliffen werden.

254Räder und Reifen
Hoher Reifenfülldruckverlust
Wenn das Symbol der Reifen angezeigt wird, ist der Reifenfüll-
druck an mindestens einem Reifen zu niedrig.
– Halten Sie das Fahrzeug an.
– Schalten Sie den Motor aus.
– Überprüfen Sie das Rad bzw. die Räder.
– Wechseln Sie ggf. das Rad.
Reifenkontrollanzeige (RKA+)*
Die Reifenkontrollanzeige im Kombiinstrument informiert,
falls der Reifenluftdruck zu niedrig ist.
Abb. 186 Ansicht der
Mittelkonsole: Taste für
die Reifenkontrollanzeige Die Reifenkontrollanzeige vergleicht mit Hilfe der ABS-Sensoren den Abrol-
lumfang und das Spektrumverhalten der einzelnen Räder. Bei Veränderung
des Abrollumfanges oder des Spektrums an einem oder mehreren Rädern
wird dies durch die Reifenkontrollanzeige
angezeigt. Die Störung wird zu-
sätzlich durch einen Warnton signalisiert. Bei Fahrzeugen mit Mitteldisplay
im Kombiinstrument wird außerdem die Position des bewarnten Reifens an-
gegeben, sofern nur ein Reifen betroffen ist.
Abrollumfang und Frequenzverhalten können sich verändern wenn:
● Der Reifendruck zu gering ist.
● Der Reifen Strukturschäden hat.
● Räder gewechselt oder Luftdrücke verändert wurden, ohne das System
zu initialisieren (siehe Reifendruck einstellen).
● Die Räder einer Achse stärker belastet sind (z.B. durch Beladungsände-
rung).
● Die Räder links und rechts für längere Zeit auf unterschiedlichem Unter-
grund fahren.
● Wenn mit Schneeketten gefahren wird.
Reifendruck einstellen (Reifenkontrollanzeige initialisieren)
Nach jedem Vorkommnis in Bezug auf die Reifen Ihres Fahrzeugs - z. B.
nach Änderung des Reifenfülldrucks ⇒ Seite 256 bzw. nach einem Wechsel
oder Tausch der Reifen ⇒ Seite 256 - muss bei abgestelltem Fahrzeug und
bei eingeschalteter Zündung die Taste ⇒ Abb. 186 gedrückt werden. Die
gelbe Kontrollleuchte leuchtet auf; warten Sie 2 Sekunden, ohne dabei die Taste loszulassen, bis die Kontrollleuchte erlischt und ein akustisches
Warnsignal ertönt. Jetzt können Sie die Taste loslassen.
Wenn die Reifen einer hohen Belastung ausgesetzt sind (z.B. hohe Zula-
dung), ist der Reifenfülldruck auf den empfohlenen Volllast-Reifenfülldruck
(siehe Aufkleber an der Innenseite der Tankklappe) zu erhöhen.
Reifendruckkontrollanzeige leuchtet
Nach dem Einschalten der Zündung leuchtet die Reifen-Druck-Anzeige
ca. 2 Sekunden auf. Wenn die Kontrollanzeige nach dem Einschalten der